Alicia von Rittberg in „Charité“

Doppelter Rittberger

Alicia von Rittberg spielt in der neuen ARD-Historienserie „Charité“ eine mittellose Waise, die davon träumt, Ärztin zu werden. Und privat? Schlägt sie sich selbst am liebsten die Nächte mit Serien um die Ohren.

Veröffentlicht am 28.03.2017
Alicia von Rittberg in der ARD-Miniserie

Folgt lieber ihren Träumen als Männern: Alicia von Rittberg in der ARD-Miniserie "Charité".


Noch eine Krankenhausserie? Ja, aber diese spielt 1888, als das Deutsche Reich einen Kaiser hat, Frauen nicht studieren dürfen und jede Blinddarmentzündung tödlich sein kann. Die mittellose Waise Ida (Alicia von Rittberg) überlebt die gefährliche OP und muss ihre Behandlungskosten in der Berliner Charité-Klinik abarbeiten. Unter dem strengen Regime der gottesfürchtigen Oberin schrubbt Ida Fußböden, obwohl sie mehr von Medizin versteht als so mancher Student. Im Mikrokosmos des Krankenhauses, wo spätere Nobelpreisträger wie Professor Robert „Bazillus“ Koch arbeiten, spielen sich alle Konflikte ab, die das ganze Land bewegen. Eine gelungene History-Soap, die den Mikrokosmos Krankenhaus als spannende Zeitreise beleuchtet und trotzdem eine zeitlose Geschichte über Liebe und Ehrgeiz, Freundschaft und Konkurrenz bleibt. Da sind sechs Folgen fast zu wenig.

Und was tut Alicia von Rittberg, wenn sie mal gerade keine Schwesternschürze trägt? Wir haben sie vor Start der Serie gefragt:

Frau von Rittberg, mit welcher Serie schlagen Sie sich selbst die Nächte um die Ohren?
„Stranger Things“. Obwohl, eigentlich nicht mehr, ich hab sie mir nämlich in zwei Nächten reingezogen. Jetzt warte ich ungeduldig auf die zweite Staffel.

Und welchen Roman lesen Sie gerade?
„Ich hasse dieses Internet“ von Jarett Kobek über den Wahnsinn der digitalen Gegenwart. Was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht. Er bringt mich zum Schmunzeln, ist aber stellenweise ziemlich absurd.

Welches Buch haben Sie nie ausgelesen?
„Schnelles Denken, langsames Denken“ von Daniel Kahneman. Toll sind die interessanten Selbsttests, für die ich aber selten Stift und Papier zur Hand habe. Dann leg ich es zur Seite und gucke zwei Monate später wieder rein.

Eine Ausstellung, auf die Sie sich freuen?
Die Kunsthalle München zeigt Peter Lindberghs „From Fashion to Reality“. Muss ich unbedingt sehen! (13.4. bis 27.8., Anm. d. Red.)

Charité, ab 21.3., 20.15 Uhr, ARD


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