Einmischen, oder?

Achtung, wir driften

Wenn sich ein Partner in der Beziehung mehr Symbiose wünscht, der andere aber mehr Lässigkeit, kommt es zu Missverständnissen. Was tun, wenn die Auffassung von Nähe auseinanderdriften?

Veröffentlicht am 09.02.2017
Eine Frau schreit in ihr Telefon.

Unterschiedliche Vorstellung von der Beziehung – ein Trennungsgrund?


Mein Mann ist beruflich viel unterwegs – und meldet sich dann nie. Ich sei übertrieben fürsorglich, meint er. Mir fehlen aber diese kleinen Zeichen der Aufmerksamkeit.

Warum wollen Sie, dass er an Sie denkt, wenn er nicht zu Hause ist? Fühlt sich Ihr Mann ertappt, weil er mit den Gedanken wirklich woanders ist, nämlich bei seiner Arbeit? Es macht den Eindruck, als fordern Sie diese Aufmerksamkeit als Zeichen der Liebe ein.

Sie sollten sich dringend zusammensetzen und klären, ob Sie dieselbe Auffassung von Partnerschaft haben: Was hält uns zusammen? Und empfinden wir die gemeinsame Zeit so schön, dass wir davon zehren, wenn wir getrennt sind? Sie wünschen sich mehr Symbiose, er mehr Lässigkeit. Sie fühlen sich benachteiligt, Ihr Mann sich bedrängt. Das führt zwangsläufig zu Missverständnissen, Sie driften auseinander und jeder sucht nur noch Anhaltspunkte, die ihm recht geben. Alles nicht gut für die Ehe.