Einmischen, oder?

Wenn die Freundin scheinbar ausgenutzt wird

In jeder Beziehung geht es um Geben und Nehmen. Aber was, wenn eine Freundin ihren neuen, mittellosen Partner finanziell aushält? Grund zur Sorge?

Veröffentlicht am 17.01.2017
Männerhand wirft einen gefalteten 20 Euro-Schein.

Wenn die Ausgaben in einer Beziehung ungerecht verteilt sind.


Meine Freundin hat über das Internet einen netten, mittellosen Mann kennengelernt. Sie bezahlt inzwi­schen Klamotten, Brille, Urlaube. Ich befürchte, sie könnte ausgenutzt werden. Einmischen?

In jeder Beziehung geht es um Geben und Nehmen. Offenbar schätzt Ihre Freundin etwas an dem Mann, was ihre Ausgaben rechtfertigt: Sie ist nicht mehr allein, hat einen sympathischen Partner, mag seinen Humor, was auch immer. Fragen Sie sie doch einfach, warum Sie das macht. Und lassen Sie sie in Ruhe erzählen, ohne das Ganze zu bewerten.

Die Frau dürfte selbst wissen, was sie tut. Zumal der Ausgang der Sache völlig offen ist. Kann sein, dass sie am Schluss enttäuscht wird. Kann aber auch sein, dass sich eine Beziehung auf Augenhöhe entwickelt. Wenn Ihnen die Freundin wichtig ist, dann bleiben Sie neutral. Geht die Sache schief, machen Sie ihr keine Vorwürfe – Sie können davon ausgehen, dass sie wichtige Erfahrungen gesammelt hat.