Elternzeit

Mobbing im Mutterschutz

Wenn Mütter ihre Elternzeit antreten, gibt es eine Sorge: dass die Vertretung den Job auf Dauer haben will – und dafür auch vor Mobbing nicht zurückschreckt. Wie verhält man sich loyal, selbst wenn die Kollegin abwesend ist?

Veröffentlicht am 11.10.2017


Meine Kollegin ist Mutter geworden, sie wird eine Weile fehlen. Ihre Vertretung tut alles, um die Frau schlecht dastehen zu lassen. Offen­sichtlich will sie den Job auf Dauer haben. Soll ich die Kollegin warnen?

Nein, lassen Sie Ihre Kollegin die Elternzeit genießen, sie kann das Problem von zu Hause aus ohnehin nicht lösen. Wenn Sie die junge Mutter womöglich vermissen, sind Sie nicht mehr ganz so objektiv. Sprich, Sie registrieren nur, was die Vertretung nicht so gut macht, und übersehen, dass sie vielleicht ein paar hilfreiche Ideen hat.

Bevor Sie die Frau zur Rede stellen oder sogar zum Chef gehen, machen Sie doch mal eine Liste: In welchen Situationen hat sie sich tatsächlich auf Kosten ihrer Vorgängerin profiliert oder sie angeschwärzt? Und wann hatte sie gute Einfälle? Nicht vergessen: Neue Mit­arbeiter sind natürlich entsprechend motiviert und wollen sich einbringen. Wenn Sie allerdings den Eindruck haben, dass da wirklich Mobbing im Spiel ist, sollten Sie Klartext reden: Sagen Sie ihr, dass Intrigen nicht zur Unternehmens­ kultur passen. Erst wenn das keine Wirkung zeigt, können Sie den Chef miteinbeziehen.