Finanzfrage der Woche

Brauche ich zusätzliche Absicherung?

Fast jede zweite Frau arbeitet in Deutschland Teilzeit. Was das heißt für die Altersvorsorge?

Veröffentlicht am 08.11.2017
Frau mit Geldmünzen.

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Sie sind hoch qualifiziert, haben einen spannenden und gut bezahlten Job und sind dazu noch gut verheiratet? Glückwunsch! Dann leben Sie wohl in der besten aller Welten! Da fällt es Ihnen vielleicht auch gar nicht schwer, mit dem Job zu pausieren oder Teilzeit zu arbeiten, wenn Sie Nachwuchs bekommen – Sie können es sich leisten! Aber ist das gute Einkommen des Ehepartners auch eine gute Altersvorsorge für Sie?

Mitnichten, mahnt die Grande Dame der Damenfinanzen, Helma Sick. Doch der Reihe nach. Kinderbetreuung ist in Deutschland noch immer Frauensache, fast jede zweite Frau arbeit deshalb in Teilzeit. Männer dagegen reduzieren ihre Arbeitszeit selten, wenn sie eine Familie gründen – das macht gerade mal einer von zehn. Ob Sie nun Karriere machen möchten oder lieber die Zeit mit Ihren Kindern verbringen, ist natürlich Ihre Entscheidung. Aber einen Rat sollten Sie befolgen: Sichern Sie sich finanziell ab, um Armutsrisiken im Alter zu reduzieren! Denn wenn Sie lange im Job pausieren oder in Teilzeit arbeiten, wirkt sich das nicht nur auf Karrierechancen und Einkommen aus, sondern auch auf Ihre Rente. ´Die Rentenansprüche werden doch geteilt`, könnten Sie sagen. Das stimmt. Aber eben nur für die Zeit, in der Sie auch verheiratet sind. Und auch nur dann, wenn ihr Partner gesetzlich rentenversichert ist. Klar, an Scheidung denken Sie bei Familiengründung nicht. Aber betrachten Sie es realistisch: Zwei von fünf Ehen in Deutschland werden geschieden. Können Sie ausschließen, am Ende zu diesen zwei zu gehören?

Eine Scheidung birgt massive finanzielle Risiken – vor allem für Frauen. Deshalb sollten Sie nicht erst handeln, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. „Hope for the best, prepare fort the worst“, rät Helma Sick. Wenn Sie also für die Kinderbetreuung aus dem Job aussteigen oder beruflich kürzer treten, sollten Sie dafür sorgen, dass die finanziellen Risiken nicht alleine auf Ihren Schultern liegen. Klar: In guten Zeiten Verträge für den Fall der Fälle abzuschließen, kostet Überwindung. Vielleicht gibt Michael Mary Ihnen eine Eintscheidungshilfe?