Finanzfrage der Woche

Gold als Geldanlage?

Mit Gold schläft es sich besser, behaupten Vermögensverwalter gerne. Aber stimmt das auch? Ein Faktencheck.

Veröffentlicht am 27.09.2017
Frau mit Geldmünzen.

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Sie tragen Goldschmuck und haben noch eine feine Auswahl an Ringen, Armbändern und Ketten in der Schmuckschatulle? Wunderbar – das Edelmetall sieht nicht nur prima aus, Sie haben mit dem Goldschmuck auch schon begonnen, ein kleines Vermögen aufzubauen. Denn Gold ist wertvoll und gilt in unsicheren Zeiten als „sicherer Hafen“. Goldliebhaber raten deshalb dazu, einen Teil des Vermögens in Goldmünzen oder -barren zu investieren. Doch rechnet sich das auch?

Gold bringt keine Zinsen. Und es zahlt auch keine Dividenden, wie Kritiker monieren. Dividenden sind Gewinne, die Unternehmen erwirtschaften und an ihre Aktionäre ausschütten. Bei Aktien machen Dividenden langfristig rund 40 bis 50 Prozent der Rendite aus. Bei Gold dagegen haben Sie nur eine Renditequelle: den Kurs. Wenn Sie Ihr Geld also vermehren möchten, sollte Gold nicht die erste Wahl sein. Das Edelmetall steht langfristig für Werterhalt, vor allem in Zeiten von Währungsreformen oder Inflation konnte man sein Vermögen damit sichern. Kurzfristig sind allerdings auch Verluste möglich. In den vergangenen fünf Jahren hat Gold auf Dollarbasis rund 25 Prozent an Wert verloren. 

Fazit: Das Thema ist ambivalent und am Ende ist es oft auch Herzenssache, ob man sich mit Gold wohler fühlen. Wie sagt manch ein Vermögensverwalter: Mit Gold schläft es sich einfach besser. Allerdings sollten Sie nicht mehr als fünf bis zehn Prozent Ihres Gesamtvermögens darin investieren. Verschaffen Sie sich deshalb zunächst einen Überblick über Ihre Vermögenswerte und entwickeln Sie eine Gesamtstrategie.

Was Sie dann beim Goldkauf beachten sollten, erfahren Sie bei herMoney.