Frauenquote

Verdiente Führung

Frauen, die befördert werden, müssen sich manchmal immer noch anhören, sie hätten den Job nur wegen der Quote bekommen. Wie man diesen Konflikt im Büro unaufgeregt managt, erklärt eine Expertin.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Für Sie geht's auf der Karriereleiter nach oben – da werden manche Kollegen gelb vor Neid.


Ich wurde kürzlich zur Teamleiterin befördert. Ein Kollege erzählt nun überall herum, ich hätte den Job nur bekommen, weil ich eine Frau bin – um die Quote zu steigern. Soll ich mich wehren?

Ehrlich gesagt: Der Kollege entlarvt sich selbst. Mit seiner Lästerei behauptet er ja indirekt, Führungsjobs müssten Männern vorbehalten sein. Der Typ ist, ganz banal, neidisch. Mag sein, dass er damit für schlechte Stimmung sorgt, aber auf solche Bemerkungen sollte man gar nicht erst eingehen. Höchstens mit einem Scherz an passender Stelle, à la „In Quotenfragen bist du ja der Experte“. Damit zeigen Sie, dass Sie sich nicht verunsichern lassen. Und in Führungspositionen gehören Konfrontationen dazu, egal ob Mann oder Frau.

Wenn Sie besser gewappnet sein wollen, können Sie sich von einem Coach oder Mentor unterstützen lassen. Dort lernt man, wie man solche Konflikte unaufgeregt managt.