myself Weekend

5 Tipps fürs Wochenende

Die spannendsten Ausstellungen beim Gallery Weekend in Berlin, unsere neue Lieblingsserie auf „Netflix“ und ein geniales Spargelrezept für ein extragemütliches, langes Wochenende.

Veröffentlicht am 28.04.2017
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Unsere Tipps für's Wochenende.


1. Gallery Weekend in Berlin

Zugegeben, ein bisschen neidisch linsen wir hier in München ja schon in Richtung Berlin. Gilt besonders, wenn Gallery Weekend ist. Von Freitag, den 28. April bis einschließlich Sonntag, 30. April zeigen die 47 teilnehmenden und die rund 300 inoffiziellen Galerien, was die Kunstwelt der Hauptstadt so zu bieten hat – und das ist eine Menge. Was sich wirklich lohnt? Hier unsere Top Five:

Mehdi Chouakri

Die Galerie hat Berlin Mitte verlassen Richtung Charlottenburg, das sich laut Experten zum neuen Herzstück der Kunstszene mausert. Zum Gallery Weekend zeigt Mehdi Chouakri ein Doublefeature der 1985 verstorbenen deutschen Malerin, Bildhauerin und Bühnenbilderin Charlotte Posenenske. In der Mommsenstraße (Adresse: Bleibtreustr. 41) Skizzen und Archivmaterial für ein Wandgemälde, am zehn Minuten entfernten Fasanenplatz (Adresse: Fasanenstraße 61) ihre berühmten minimalistischen Raumskulpturen in kräftigen Primärfarben.   

Esther Schipper

Ebenfalls eine Neueröffnung: In der über 500 Quadratmeter großen Dachetage auf dem ehemaligen Tagesspiegelgelände – umgebaut von der in New York lebenden deutschen Stararchitektin Annabelle Selldorf – ist eine Video-und Soundinstallation des albanischen Künstlers Anri Sala zu sehen (und hören). Zudem werden geometrische Skulpturen der kanadischen Künstlerin Angela Bulloch präsentiert. Titel: „Heavy Metal Body“. 
Adresse: Potsdamer Str. 81E

Galerie Nordenhake

Wie fängt man das besondere Stimmung des Frühlings ein? Zum Beispiel so wie der amerikanische Künstler Spencer Finch in seiner 19-teiligen Arbeit „Pollen“ mit Skizzen und Aquarellen. Ergänzt wird die Ausstellung mit seinen originellen Lichtinstallationen mit Leuchtstoffröhren. Ein echter Lichtblick!
Adresse: Lindenstr. 34

Galerie Thomas Fischer

Für Architekturbegeisterte ein Muss: Die Arbeiten der heute 80-Jährigen Irmel Kamp, die das neue Bauen der 30er Jahre in Tel Aviv und Brüssel dokumentiert hat. Die Arbeiten entstanden Mitte der 90er Jahre (Brüssel) bzw. 1987 bis 1993 (Tel Aviv) und wirken, obwohl menschenleer, durch die raffiniert eingefangenen Spuren des Alltags doch überraschend belebt.
Potsdamer Str. 77-87, Haus H  

Alfred Ehrhardt Stiftung

Klimawandel in Bildern: Der Fotokünstler Michael Najjar führt dem Betrachter die Brisanz des Themas mit großformatigen Fotokompositionen vor Augen. Sein Objekt sind die Spalten und Eishöhlen des Breidamerkurjökull-Gletschers in (klar, bei dem Namen) Island, die er mit Satellitenaufnahmen kombiniert und so die dramatische Entwicklung illustriert. Neben Untergangs- liefert der Künstler auch Zukunftsszenarien mit Ideen für Behausungen auf dem Mond oder Mars, die aus 3-D-Druckern stammen. Spannend! 
Adresse: Auguststr. 75  

Gallery Weekend in Berlin.

Berlin lädt wieder zum Gallery Weekend.


2. „Girlboss“ auf Netflix

Für Serien-Junkies heißt die unbedingte Neuentdeckung auf Netflix: „Girlboss“. Verfilmt wurde – wenn auch vermutlich ziemlich frei – die Memoiren von Sophia Amoruso, der Gründerin des Vintage-Klamotten-Versands „Nasty Gal“ (leider mittlerweile insolvent und verkauft). Egal. Trotz der Tatsache, dass Sophia Amoruso immer etwas zu viel ist (zu laut, zu launenhaft, zu wenig erwachsen und ja, manchmal auch zu nasty), ist die Serie über die Entstehung einer Geschäftsidee aus der Not heraus und dabei auch über die vielen netten schrägen Vögel in San Francisco ein lohnenswerter Grund, Folge um Folge am Stück zu schauen.

Girlboss auf Netflix.

Die Serie „Girlboss“ läuft auf Netflix.


3. Alpenüberquerung

Falls Sie auf dem Weg nach Italien eine kleine Pause machen wollen: In Sterzing direkt nach dem Brenner den Pretzhof ansteuern. Das Wirtshaus mit Laden bietet die beste und authentischste Küche, die man in der Gegend bekommen kann. Der Käse aus dem Hofladen ist weit über die Grenzen Südtirols bekannt. Und bei der zu erwartenden Kälte kann man sich ja noch ein bisschen was anfuttern. Unbedingt reservieren!

Der Pretzhof in Südtirol.

Der Pretzhof in Südtirol.


4. TV-Highlight: „The Missing“

Seit 23. April läuft „The Missing“ im ZDF. Falls man es verpasst hat, kann man an dem langen Wochenende in der Mediathek die erste (und zweite) Folge dieser gefeierten vierteiligen Serie schauen. Es geht um die größte anzunehmende Katastrophe, die Eltern passieren kann: Der kleine Sohn verschwindet in einem klitzekleinen Moment der Unachtsamkeit spurlos.

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TV-Tipp: „The Missing”.


5. Rezept: Spargel Mimosa

2 Eier hart kochen (ca. 8 Minuten). Abschrecken, schälen und in Würfel schneiden. 

Von einem Bund grünem Spargel die holzigen Enden abschneiden. Die Stangen im Ganzen in eine heiße Pfanne mit Olivenöl geben. Deckel drauf und fünf Minuten anbraten ohne ihn zu verbrennen. Dann eine fein geschnittene frische Knoblauchzehe dazugeben, kurz weiter dünsten. Mit Salz und Pfeffer, einer Prise Zucker und einigen Spritzern Zitronensaft würzen.
 
In der Zwischenzeit die Eier mit 1 EL Kapern und Petersilie (oder Estragon oder Kerbel) mischen, pfeffern und über die noch warmen Spargelstangen geben. Guten Appetit!

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Grüner Spargel - das schmeckt nach Frühling.