Wissenswertes über den Darm

Bauchgefühl

Doktor Alex Witasek kümmert sich in seinem Health-Resort „La Pura“ im Kamptal um die Darmgesundheit. Im Kurzinterview erklärt er, welches Essen der Verdauung gut tut und gibt eine Faustregel, die man kennen sollte.

Veröffentlicht am 30.05.2017
Frau legt Hände vor den Bauch.


Herr Witasek, im Health-Resort „La Pura“ im Kamptal gibt es eine Fastenkur nach F. X. Mayr nur für Frauen. Warum?
Sie haben oft Beschwerden, die mit der Verdauung zu tun haben – etwa das Reizdarmsyndrom.

Woran liegt das?
Hastiges Essen, schlechtes Kauen und größere Mengen des Klebereiweißes Gluten können dazu führen.

Eine Faustregel, die man kennen sollte?
Zucker und andere kurzkettige Kohlenhydrate sind schlechter als Fett. Wertvolles Oliven- oder Leinöl machen nicht dick.

Welches Essen ist gut für den Darm?
Gemüse mit kräftiger Farbe, etwa Rote Bete, Feldsalat und Brokkoli. Bitteres wie Radicchio oder Kurkuma fördert die Verdauung.

Dr. Alex Witasek im Gespräch mit einer Patientin.

Dr. Alex Witasek im Gespräch mit einer Patientin.


5 Fakten über den Darm

  1. Während eines durchschnittlichen Lebens verarbeitet unser Darm 30 Tonnen Nahrung und mehr als 50.000 Liter Flüssigkeit.
  2. Oft wird der Darm als das „zweite Gehirn” bezeichnet: Im Verdauungstrakt befinden sich mehr Nervenzellen als im Rückenmark – das „Bauchgefühl” gibt es also wirklich.
  3. Der Darm ist das größte innere Organ des Menschen: Mit einer Länge von bis zu 8m könnte man den Darm auf einer Fläche von ca. 300-500 m² ausbreiten. Zahlreiche winzige Falten und Zotten in der Darmwand sorgen für diese enorme Oberflächenvergrößerung. 
  4. Der Darm bildet das Zentrum des menschlichen Immunsystems: dort befinden sich ca. 70% aller Abwehrzellen.  
  5. Im menschlichen Darm leben 10 mal mehr Bakterien als der Körper an eigenen Zellen besitzt.