Haushaltshilfe

Eine Putzfrau gegen Stress

Hausarbeit kostet Zeit und Nerven. Eine neue Studie belegt nun, dass es den Stress reduziert und das Wohlbefinden steigert, wenn man sich Zeit erkauft – beispielsweise, indem man eine Putzhilfe engagiert.

Veröffentlicht am 08.11.2017
Eine Putzfrau schrubbt hartnäckig eine Scheibe.

Die Lösung für mehr Zufriedenheit? Ganz einfach: Eine Haushaltshilfe.


Es soll ja Menschen geben, die hartnäckige Kalkflecken an der Duschwand als sportliche Herausforderung sehen. Oder solche, die beim monotonen Vor und Zurück der dröhnenden Staubsaugerdüse in kathartische Zustände verfallen. Und dann gibt es die, die andere dafür bezahlen, sich um Schmutz, Staub und Bügelwäsche zu kümmern. Und diese Zeitgenossen sind nicht etwa faul, sondern schlau.

Laut einer neuen Studie der kanadischen University of British Columbia machen es Letztere nämlich richtig: „Leute, die Geld dafür ausgeben, sich Zeit zu erkaufen, indem sie ungeliebte Aufgaben abgeben, sind ­zufriedener“, sagt Ashley Whillans von der Harvard Business School und Autorin der Studie, für die knapp 6300 Menschen in den USA, Kanada, Dänemark und den Niederlanden befragt wurden.

Das Geld ist im doppelten Sinne gut angelegt, denn sie sind sogar zufriedener, als wenn sie denselben Betrag für materielle Dinge ausgegeben hätten. Glasklare Sache: In Zeit zu investieren reduziert Stress und steigert das Wohlbefinden. In Zukunft dürfte das noch weiter steigen: Immerhin kann man sich mit diesem Wissen jetzt auch noch das schlechte Gewissen sparen. Sauber!