Hochzeit

Trauzeugin wider Willen

Es ist eine große Ehre, als Trauzeugin auserwählt zu werden. Aber wie verhält man sich, wenn man für die Beziehung keine Zukunft sieht? Darf man das Amt auch ablehnen?

Veröffentlicht am 21.07.2017
Begutachten des Eherings nach Hochzeit

Die Freundin hat „Ja“ gesagt – und Sie haben „Nein“ gedacht?


Meine Freundin wird kommendes Jahr heiraten und hat mich gebeten, ihre Trauzeugin zu werden. Ich würde lieber darauf verzichten, weil ich glaube, dass die Beziehung keine Zukunft hat – dafür kracht es zu oft. Darf ich ihr absagen?

Kommt darauf an, welche Rolle Ihre Freundin für Sie vorgesehen hat. Gut möglich, dass Sie sich nur jemanden wünscht, der ihr an diesem Tag beisteht, ihr die Nervosität nimmt und ihr dabei hilft, ins Kleid zu schlüpfen. Dann springen Sie über Ihren Schatten. Vielleicht wendet sich mit der Trauung ja alles zum Guten zwischen den beiden.

Geht es aber darum, eine Traumhochzeit zu inszenieren, mit Ihnen in einer der Hauptrollen, dann sagen Sie lieber Nein. Bei der Auswahl von Kleid, Location und Blumenschmuck beraten, Junggesellinnenabschied und Polterabend organisieren, Geschenkelisten koordinieren, das Paar bei der Vorbereitung der Feier unterstützen, eine Rede halten – das alles erfordert viel Zeit und Einsatz.

Reden Sie mit Ihrer Freundin, um mehr über ihre Erwartungen zu erfahren. Sind sie wirklich so hoch, hilft nur eines, nämlich die Ausrede: Ich traue mir das einfach nicht zu.