Instant-Haarfarben im Test

Wer will ich heute sein?

Veränderungen machen das Leben spannend, findet unsere Kollegin Karina Fink und testet die neuen Instant-Colours: 4 Haarfarben in 4 Wochen.

Veröffentlicht am 21.02.2017
Stellvertretende Art Direktorin Karina Fink testet 4 Haarfarben in 4 Wochen.

4 Haarfarben in 4 Wochen.


Die Ausgangsfarbe

Meine Schwester hellt mir meine natürliche Farbe seit 14 Jahren mit platin- und goldblonden Strähnchen auf – eine Familienangelegenheit sozusagen. Für was anderes fehlte mir bisher der Mut, aber die neuen Instant-Colours, die zu 100 Prozent auswaschbar sind, wollte ich sofort ausprobieren.

Karina Fink mit blonden Haaren.

Die Ausgangsfarbe: blond.


Farbanleitung

„Instant Colours werden am Ansatz aufgetragen und in die Längen eingearbeitet“, erklärt die Münchner Coloristin Andrea Hecker. 10 bis 15 Minuten einwirken lassen, auswaschen, fertig! Die Farbe legt sich um das Haar und greift es nicht an. Falls doch was schiefgeht: „Color Re-New“ von Wella macht alles rückgängig.

Trendiges Grau

Mein gesträhntes Haar hat das Grau unterschiedlich angenommen und changiert. Aber ich bekomme viel positives Feedback. Der Granny-Look wirkt überraschend cool, meine Haut sieht viel frischer aus. Ich mag mein Elfenhaar und würde es gern länger so tragen, aber mein Farb-Abenteuer geht ja weiter... 

Das sagt der Profi:

Die Farbe ist ein Statement und steht jungen Frauen am besten. Die Haare sollten dafür möglichst hell sein, nur dann wird das Grau klar und gleichmäßig. Der Look verlangt nach mehr Make-up und wirkt bei olivfarbener Haut schnell künstlich.

Fazit:

Das aus drei exklusiv beim Tigi-Friseur erhältlichen Nuancen gemischte Grau hat sich nach zwei Wochen in ein fliederfarbenes Blond verwandelt – auch nicht schlecht.

Karina Fink zwischen Grau und Flieder.

Zwischen Grau und Flieder: „Colour Trip“ in „Blau“, „Violett“ und „Clear“ von Bed Head by Tigi. Über Hagel-Shop, je 20 Euro.


Warmes Schokobraun

Diesmal färbe ich selbst, was gut funktioniert. „Schokobraun“ steht auf der Packung, es wirkt aber eigentlich fast schwarz. Meinen Freundinnen gefalle ich so am besten, ich selbst finde mich damit eher blass. Da retten mich nur intensives Rouge und knallige Lippen. 

Das sagt der Profi:

Die Farbe sieht bei strapaziertem Haar schnell stumpf aus und wirkt extrem dunkel. Mit ein paar Highlights dazwischen lässt sich der Helm-Effekt jedoch vermeiden. Echte Blondinen sollten ihre Wimpern und Augenbrauen unbedingt mitfärben.

Fazit:

Ein schöner, warmer Ton, nach zwei, drei Wäschen wurde das Braun allerdings kühler und auch ein bisschen aschiger.

Karina Fink mit schokobraunem Haar.

Ein Traum aus Schokolade: Farbmaske „Colour Refresh“ in „Cacao Intense“ von Maria Nila. Über Hair-Express29 Euro.


Helles Kupfer

Die Farbe mag ich sofort, sie wirkt superschön und natürlicher als erwartet. Sogar ohne Make-up wirkt meine Haut damit nicht rötlich. Nur der Kleiderschrank wird zur Problemzone – ich besitze nichts, was dazu passt. Trotzdem schade, dass die Spitzen schon nach der ersten Wäsche ausbleichen. 

Das sagt der Profi:

Hinter dem Wörtchen Rot verbirgt sich ein riesiges Farbspektrum von Tizianrot bis Erdbeerblond. Kupfernuancen wirken am natürlichsten. Da Rotpigmente besonders klein sind, bekommt man sie nicht zu 100 Prozent aus dem Haar. Sie könnten Hautrötungen und Fältchen betonen.

Fazit:

Der exklusiv beim Friseur erhältliche Kupferton wirkt wunderbar natürlich. Nach ca. fünf Haarwäschen tendiert die Farbe allerdings eher zu einem raffnierten Erdbeerblond.

Karina Fink mit orange-rotem Haar.

Ein Rot wie Julia Roberts in „Pretty Woman“: „Colour Intensifier“ in „Red“ von Evo Fabuloso Pro, 37 Euro.


Fairy Pink

Meine Freunde reagieren inzwischen cool und kommentieren neue Haarfarben nur noch mit einem Grinsen. Ich fühle mich mal wie eine Fee, mal wie ein Einhorn – nein, Rosa wird nicht mein Favorit. Ich sehe damit eher mausgrau als märchenhaft aus. 

Das sagt der Profi:

Wer nicht so schrill wie Rudolph Moshammers Mutter daherkommen möchte, sollte einen möglichst dezenten Ton wählen. „Verwaschenes Rosé funktioniert auf hellem, einheitlichem Blond am besten“, sagt Andrea Hecker. Die Nuance sei auch ideal für Blondinen, die einen Gelbstich kaschieren wollen.

Fazit:

Die Pigmente sind schon nach zweimal Waschen verblasst. Perfekt für alle, die nur ein paar Tage lang anders aussehen wollen.

Karina Fink mit rosafarbenem Haar.

Erinnert an Zuckerwatte: „Colorista Washout“ in „Pinkhair“ von L'Oréal Paris, 8 Euro.


Die Wunschfarbe

Mein Freund hatte fast so viel Spaß wie ich und alle paar Tage eine neue Frau zu Hause. Das Experiment hat mich mutiger gemacht. Der Schnitt ist neu, und der satte Kupferton mit Ombré-Effekt wird auf Dauer bleiben. Meiner Schwester gefällt es so gut, dass sie es mir nachmachen möchte. Und meine Kolleginnen in der Redaktion? Sind fast ein bisschen neidisch.

Karina Fink mit neuer Frisur.

Die Wunschfrisur: Neuer Schnitt und eine mutige Farbe mit Ombré-Effekt.