Einmischen, oder?

Job und Kind: Wenn es einfach zuviel wird

Das Gefühl, sich zwischen zwei Welten zu zerreiben: Wie man es hinbekommt, Beruf und Kindererziehung zu vereinbaren

Veröffentlicht am 30.09.2016
Frau im Büro


Als alleinerziehende Mutter eines 7-Jährigen arbeite ich 30 Stunden in der Woche. Das Ergebnis: Wahnsinnsstress und das Gefühl, zu kurz zu kommen. Weshalb fällt es mir so schwer,  jemanden um Hilfe zu bitten?

Oft stecken Schuldgefühle dahinter, wenn man sich total aufopfert. Sie möchten alles perfekt machen und erst recht für Ihren Sohn da sein, weil er ohne Vater aufwächst – und Sie ein schlechtes Gewissen haben. Akzeptieren Sie, dass Sie zwar eine gute Mutter sein können, aber niemals Vaterersatz. Und dass es Kindern mehr bringt, mit anderen Menschen zusammen zu sein (im Sportverein, bei Spielkameraden, bei der Oma…) als nach der Schule zu Hause unter der Glasglocke zu sitzen. Reservieren Sie einen Termin pro Woche für sich, konsequent, und geben Sie Ihren Sohn in andere Hände – das hat nichts mit Vernachlässigung zu tun. Setzen Sie sich Grenzen und denken Sie nicht immer „Das mache ich auch noch schnell“. Dann bleibt eben mal was liegen… Wer ständig überfordert und genervt ist, tut weder sich noch seinem Kind einen Gefallen.


  • Tags