How to: E-Learning

So bilden Sie sich online weiter

E-Learning funktioniert unabhängig von Zeit und Ort. Alles, was Sie brauchen, ist ein Computer und Internet. Hier klären wir die sechs wichtigsten Fragen zum Thema.

Trend: E-Learning

Wissen 2.0: So lernt die Next Generation.


Was genau ist E-Learning?

„Man versteht darunter alle elek­tronisch unterstützten Lernangebote“, sagt Hildegard Kaufmann, Leiterin der Produktentwicklung bei WBS Training, einem der größten deutschen Anbieter beruflicher Weiterbildung. Das können Lernprogramme sein genauso wie Apps, die auf den Input des Nutzers reagieren. Eine weitere Möglichkeit: Unterricht in virtuellen Klassenräumen, in die sich Kursteilnehmer von überall zuschalten können. Jeder zweite Deutsche unter 45 Jahren hat sich schon mal auf diese Weise weitergebildet, zeigt eine Studie des Digitalverbands Bitkom. Knapp ein Drittel der Unternehmen – die Deutsche Bahn zum Beispiel oder die Telekom – fördert und fordert die Angestellten mit solchen Angeboten. Mit Ausreden wie „Da kann ich leider nicht“ darf man nicht kommen. Elektronisches Lernen funktioniert unabhängig von Zeit und Ort. 

Was wird angeboten?

Hinter den zum Teil kryptischen Kürzeln verbirgt sich Computer-Based Training (CBT), Web-Based Training (WBT) und Web-Based Video Training (WBVT). Letzteres läuft auch unter dem Begriff Video-Teaching. Je nach Format kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz (nur Computer, Computer plus Internet, Videos etc.). Ein weiterer Begriff aus dem E-Learning-Kosmos: Webinar, also interaktiver Fernunterricht mit elektronischen Medien. Einige Kurse dauern nur ein paar Stunden oder Tage, andere mehrere Monate. Und nicht alle Inhalte werden virtuell vermittelt: Manchmal gibt es zusätzlich Präsenzunterricht, nennt sich dann Blended Learning.

Wie laufen die Kurse ab? 

Einen Computer mit stabiler Internet-Verbindung – mehr braucht man nicht. Eventuell noch Headset, Lautsprecher, Webcam sowie einen zweiten Bildschirm. Je nach Anbieter bekommt man das Equipment geliehen. Manche Kurse haben feste Live-Lernzeiten, bei anderen paukt man im eigenen Tempo. Bei Echtzeittrainings tauscht man sich im virtuellen Klassenzimmer per (Video-)Chat aus. Prüfungen werden entweder online abgelegt oder der ­zuständige Berufs- oder Branchenverband nimmt sie vor Ort ab, zum Beispiel die Industrie- und Handelskammer (IHK).

Für wen eignet sich das? 

Besonders praktisch ist E-Learning für Mütter und Väter, die sich zu Hause weiterbilden wollen. Auch wer auf dem Land lebt und weite Wege hat, profitiert davon. Ob ein Kurs am Ende den gewünschten Erfolg bringt, hängt davon ab, wie diszipliniert man ist. Sich zu motivieren gelingt meist leichter, wenn die Schulung interaktiv und multimedial aufgebaut ist.

Wo findet man gute Anbieter?

Neben öffentlichen Bildungs­einrichtungen wie den Volkshochschulen existieren private Anbieter wie etwa die Haufe Akademie, das Institut für Berufliche Bildung (IBB) oder WBS Training. In den letzten Jahren sind zahlreiche Start-ups und E-Learning-Plattformen wie Lecturio, Edudip oder Pink University hinzugekommen. Allein in diesem Jahr werden damit weltweit 46,67 Milliarden Dollar umgesetzt. Besonders gefragt sind Apps zum Sprachenlernen. Expertin Hildegard Kaufmann rät, sich die Arbeitsmaterialien anzusehen und darauf zu achten, wer der Trainer ist. Genauso wichtig: eine Probe­stunde absolvieren, bevor man einen Kurs bucht.

Und die Kosten? 

Die Preise variieren. Manche Anbieter verlangen 100 Euro für ein Video-Training, andere 1000. Am teuersten ist ein Masterstudium (25 000 Euro). Wer unter 35 ist, kann BAföG beantragen. Auch die Arbeitsagentur bezuschusst unter bestimmten Voraussetzungen eine Weiterbildung, und manchmal ist auch der Arbeit­geber bereit, sich an den Kosten zu beteiligen.
 


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