Lieblingsort: Badezimmer

Heilbäder

Zwischen Beauty-Oase und Experimentierküche: Badezimmer sind die heimlichen Helden unter den Wohnräumen. Denn hier geschieht Magisches, von der Morgentoilette bis zum Saunagang. Vier Hausbesuche.

Veröffentlicht am 04.01.2017
Das Badezimmer von Carolin Sangha.

Patina erwünscht: Goldene Armatguren verleihen indischen Charme.


Ala Zander, 42, Inhaberin der PR-Agentur „Stilart“

Mein Bad

„Marmor, Teak und eine Sauna mit Alpenblick – mein Vermieter hat hier seine Junggesellenträume ausgelebt. Ich mag das maskuline, geradlinige Ambiente.“

Mein Ritual

„Extrem wichtig: eine Badewanne. Morgens 30 Minuten im fast kochend heißen Wasser liegen, anschließend zwölf Pflegeschritte – mein perfekter Start in den Tag. Leider lässt der Terminplan das nicht immer zu.“

Meine Lieblingsprodukte

„Meine Agentur betreut mehr als 30 Beauty-Firmen. Neuheiten teste ich selbstverständlich persönlich. Das erklärt, warum ich 80 Produkte im Bad habe. Meine Leidenschaft gehört Ölen. Mein Spleen: Ich kippe – egal, wie die Dosierungsangabe lautet, grundsätzlich eine halbe Flasche Öl ins Badewasser.“

Ala Zander in ihrem Badezimmer.

Ala Zander liebt ein geradliniges Ambiente im Bad.


Bettina Herholz, 48, Event-Organisatorin

Mein Bad

„Ist für mich eine Experimentierküche, in der ich stundenlang Düfte, Nagellacke und Schmuck ausprobieren kann.“ Das Besondere „Ich habe immer Wert auf Dekor gelegt, sogar als Studentin, als mein Bad eigentlich nur aus einem Waschbecken bestand. Die antiken Wandleuchter stammen aus London, die Aktzeichnung vom Flohmarkt, und natürlich muss hier auch eine Marienstatue stehen. Durch kleine, überraschende Elemente wird das Bad zum Wohnraum mit Wunderkammercharakter.“

Meine Lieblingsprodukte

„Düfte in den unterschiedlichsten Varianten. Zurzeit mag ich Duftkerzen mit Granatapfel, Feige oder Zimt.
Mein Lieblingsparfum: ,Amour Nocturne‘ von L’Artisan Parfumeur – mit Weihrauch.“

Extra-Tipp

„Unser Bad misst fünf Quadratmeter, aber es wird alle zwei Jahre vollkommen neu dekoriert. Und eine andere Wandfarbe, dazu passende Handtücher. Diese Arrangements kosten nicht viel, verändern aber den Look komplett.“

Bettina Herholz in ihrem Badezimmer.

Antikes und Schmuck machen das Badezimmer von Bettina Herholz zu einer Wunderkammer.


Carolin Sangha, 53, Kreativdirektorin

Das Bad

„Durch das Oberlicht ist der Raum sehr hell. Außerdem ist unser Bad immer aufgeräumt; Föhn, Deos und Shampoos verstaue ich in der Schublade unter dem Waschbecken – das schafft zusätzlich Ruhe.“

Das Besondere

„Ich bin in Indien aufgewachsen, die Messingdetails erinnern mich daran. Besonders hänge ich an einer Schale, in der ich Wattepads aufbewahre. Meine Großmutter nutzte sie als Wassergefäß und trug sie immer bei sich.“

Armaturen einer Badewanne aus Messing.

Die Schale aus Messing strahlt indischen Charme aus.


Meine Lieblingsprodukte

„Ich benutze jeden Tag das ,Damascan Rose Facial Treatment‘ von Aesop, weil es so herrlich nach Rose duftet und die Verpackung so stylish ist. Aus Kerala habe ich Kokosöl mitgebracht, das ich für den Körper und die Haare verwende.“

Extra-Tipp

„Man braucht keine speziellen Badezimmermöbel! Viel gemütlicher sind Sitzgelegenheiten oder Kacheln, die auch in anderen Räumen zum Einsatz kommen könnten.

Carolin Sangha in ihrem Badezimmer.

Carolin Sangha liebt Messingdetails im Badezimmer.


Renate Schrems, Inhaberin von Sévigné-Schmuck

Das Bad

„So fantasievoll wie mein Schmuck ist auch mein Bad. Die langweiligen Kacheln habe ich unter einer wasserabweisenden Tapete versteckt und zusätzlich einen Fries aus Gipsmuscheln angeklebt. Der antike Krokodilkopf und die Schmetterlingsdosen spiegeln meine Leidenschaft für die Natur wider. Ich arrangiere alles immer wieder neu.“

Mein Ritual

„Ich genieße es, morgens Badesalz von L:A Bruket in die Wanne zu schütten, im warmen Wasser zu liegen und dann noch einmal kurz ins Bett zu schlüpfen. Echter Luxus!“

Meine Lieblingsprodukte

„Ich schwöre auf die ‚Dragon’s Blood‘-Pflegeserie von Rodial. Bei Düften greife ich natürlich auf Sévigné zurück – oder gehe mit einem Patchouli-Bergamotte-Badeschaum fremd.“

Extra-Tipp

„Nicht lange mit der sanitären Einrichtung aufhalten, lieber auf Details setzen, damit das Auge etwas zu entdecken hat.“

Renate Schrems in ihrem Badezimmer.

Die Muschelsucherin: Renate Schrems liebt Fundstücke aus der Natur.