Lieferdienste im Test

Call a Dinner

Lieferdienste wie Deliveroo und Foodora bringen jetzt „richtiges“ Essen aus dem Restaurant direkt nach Hause. Wie das läuft und ob es auch schmeckt? Ein Test.

Veröffentlicht am 01.01.2017
Ein Mann liefert Essen aus.

Die neuen Lieferdienste: Essen zu bestellen war noch nie so leicht.


Mit der üblichen Pizza im Pappkarton haben Foodora und Deliveroo nichts zu tun. Beide bringen „richtiges“ Essen aus Restaurants, die keinen eigenen Lieferservice haben, bis vor die Haustüre. Die Websiten sind ähnlich aufgemacht: Aus einer Liste (bei Foodora etwas umfangreicher und einen Tick exklusiver) wählt man sein Lokal bzw. sein Essen – und stößt auf viele alte Bekannte. Kein Zufall, denn damit das Essen nicht kalt ist, wird im im Radius von zwei, maximal drei Kilometern geliefert. Abgerechnet wird per Kreditkarte, bei Deliveroo kann man auch das Trinkgeld für den Fahrer mitbezahlen.

Bei Foodora bestellen wir von einem Libanesen. Exakt 30 Minuten später steht der junge Mann mit der pinkfarbenen Box vor der Tür. Das Kafta BBQ Sandwich ist mittelwarm, das Hauptgericht, Shawarma Veal, leider nur lauwarm. Auf dem Fleischragout liegen müde ein paar Pommes. Leider kein Volltreffer. Der Hummus ist okay, die Portion mächtig; aber aus Sorge, dass die Hauptspeise ganz kalt ist, essen wir ihn als Nachtisch. Mit Lieferung (2,90 Euro) bezahlen wir 32,20 Euro. Auf dem Tisch stapeln sich die Verpackungen. Autsch, das kostet ein paar ökologische Karmapunkte, obwohl das Essen per Rad geliefert wird.

Neuer Anlauf bei Deliveroo: Wir bestellen beim Vietnamesen, einmal Huhn-, einmal Rindercurry. Das Essen kommt knallheiß an – und schmeckt wie bei unserem Lieblings-Vietnamesen. Wir zahlen 22,30 Euro (Lieferung 3,50 Euro) und sind etwas versöhnter mit dem Thema.

Fazit: Bei schlechtem Wetter und leerem Kühlschrank (und Magen) eine ganz gute Option. Ansonsten ist ein Spiegelei auf Brot auch eine gute Sache.