Fitness-Tracker

Mein digitaler Trainer

Ein Technik-Trio das fit macht? Die „Healthbox“ gilt als der David Kirsch unter den digitalen Personal Trainern. Unsere Autorin hat sie ausprobiert.

Sollen Bewegung ins Leben bringen: Fitness-Tracker.


Spiegel und Jeans sind sich ein paar Monate nach der Geburt meines Sohnes einig: Da passt was nicht. Dass man beim Stillen abnimmt, hat mein Körper leider nicht mitbekommen. Schon klar, als junge Mutter muss ich nicht abnehmen. Aber ich möchte. Die „Healthbox“ des Sportausstatters Under Armour gilt als der David Kirsch unter den digitalen Personal Trainern. Die drei Tools zur körperlichen Optimierung kommen in einer eleganten roten Schachtel und sollen Bewegung in mein Leben bringen: Armband, Brustgurt, Körperfettwaage, dazu die „UA Record“-App, in der alle Daten zusammenfließen. 

App aufs Smartphone laden, Geräte via Bluetooth verbinden, fertig. Schritt zwei bringt mich schon eher ins Schwitzen: der Realitäts-Check auf der Waage. Mein Gewicht soll dreistellig sein?! Dann sehe ich: falsche Maßeinheit. Die App korrigiert die Zahl in Kilogramm – und ich bin beruhigt: nur ein paar Prozent von einem gesunden Körperfettanteil entfernt. 

Mithilfe der App lege ich meine Ziele fest: Gewicht vor dem Kind, mehr Bewegung, täglich eine Sporteinheit und acht Stunden Schlaf. Was ich wirklich davon schaffe, petzt der Tracker am Handgelenk rund um die Uhr. Zusätzlich zeichnet der Brustgurt meine Herzfrequenz und Trainingsintensität auf. Ich staune, wie schnell einen der Ehrgeiz packt. Beim Warten auf den Bus schiebe ich den Kinderwagen hin und her, weil jede Aktivität zählt. Wenn der Tracker vibriert und mahnt „Es ist schon 60 Minuten her, dass du dich bewegt hast“, stehe ich sofort auf. Morgens checke ich, wie lange und gut ich geschlafen habe, nämlich durchschnittlich sieben Stunden pro Nacht. Die Balken für die Schlafqualität liegen wegen der nächtlichen Still-Unterbrechungen erwartungsgemäß nur im mittleren Bereich. Zum Ausgleich tippe ich auf das Yoga-Zeichen am Armband und übe den Sonnengruß. Sportarten erkennt der Tracker, anders als viele Konkurrenzprodukte, leider nicht automatisch. Ein weiteres Manko: Mit der Basisversion der App kann man seine Kalorienzufuhr nur schätzen (wenig, mittel, viel) – viel Raum zum Schummeln! 

Immerhin, nach zwei Wochen habe ich zwei Prozent weniger Fett und fühle mich muskulöser, auch wenn die Waage bei der Muskelmasse keinen Unterschied zeigt. Um mich selbst noch mehr zu motivieren, könnte ich mithilfe einer Zusatz-App (im ersten Jahr kostenlos) meine Ergbnisse mit denen von Freunden vergleichen, Lebensmittelnährwerte per Barcode-Scan ermitteln und mich von Bildern der Community inspirieren lassen. Brauch ich alles nicht! Spiegel und Jeans sind Motivation genug – und funktionieren herrlich analog.

Das „Healthbox“-Set besteht aus einer Körperfettwaage, einem Brustgurt und einem Tracker. Von Under Armour, 450 Euro.



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