Mut zur Leidenschaft

„Man muss dafür brennen, was man tut“

Saralisa Volm schaffte es von der Autodidaktin zur erfolgreichen Regisseurin und Produzentin in nur elf Jahren. Was ihr Lebensweg beweist: Wer für Dinge brennt, kann viel erreichen.

Veröffentlicht am 19.09.2017

Den eigenen Weg gehen (oder fliegen) gibt innere Stärke.


Sie ist Regisseurin, Schauspielerin, sie hat drei Kinder – und eine eigene Produktionsfirma. Kürzlich hatte ihr Film „Fikkefuchs“ beim Münchner Filmfest seine viel beachtete Premiere (ab 16.11. im Kino), nächstes Frühjahr will Saralisa Volm ihr erstes Kinderbuch herausbringen. Und es klingt trotzdem fast mühelos, wenn die 32-Jährige sagt: „Man muss dafür brennen, was man tut.“ Ist das wirklich alles? Ist das tatsächlich das Geheimnis ihrer Energie?

Schon als Neunjährige wusste sie, dass sie „auf jeden Fall“ Schauspielerin werden und Geschichten erzählen will – vor und hinter der Kamera. Dieses Ziel hat sie nie aus den Augen verloren. Machte den Bachelor in Philosophie und Kunstgeschichte, zog von Bad Tölz nach Hamburg, weil sie dort den Einstieg in die Filmwelt schaffen wollte – und bekam ihre erste Rolle durch einen irrwitzigen Zufall: Kultregisseur Klaus Lemke castet oft Laien, ausgerechnet Saralisa Volm fällt ihm in einer Filiale von H&M auf. Er spricht sie an. Und wo andere zögern und zweifeln würden, macht sie einfach.

Diese Entschlossenheit ist typisch für die Filmbesessene. Es reizt sie, „dorthin zu gehen, wo einem die Angst auflauert, und sie dann zu überwinden“. Das ist wie eine große Forschungsreise ohne Plan B, sie kann nicht anders. Deshalb empfindet sie es auch nicht als mutig, dass sie ständig Grenzen überschreitet, um etwas zu erreichen. „Natürlich stürze ich als berufstätige Mutter von einer Krise in die nächste.“ Immer geht etwas schief, mal ist ein Kind krank, mal verschläft ein Schauspieler, mal fährt der Praktikant das Auto gegen die Laterne.“ Und es sei klar, dass dabei auch immer etwas zu kurz kommt: „Ich habe nie das Gefühl, etwas 100-prozentig zu machen.“

Saralisa Volm ist der kreative Kopf ihrer Projekte, die Managerin, Buchhalterin, Antreiberin – und lebt in ständiger finanzieller Unsicherheit. Umso wichtiger ist es, dass sie Verbündete hat. Denn ohne Mitstreiter, ohne Familie, Freunde, die ihre Leidenschaft teilen und mittragen, würde dieses Lebensmodell nicht funktionieren. Sie hat gelernt, Prioritäten zu setzen, damit die Energie nicht verpufft. Weil es um mehr geht, als nur um das eigene Ego: „Man tritt ja nicht nur für sich ein, sondern für eine Sache, an die man glaubt.“

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