Finanzfrage der Woche

Riester-Vertrag kündigen?

Ab sofort beantworten wir auf myself.de jede Woche eine spannende Finanzfrage. Dieses Mal: Soll man den Vertrag lieber kündigen, man liest so viel Negatives?

Veröffentlicht am 17.08.2017
Frau mit Geldmünzen.

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Bloß nicht! Wenn Sie Ihren Vertrag kündigen, müssen Sie nicht nur Zulagen und eventuell gewährte Steuervorteile zurückzahlen. Auch machen Sie Verluste, weil Sie die Kosten des Vertrages nicht erstattet bekommen. Das kann teuer werden. Vor allem bei den Klassikern unter den Riester-Verträgen, den Versicherungslösungen, fallen hohe Abschlusskosten an.

Verbraucherschützer sind zudem der Meinung, dass Riester-Verträge besser sind als ihr Ruf. Die geförderte Altersvorsorge deckt einen Teil der Lücke, die die Rentenreform 2001 gerissen hat. Je nach Vertrag sind die Rendite-Aussichten zwar nicht üppig, aber Sie erhalten – anders als bei anderen Sparformen – Zulagen und eventuell Steuervergünstigungen vom Staat. Zudem sind die eingezahlten Beiträge garantiert.

Wenn Sie noch keinen Vertrag abgeschlossen haben: Trauen Sie sich zu, per Fonds- oder ETF-Sparplan konsequent über Jahrzehnte für die Rente anzusparen? Wenn nicht: Denken Sie über einen Riester-Vertrag nach. Alleinerziehende, Familien mit Kindern oder Bezieher von Einkommen über 40.000 Euro profitieren besonders von der staatlichen Unterstützung. Lassen Sie sich gut beraten, welche Vorsorgeform zu Ihnen passt.

Weitere Informationen finden Sie auf herMoney.de/Riester