Nachtpflege-Expertin Jessica Hoyer

Ziemlich aufgeweckt

Aroma-Öl trifft Nachtcreme: Jessica Hoyer; 36, über ihr neuartiges Pflegekonzept, Fehler bei der Nachtpflege und Schönheitsschlaf.

Veröffentlicht am 26.11.2017
Porträt von Jessica Hoyer.

Nachtpflege-Expertin Jessica Hoyer. 


Frau Hoyer, wie kommt eine Werberin dazu, eine Nachtpflegeserie zu entwickeln?
Ich hatte eine eigene Agentur, war viel auf Reisen und total überarbeitet. Wenn ich morgens aufstand, war ich müde und sah auch so aus. Ich habe meine Mutter, die Aromatherapeutin ist, gefragt, ob sie mir nicht etwas ­mischen kann, damit ich besser schlafe. Das hat mir geholfen. Gleichzeitig war ich auf der Suche nach einer perfekten Nachtpflege, bis mir einfiel, diese zwei Dinge miteinander zu verbinden. So entstand die Idee für eine Kosmetiklinie, die für einen ­gesunden Schlaf sorgt und die Regenerations­prozesse der Haut unterstützt.

Wie funktioniert das konkret? 
Die 13 Produkte teilen sich in zwei Kategorien auf: schlaffördernde und hautpflegende Produkte. Erstere enthalten einen Mix aus Aroma-Ölen. Kurz vor dem Zubettgehen tupft man sich eine kleine Menge des „Sleeping Balms“ hinter die Ohren, unter die Nase oder die Fußsohlen, wo die Öle am besten aufgenommen werden. Bestimmte ­Inhaltsstoffe, die sogenannten Terpene, gelangen über die Nase oder Lungenschleimhaut ins Blut. So können sie direkt wirken. Schon nach einer Woche schläft man besser – und das ist schließlich die Voraussetzung dafür, dass die Haut ihre nächtlichen Erneue­rungsprozesse aktiviert. 

Können Cremes in unruhigen Nächten an Wirkkraft verlieren?
Ja, absolut. Wenn Sie schlecht schlafen, kurbelt die Haut ihr nächtliches Regenerations­programm gar nicht erst an. ­Dadurch wird unter anderem der Feuchtigkeitsverlust, der nachts viermal höher ist als am Tag, nicht ausgeglichen. Da kann man noch so viel cremen. 

Es gibt ja unzählige Pflegeprodukte für die Nacht. Was ist das Besondere an Ihrer Serie? 
Sie vereint effektive Antioxidantien, darunter zum Beispiel hochpotentes Astaxanthin, sozusagen ein grünes Botox. Aber ich bin davon überzeugt, dass ein Wirkstoff allein nicht alles leisten kann. Deswegen wurden verschiedene Wirkstoffe kombiniert, die während des Schlafs am besten funktionieren – in der optimalen Dosis.

Der klassische Fehler bei der Nachtpflege?
Ein nicht auf den Hauttyp abge­stimmtes Produkt zu verwenden und zu viel davon. Besser: das Layering-Prinzip. Lieber zwei, drei Produkte dünn übereinander auftragen als viel von einem. Und keine Cremes mit ­Silikon verwenden. Das hat in einer Nachtpflege überhaupt nichts verloren. 

Wie ist es eigentlich zu dem Namen gekommen: Bynacht? 
Wir produzieren in Deutschland, nur das Glas kommt aus Italien. Dieses „Made in Germany“ wollte ich mit dem Namen transportieren.

Ihr persönlicher Schönheitstipp?
Öfter früher ins Bett gehen!

Bye-bye, müde Haut: Produktserie von Bynacht

  1. Das „Iconic Reborn Radiant Serum“ enthält Hexapeptide 8, die Falten mindern, 185 Euro.
  2. Der „Perfect Nacht Sleeping Balm“ hilft beim Einschlafen, 75 Euro.  
  3. Entknittert: „Nocturnal Signature ­Anti-Age Cream“ mit Astaxanthin, 175 Euro.

Verschiedene Produkte von Bonacht.