Playlist zu Weihnachten

Stihiiille Nacht

Justin Bieber und Britney Spears in allen Ehren. Aber zu Weihnachten wollen wir nur Klassiker hören. Die myself-Redaktion hat ihre Playlist für den Heiligen Abend zusammengestellt.

Falalala

Und was singen Sie?


Stille Nacht, heilige Nacht

Es ist seit Jahrzehnten unser Klassiker unter dem Weihnachtsbaum. Er ist nur gut, wenn er selbst gesungen wird – und nur dann gelungen, wenn beim Wechsel auf das hohe E die größtmögliche Dissonanz entsteht: „Schlaf in himmlischer – Achtung – Ruhuuu!“ Das Tonspektrum der Sänger von Opa bis Enkel umfasst etwa drei Oktaven, die Dissharmonien sind maximal, die Kerzen glänzen, die Tannenzweige biegen sich vor Freude: „Schlahaf in himmlischer – und dann Gottseidank nach unten – Ruuuh.“ Uff, geschafft für dieses Jahr. Unnötig zu erwähnen, dass ich neuerdings Klavier spiele und das Lied irgendwie nie ohne Fehler gelingen will. In diesem Sinne: Alles schläft, einsam wacht ...

Katharina Rieger, Ressortleitung Denken und Fühlen

Driving Home for Christmas

In diesem Lied von Chris Rea steckt so viel Vorfreude, Sehnsucht und Verheißung, da entflammt mein Herz jedes Jahr wie ein opulent dekorierter Weihnachtsbaum. Ich glaube, es hat gar nicht so sehr mit dem Song zu tun, ich mag noch nicht mal den Sänger besonders. Es geht um die Schmonzette, die dabei sofort im Kopfkino anläuft. Die Vorstellung, dass die halbe Welt auf dem Weg nach Hause ist. Hach, nach Hause! In flauschigen Norwegerpullis und mit flauschigen Herzen, den Kofferraum voller hübsch verpackter Geschenke, im Radio läuft, ja, eben, Chris Rea. Es ist leider so trivial. Und ich glaube, es hat mit all diesen fürchterlich kitschigen Spots zu tun, mit denen das wehrlose Herz ab Ende Oktober gnadenlos beschossen wird.

Natascha Zeljko, Stellv. Chefredakteurin

Little Drummer Boy

Mein All-time-Favorit: „Little Drummer Boy“. Gibt es in zig Varianten von Elvis Presley über Perry Como, von John Denver, Nana Mouskouri, Crash Test Dummies und sogar Justin Bieber. Da wird es einem nie langweilig. Aber meine Lieblingsversion ist eindeutig die von Bing Crosby.

Simone Waber, Schlussredaktion

Silent Night

Jahrelang hat meine Mutter mich und meine Geschwister zu Weihnachten mit Mahalia Jackson genervt. Heute verschafft mir ihr „Silent Night“ jedes einzige Mal den ultimativen Gänsehaut-Moment beim Christbaumschmücken. Meine zwei Töchter sagen dazu: „Oh Mama...“ und verdrehen die Augen.

Nina Banneyer, Leitung Bildredaktion

Baby Its Cold Outside

Am Heiligabend läuft, seit ich denken kann, zuverlässig die immer selbe CD. Nämlich: „Christmas with The Rat Pack“. Damit bin ich aufgewachsen, das gehört dazu wie Plätzchen, Christbaum und Mette. Den Song von Johnny Mercer und Margaret Whiting klingt einfach so zuckersüß und irre charmant: Seine Überredungsversuche, die Angebetete zum Bleiben zu bewegen und ihre halbscharigen Ausflüchte… einfach entzückend! Bei dieser Musik (und alten Billy-Wilder-Filmen) würde ich mich am liebsten sofort in die Fifties beamen lassen.

Tanja Krause, Assistenz und Leserservice

Petit Papa Noël

Ohne „Petit Papa Noël“ von Tino Rossi ist nicht Weihnachten. Ich höre die Originalaufnahme von 1946, klassisch französisch, weil meine Mutter Französin ist und wir Weihnachten auf ihre Art feiern. Die Geschenke werden also erst am 25. Dezember geöffnet. Früher hatten wir eine Kassette mit Weihnachtsliedern, ich erinnere mich an den Umschlag mit einem Bild vom Weihnachtsmann und seinen Rentieren, künstlerisch frei umgesetzt von meiner damals dreijährigen Schwester. Letztes Jahr, nach über 30 Jahren, haben wir diese Kassette in Rente geschickt (gezwungenermaßen, weil von uns niemand mehr einen Kassettenrekorder besitzt). Wir haben das alte Band auf CD gebrannt – mitsamt dem alten Knacken und Rascheln. Der perfekte Soundtrack zum Baumschmücken.

Caroline Caesar, Stv. Leitung Bildredaktion

Noëls d'autrefois

Als das Album „Christmas in Vienna III“ 1994 von Placido Domingo, Charles Aznvour und Sissel Kirkjebø aufgenommen wurde, war ich gerade mal drei Jahre alt. Und seit ich denken kann (also vermutlich, seit ich drei bin), ist Weihnachten immer dann, wenn ich diese Lieder höre. Unbeschreiblich festlich, vor allem der zweite Titel „Noëls d'autrefois“ von Charles Aznavour, zusammen mit dem Wiener Opernkinderchor und den Wiener Symphonikern. Gänshaut.

Pia Wermuth, Bildredaktion

Lied vom guten Kameraden

Jedes Jahr spielt die Tölzer Blaskapelle Weihnachtslieder auf dem Waldfriedhof in meinem Heimatort, Klassiker wie „Stille Nacht“ und „Ave Maria“, die mir viel bedeuten. Meine Oma und mein Opa liegen auf diesem Friedhof begraben und seit ich klein bin, begleite ich meinen Vater jedes Jahr dorthin. Wenn es dann gegen halb Fünf dunkel wird – und irgendwie doch nicht, weil meistens viel Schnee liegt und hunderte kleine Kerzen in der klaren, kalten Winterluft zittern –, und die Kapelle dann das „Lied vom guten Kameraden“ anstimmt, stehen wir eine halbe Stunde still nebeneinander. Dann geht es nachhause zum Essen. Ohne diesen Besuch und die Musik dazu ist Weihnachten für mich nicht Weihnachten.

Cornelia Haff, Ressortleitung Living & Entdecken

Il est né le divin enfant

Hat mein Vater immer mit mir gesungen, als ich noch ein Winzling war. Liebe es bis heute.

Sylvie Wallecan, Managing Editor

Have Yourself a Merry Little Christmas

Insgeheim weiß jeder, dass ich am 24. morgens zu Mariah Careys „All I Want For Christmas“ restalkoholisiert den Christbaum mit Kugeln bewerfe (= schmücken) und mit quietschendem Falsettstimmengeschleife über quasi vier astreine Oktaven meiner Mutter beweisen will: Gesangsunterricht hat sich ausgezahlt. (Bereitet ihr jedes Jahr mehr Kopfweh, als meinem verkaterten Schädel, was wiederum Einstellungssache ist.) Wenn es dann in unserem Allgäuer Holzhäuschen dunkel wird, das Kaminfeuer knackt und mein Vater feierlich den (aufs Schönste geschmückten) Baum erleuchtet, gibt es bei uns keine Musik. Nur Stille und ein Gebet. Dann summe ich in Gedanken Judy Garlands Zeilen: „Have yourself a merry little Christmas / Let your heart be light / From now on, our troubles will be out of sight.“ Und weiter: „Through the years we all will be together / If the fates allow / So hang a shining star upon the highest bough /And have yourself a merry little Christmas now.“ Dann ist Weihnachten.

Sarah-Maria Deckert, Ressortleitung Wahres Leben


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