Private Sorgen im Job

Wenn die Konzentration flöten geht

Schwierige Zeiten macht jeder mal durch. Da kann es passieren, dass man nach einer Scheidungs-Schlammschlacht nicht ganz bei der Sache ist, auch im Job. Aber wie lange ist das okay?

Veröffentlicht am 18.10.2017


Eine Mitarbeiterin lässt sich scheiden, eine Schlammschlacht, wie man hört. Nur: Seit einem halben Jahr ist sie im Job nicht bei der Sache. Einmischen?

Solche Zeiten kennt jeder. Schließ­lich kann man das Private nicht immer komplett ausblenden. Klare Strukturen und Ansagen können hel­fen, sich wieder auf den Job zu fokus­sieren. Heißt konkret: Übertragen Sie ihr Aufgaben, die leicht umzusetzen sind, prüfen Sie die Ergebnisse und geben Sie ihr ehrliches Feedback.

Setzen Sie sich dafür ein Zeitfenster von zwei, drei Monaten. Hat sich dann immer noch nichts geändert, sollten Sie Konsequenzen ziehen. Waren Sie mit ihrer Leistung nie son­derlich zufrieden? Dann scheuen Sie sich nicht, sie abzumahnen, damit der Ernst der Lage deutlich wird. Kennen Sie die Mitarbeiterin hingegen als zuverlässig und motiviert, könnten Sie mit ihr über eine Zwischenlösung sprechen, etwa eine Teilzeitphase oder ein Sabbatical. So kann sie ihr Leben in Ruhe neu sortieren.