Rezepte mit Ei

Yes, Ei can!

Es muss ja Gründe geben, wieso jeder Deutsche pro Jahr rund 235 Eier isst. Wie wäre es mit diesen hier? Die leckersten Rezepte mit Ei.

Gefüllter Eierkarton.

Machen lange satt und sind schnell zubereitet: Eier.


Rührei

Für 4 Portionen – pro Portion 160 bzw. 234 Kalorien

Zutaten:

4 große Eier
2 EL kalte Butter
Cayenne­pfeffer
Salz
60 ml Sahne
2-4 TL Caviar

Zubereitung:

Eier und 1 1/2 EL Butter in einer kleinen Kasserolle aufschlagen, mit Cayennepfeffer und Salz würzen. Bei mittlerer Hitze garen, dabei ständig sanft mit einem Schneebesen rühren (auch am Topfboden und -rand), bis die Eimasse zu stocken beginnt, aber noch feucht und glänzend ist (3 bis 4 Minuten).

Falls die Masse am Boden klebt, vom Herd ziehen, etwa 30 Sekunden weiterschlagen, dann wieder auf den Herd stellen. Vom Herd nehmen, restliche Butter dazugeben und schlagen, bis sie geschmolzen ist. Mit Salz abschmecken, auf kleine Förmchen oder leere Eierschalen aufteilen. Nach Belieben Sahne halb steif schlagen, mit dem Caviar auf die Eier setzen.

Rührei mit Caviar-Topping.

Rührei mit Caviar-Topping.


Käsesoufflé

Für 6 Portionen – pro Portion 390 Kalorien

Zutaten:

2 EL zimmerwarme Butter für die Förm­chen
4 EL fein geriebener Parmesan
3 EL kalte Butter
3 EL Mehl
200 ml Voll­milch
50 ml Weißwein
200 g ge­riebener Gruyère
1 Prise Muskat
Salz
Pfeffer aus der Mühle
4 große Eier

Zubereitung:

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Förmchen mit warmer Butter ausstreichen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stellen. 2 EL Parmesan in die Förmchen streuen, 20 Minuten abkühlen lassen.

Für die Béchamelsauce 3 EL Butter in einer kleinen Kasserolle bei mittlerer Hitze schmelzen. Mehl dazugeben, unter ständigem Rühren 30 Sekunden anschwitzen. Milch und Wein angießen, Hitze erhöhen und aufkochen, dabei ständig rühren. Restlichen Parmesan und die Hälfte vom Gruyère dazugeben. Rühren, bis der Käse geschmolzen ist. Muskat dazugeben, salzen und pfeffern, vom Herd nehmen, mit Küchenfolie abdecken, beiseitestellen.

Eier trennen, Eigelb beiseitestellen, Eiweiß in einer großen Schüssel mit 1 Prise Salz 3 bis 4 Minuten schaumig (nicht steif!) schlagen. Eigelb in die Béchamelsauce rühren. Vorsichtig ein Viertel der Eiweißmasse in die Sauce rühren, um sie zu lockern, restliches Eiweiß vorsichtig unterheben.

Soufflémasse auf die Förmchen verteilen, restlichen Gruyère darüberstreuen. Innenseite der Förmchenränder säubern. Soufflés im vorgeheizten Ofen 18 bis 22 Minuten backen, bis der Käse goldbraun ist, die Soufflés aufgegangen und in der Mitte fest sind. Sofort servieren.

Käsesoufflé.

Luftiküsschen: Käsesoufflé.


Pochiertes Ei

Für 2 Portionen – pro Portion 95 Kalorien

Zutaten:

4 EL weißer Branntweinessig
2 große Eier
Meersalz (z. B. von Maldon)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Essig auf zwei Schälchen verteilen. Je ein aufgeschlagenes Ei in den Essig geben (Eigelb nicht verletzen), kurz schwenken. Wasser in einem großen hohen Topf aufkochen. Mit einem Schneebesen rühren, bis ein kreisförmiger Strudel entsteht. Ein Ei samt Essig knapp über dem Wasser in die Mitte gleiten lassen, am Topfrand vorsichtig weiterschlagen, bis das Wasser wieder kocht (das Eiweiß sollte sich ovalförmig um das Eigelb legen).

Sobald das Wasser wieder kocht, Temperatur reduzieren (mittlere Hitze) und das Ei 2 Minuten im siedenden Wasser ziehen lassen, dabei ständig rühren. Ei mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Eventuell mit einer Küchenschere fasrige Eiweißränder entfernen.

Vorgang mit dem zweiten Ei wiederholen (bei mehr als 2 Eiern das Wasser erneuern). Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lässt sich auch ein Tag im Voraus zubereiten: Pochiertes Ei im Eiswasser abschrecken, abkühlen und abtropfen lassen, abdecken. Zum Erwärmen 1 Minute in siedendem Wasser ziehen lassen.

Pochiertes Ei auf Toast.

Pochiertes Ei auf Toast.


Carbonara

Für 4 bis 6 Portionen – pro Portion 970 bzw. 645 Kalorien

Zutaten:

120 g Pancetta (luftgetrockneter Bauchspeck)
7 große Eigelb
1 großes Ei
500 g Rigatoni
Salz
200 g frisch geriebener Pecorino oder Parmesan
je 1/2 bis 1 TL grüner und rosa Pfeffer
1/2 TL weißer Pfeffer (ersatzweise schwarzer Pfeffer aus der Mühle)

Zubereitung:

Pancetta fein würfeln, in einer Pfanne unter ständigem Rühren ca. 5 Minuten anbraten, bis das Fett ausgelassen, der Speck aber noch nicht braun ist. Durch ein Haarsieb gießen. Speckwürfel in einer großen Schüssel leicht abkühlen lassen, 1 TL davon beiseitestellen. Eigelb und Ei dazugeben und aufschlagen.

Rigatoni in ausreichend Salzwasser nach Anweisung al dente kochen. Grünen, rosa und weißen Pfeffer im Mörser zerstoßen. Nudeln abgießen, 200 ml Nudelwasser zurückbehalten. Nudeln mit 2 EL Nudelwasser und 1 TL Speckwürfel unter die Eimischung heben, schwenken, dabei nach und nach 120 g Pecorino, verteilt auf 3 Portionen, hinzufügen, weiterschwenken. Pfeffermischung (oder 2 EL schwarzen Pfeffer) dazugeben und schwenken, bis die Sauce andickt, eventuell esslöffelweise noch Nudelwasser dazugießen. Nochmals abschmecken. Mit restlichem Käse servieren.

Pasta Carbonara.

Der Pasta-Klassiker: Carbonara.


Auf Eis gelegt

Wohin mit dem ganzen Eiweiß, das bei Carbonara übrig bleibt? Nicht wegwerfen, sondern einfrieren. Eiweiß in Eiswürfelgitter gießen, die gefrorenen Würfel in luftdichte Behälter füllen – halten bis zu einem Jahr. Klappt auch mit Eigelb.

Eiweiß wird in eine Eiswürfelform gegossen.

Übriges Eiweiß nicht wegwerfen, sondern einfrieren.


Aïoli

Für etwa 250 g – Insgesamt 1160 Kalorien

Zutaten:

1 großes Eigelb
1 Knoblauchzehe
Salz
je ca. 60 ml Traubenkern- und feinstes Olivenöl
Cayennepfeffer
Saft von 1/2 Zitrone
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Eigelb, fein gehackten Knoblauch, Salz und zwei TL Wasser in einer Metallschüssel mit dem Handmixer aufschlagen. Zunächst tröpfchenweise Traubenkernöl dazugeben, bis die Mayonnaise dicklich emulgiert.

Olivenöl in feinem Strahl hinzufügen, dabei ständig weiterschlagen. Cayennepfeffer einrühren, mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken.

Aïoli im Töpfchen.

Ran ans Töpfchen: Selbstgemachte Aïoli zum Dippen.


Karamellflan

Für 12 Portionen – pro Portion 170 Kalorien

Zutaten:

130 g Zucker
2 große Eier
375 ml Sahne
125 ml Milch
1 1/2 TL Vanilleextrakt

Zubereitung:

Ofen auf 160 Grad vorheizen. 55 g Zucker und 2 EL Wasser in einer schweren Pfanne unter ständigem Rühren goldbraun karamellisieren (5 bis 6 Minuten), sofort vom Herd nehmen, zügig auf 12 Flanförmchen (inkl. Ränder) verteilen, fest werden lassen.

Restlichen Zucker und Eier aufschlagen, Sahne, Milch und Vanille dazugeben, alles auf niedrigster Stufe miteinander aufschlagen, sodass möglichst wenig Luftbläschen entstehen. Stehen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat, durchrühren, durch ein Haarsieb gießen. Förmchen in eine Saftpfanne stellen. Flanmasse auf die Förmchen verteilen, heißes Wasser in die Pfanne gießen, bis die Förmchen knapp zur Hälfte bedeckt sind, abdecken. Im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad 25 Minuten garen, Pfanne umdrehen, weitere 25 Minuten garen, bis der Flan fest ist, der Kern aber auf Rütteln noch reagiert.

Förmchen in der Saftpfanne 30 Minuten auskühlen lassen. Aus der Pfanne nehmen, komplett auskühlen lassen. Mit Folie abdecken, über Nacht kalt stellen. 10 Minuten vor dem Servieren bei Zimmertemperatur stehen lassen. Auf Teller stürzen.

Karamellflan.

Süße Versuchung: Karamellflan.


Text: Carla Lalli Music; Deutsche Bearbeitung: Barbara Schulz. 


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