Frauen richtig beschenken

Schenkt uns Schmuck!

Na, Männer, mal wieder auf der verzweifelten Suche nach dem richtigen Präsent für die Liebste? Dabei ist es doch eigentlich ganz leicht, uns Frauen zu beschenken.


Liebe Männer, ihr sagt ja immer, wir Frauen seien kompliziert. Wir geben uns emanzipiert, sind aber beleidigt, wenn ihr uns nicht die Tür aufhaltet. Wir müssen alles ausdiskutieren, und zwar auch um drei Uhr morgens im Schlafzimmer. Und wehe, ihr kommt mit dem falschen Olivenöl nach Hause. Mag ja alles sein. Aber in einem Punkt sind wir wirklich easy: Nichts ist leichter, als uns eine Freude zu machen. Mit Schmuck. Frauen lieben Schmuck – zumindest die meisten. Schon Neandertalerinnen legten sich Halsketten aus Zähnen und Muscheln um. Im alten Ägypten dekorierten sich Damen mit kragengroßen, juwelenbesetzten Colliers (Statement-Schmuck!). Die Frauen der Massai mögen üppige, klimpernde Ohrgehänge und an den
 Mayas funkelten Edelsteine in Jadegrün.


Frauen und Schmuck, das ist ein Bündnis für die Ewigkeit. Schmuck geschenkt zu bekommen ist ein Kompliment, zu dem wir niemals Nein sagen würden. Klar sind wir selbstbewusst und wissen, was wir wollen. Bewundern und verehren dürft ihr uns trotzdem. Memo an den praktisch denkenden Mann: Ein „Thermomix“ oder ein Bungee-Jumping-Gutschein unterm Weihnachtsbaum fühlt sich nicht nach Begehren an. Denkt an die Episode aus dem Film „Tatsächlich … Liebe“. Firmenchef Harry hat seine Ehefrau Karen schon so lange
einfallslos beschenkt, dass sie an Weihnachten nur noch mit dem obligatorischen Wollschal rechnet. Bis sie in seiner Jackentasche eine goldene Kette mit Herzanhänger findet – um an Heiligabend festzustellen, dass sie für Harrys seraphische Sekretärin Mia gedacht ist. Karen bekommt eine Joni-Mitchell-CD. Es ist, sorry, die größtmögliche Demütigung. Denn ein Mann, der einer Frau Schmuck schenkt, ist ein Mann, der eine Frau gern anschaut. Und im besten Fall ist es die eigene.


Feiner Schmuck betont das Gesicht wie ein Goldrahmen ein Gemälde. Funkelnde Ohrringe oder ein schillerndes Collier – das bringt jede Frau zum Strahlen. Und hat tausend Vorteile: Man braucht keine Traumfigur, Ohrringe passen immer, Schmuck kommt nicht aus der Mode – anders als Kleider und Schuhe, die kaufen wir uns lieber selbst.
 Es geht bei diesem Geschenk allerdings nicht nur um uns. Nein, wer einen Ring mit einem Smaragd oder Creolen aus Weißgold verschenkt, der bekommt das Image des weltgewandten, großzügigen Connaisseurs on top. So wie Richard Burton, der seine juwelenbesessene Liz zum 40. Geburtstag mit dem sagenhaften, herzförmigen Taj-Mahal-Diamanten überraschte und witzelte: „Ich hätte ihr lieber das Taj Mahal gekauft, aber der Transport wäre zu teuer gewesen.“


Natürlich könnt ihr mit Schmuck auch viel falsch machen, indem ihr uns den falschen kauft. Habt ihr deshalb solche Hemmungen? Dann lasst euch doch helfen. Wir liefern ständig Hinweise, beim Schaufensterbummel vor Tiffany, beim Blättern durch Magazine. Man muss nur richtig hinhören. Oder fragt uns direkt.


Ach ja, mein Lieber, falls du das liest: Ich wünsche mir zu Weihnachten die schönen grün-schwarzen Kugelohrringe von Marni. Du weißt schon … 


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