Sport mit Wohlfühlfaktor

Feel-good-Fitness

Von Bungee Fitness über Standing Pilates bis Soulcycle: Diese fünf neuen Sportarten machen fit – und glücklich

Veröffentlicht am 18.08.2017

Trainieren mit Hochgefühl – sorgt dafür, dass man länger am Ball bleibt.


Bungee-Fitness: fantastisch elastisch

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Schlingenseile des „4D Pro“ kaum von herkömmlichen TRX-Bändern – allerdings haben sie die Power eines Bungee-Seils. In den USA ist die Sportart bereits ein Hit. Man trainiert dabei fast schwerelos und verbrennt pro Stunde bis zu 600 Kalorien. Je nach Übung werden entweder die Arme, Beine oder Taille in die Schlinge gesteckt und Sprints auf der Stelle, Squats oder Liegestütze ausgeführt. Durch den Widerstand der Federkräfte sind die Übungen extrem intensiv und gelenkschonend, sie aktivieren zudem die Rumpf- und Gesäßmuskeln. Die Idee stammt übrigens aus Deutschland: Der Göttinger Arzt Dr. Dr. Homayun Gharavi hat die elastischen Seile erfunden, die demnächst auch bei uns für Furore sorgen dürfen. Mehr Infos unter 4dpro.de.

„SUP“-YOGA: Zen-Momente auf dem Paddleboard

Man muss es ausprobieren. Erst wenn man die sanften Bewegungen des Wassers unter sich spürt und die Sonne auf dem See glitzert, während man sich auf dem wackeligen Stand-up-Paddleboard vorsichtig in den „Baum“ balanciert, versteht man die Magie dieser Yoga-Form. Die Asanas auf dem schwimmenden Brett erzeugen einen ganz eigenen Flow, es ist anspruchsvoll und doch meditativ. Der Kopf kommt zur Ruhe, nebenbei werden Tiefenmuskulatur und Gleichgewicht trainiert. Die Belohnung: definierte Oberarme und Beine, ein straffer Bauch und eine ausgeglichene Stimmung. Wer mehr wissen will – bitte hier vorbeisurfen: standupmagazin.com, sup-trip.de oder auch an Seen, zum Beispiel sup-chiemsee.de.

Standing Pilates: super Haltungsnoten

Dass Pilates ein extrem effektives Muskeltraining ist – geschenkt. Aber nach Feierabend nur auf der Matte zu liegen oder in martialisch aussehende Geräte eingespannt zu werden ist nicht jedermanns Sache. Ein Grund, warum Standing Pilates-Kurse immer beliebter werden. Man trainiert, wie der Name vermuten lässt, im Stehen; der Kreislauf kommt in Schwung, und die Muskeln werden gleichzeitig gedehnt und gestärkt. Das sogenannte Powerhouse zu aktivieren – sprich: den Nabel einziehen, Bauch- und Beckenbodenmuskulatur anspannen und in die Flanken und den Brustkorb atmen – ist im Stehen erst mal ungewohnt. Angenehmer Nebeneffekt der geforderten Konzentration: Wer den Dreh einmal raushat, beamt sich damit aus dem Alltag, wird gelassener und bereits nach kurzer Zeit mit einer aufrechten Haltung, einem flachen Bauch und langen, straffen Muskeln belohnt. Die Kurse werden in vielen Fitnessstudios und Volkshochschulen angeboten.

Kickletics: Zirkeltraining 4.0

Das intensive Full-Body-Zirkeltraining verbindet dynamische Kickbox-Übungen mit Sprüngen und Elementen aus dem functional training, bei dem vor allem mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird. Klingt anstrengend? Ist es auch, und wie! Dafür ist das Workout abwechslungsreich (die neun Stationen werden ständig verändert, damit es spannend bleibt), es trainiert den ganzen Körper und dauert pro Session nur 30 Minuten. Praktisch: Es gibt keine festen Trainingszeiten, sondern man kann alle drei Minuten neu in den Zirkel einsteigen. Trainiert wird mit bandagierten Händen, damit man an den Stationen, an denen geboxt wird, fix in die Boxhandschuhe schlüpfen kann. Die Geschwindigkeit und Intensität variieren je nach Fitnesslevel, für Hilfestellung steht immer ein Trainer bereit, der einem notfalls auch bei einem Motivationstief weiterhelfen kann. Derzeit erst in München, neue Standorte sollen folgen. Weitere Infos unter kickletics.com.

Soulcycle: Spinning mit Spaßfaktor

Elektro-Beats und coole Lichteffekte gehören ebenso zu Soulcycle wie die speziellen Spinningräder. Das 45-minütige Indoor-Cycling in der Gruppe ist ein super Konditionstraining. Laute Musik und schnelle Choreografien treiben einen dabei zu Höchstleistungen. Die Schuhe sind zwar in den Pedalen fixiert, dafür werden Arme, Oberkörper und Po nach Anweisung des Instructors rhythmisch zu den Beats bewegt. Wie sich das anfühlt? Nach einer Mischung aus Party und Extremsport. soul-cycle.com.

Fit und glücklich zugleich. Darauf ein High five!


Fakten zu Feel-good-Fitness

  • Beim Sport schüttet das Gehirn Endorphine aus. Der Glücksbotenstoff macht entspannter, verbessert die Schlafqualität, stabilisiert das Gewicht und erhöht das Selbstvertrauen. Als Verstärker können Naturerlebnisse, Musik oder das Element Wasser wirken — weil man an einem See, Fluss oder am Meer automatisch runterkommt.
  • Regelmäßige Bewegung (30 Minuten dreimal pro Woche genügen bereits) hält das Gehirn fit und verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Ein Mix aus Ausdauertraining und Kraftübungen soll laut neuen Studien besonders effizient sein.

Die besten YouTube-Tutorials*

  • Standing Pilates: 20-Minuten-Programm von Coach Amiena Zylla für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • „SUP“-Yoga: Instructor Jodelle Fitzwater bringt einen auf Stand – und zeigt, wie wackelig so ein Paddleboard selbst bei einem Profi ist.
  • Kickletics: Ein Personal Trainer erklärt die einzelnen Übungen des Zirkeltrainings.
  • Bungee-Workout: Die amerikanischen Moderatoren Kelly und Chris Hardwick testen den neuen Trendsport.
  • Soulcycle-Workout: die wichtigsten Basics, um sich richtig abzustrampeln.

*Stichworte plus „YouTube“ googeln