Stella Jean für Marina Rinaldi

„Ich glaube nicht an Styling-Regeln“

Modedesignerin Stella Jean hat für Marina Rinaldi eine mustergültige Capsule Kollektion entworfen. Im Interview spricht sie über Vorurteile, Styling-Tricks und die Zukunft von Plus-Size-Mode.

Veröffentlicht am 28.12.2016

So schön kann Plus Size-Mode sein! Stella Jean (5. von rechts) mit ihren Models.


Kurvigen Frauen wird von auffälligen Mustern eher abgeraten – Ihre neuen Entwürfe zeigen das Gegenteil. 
Weil ich für Frauen entwerfe, die weder mit ihrer Figur noch mit Farben und Mustern Probleme haben. 

Der Hauptunterschied, wenn man für Plus Size entwirft? 
Ich sehe keinen, was daran liegt, dass mein eigenes Label bis Größe 44 geht. Außerdem arbeite ich viel mit 50er- und 60er-Jahre-Schnitten, die kurvigen Frauen besonders gut stehen. 

Wozu raten Sie diesen Frauen beim Styling? 
Ach, ich glaube nicht an Styling-Regeln. Solange man sich in seinem Outfit wohlfühlt, ist es egal, ob man Schwarz oder wilde Muster trägt. 

Wo sehen Sie die XL-Mode in Zukunft? 
Wir sollten aufhören, Menschen nach Plus Size und Less Size zu unterscheiden. Und Frauen sollten ihre Kleidung im Laden kaufen können, egal, welche Größe sie tragen. 

Stella Jean beim Fitting: Ob Mode für Übergrößen oder normale Größen zu entwerfen, macht für die Designerin keinen Unterschied.


Die Silhouetten der 50er- und 60er-Jahre stehen Curvy Frauen besonders gut.


Die Devise für die Capsule Kollektion lautete: Finde die Musterlösung!


Starke Frauen brauchen starke Farben und Prints!


Die Stella-Jean-Kollektion ist ab Dezember in allen Marina-Rinaldi-Stores erhältlich.