Wellness-Tees im Test

Teezeremonie

Wie entspannend sind Wellness-Tees wirklich? Alles doch nur heißes Wasser? Unsere Beauty-Redaktion hat fleißig aufgebrüht – vom Gute-Nacht-Tee bis zum Munter-Macher.

Eine Tasse gefüllt mit vielen Teebeuteln.

Wellness-Tees: Humbug oder Wundermittel?


Tee hat neben allerlei gesundheitlichem Nutzwert (Schutz vor Krebs, Karies, Herzinfarkt) offenbar die merkwürdige Eigenschaft, das Gehirn ganzer Marketing-Abteilungen zu beflügeln. Eine Mixtur aus Fenchel, Kardamom und Orange bekommt etwa den Namen „Flügel des Lebens“ verpasst und soll frischen Wind ins Dasein bringen. Eine beachtliche Leistung für ein Zwei-Gramm-Beutelchen. Wellness-Wohlfühl-Stimmungstees haben einen Marktanteil von fast 20 Prozent, aber wie groß ist ihr Beitrag zum persönlichen Befinden tatsächlich?

Es wird gebrüht

Beim Versuch, meine Emotionen zu steuern, kippe ich mir ein paar Tage lang heißes aromatisiertes Wasser hinter die Binde. Doch womit anfangen? „Neuer Schwung“, „Lebensfreude“ oder „Emotional Detox“? Alle drei können zu Beginn einer Arbeitswoche nicht schaden. Ich brühe – viel hilft viel – nacheinander auf und entdecke, dass Nummer eins mit Hagebuttedominanz an Jugendherberge erinnert, was zum jugendlichen Schwung passen würde, aber geschmacklich einiges an Elan vermissen lässt. Nummer zwei ist eine sehr gesunde Interpretation von Lebensfreude und Aufguss drei landet direkt im Ausguss, um dort zu entgiften. Im Lauf des Vormittags versuche ich „Inspiration & Dynamik“, merke davon allerdings wenig. Habe ich Fehler bei der Teezeremonie gemacht?

Die Wirkung der Favoriten

Der „Geistesblitz“ mit Ingwer und Zitronengras hingegen spornt kurz vor Feierabend tatsächlich noch einmal an. Doch soll sich diese Variante als Fehlentscheidung entpuppen – sie korrespondiert offenbar nicht mit der Sorte „Träum schön“. Wirre Geschichten von einer Kollegin im Kasperletheater und einem Krokodil stören die Nachtruhe empfindlich. Bevor ich wieder zu Rotwein als Schlummertrunk greife, bekommen „Eine Mütze voll Schlaf“ und die „Innere Ruhe“ noch eine Chance. Die Mütze schmeckt nach Socke, bäh, aber der Beutel aus der hässlichen Teepackung führt zu einem erstaunlich erholsamen Schlaf. Vielleicht hat mich aber auch nur das Lesen der vielen salbungsvollen Texte auf den Packungsbeilagen ermüdet.


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