Zukunftsplanung in der Beziehung

Das Ziel vor Augen

Unterschiedliche Lebensauffassungen können in Beziehungen zu Spannungen führen: Was tun, wenn der Partner sein Leben als ewiger Student genießt, man selbst aber den nächsten Schritt machen will?

Veröffentlicht am 25.08.2017
Mann liest.

Die gemeinsame Zukunftsplanung wird schwierig, wenn der Partner das Studium nicht beenden möchte.


Mein Freund studiert seit einer Ewigkeit. Er scheint ganz zufrieden zu sein, aber ich dränge und motiviere ihn ständig. Inzwischen nervt es mich, die Rolle seiner Mutter einzunehmen.

Dieser Weg führt in die Irre. Da prallen zwei höchst unterschiedliche Lebensauffassungen aufeinander. Ihr Freund fährt mit angezogener Handbremse durchs Leben, ist aber offensichtlich ganz happy mit dem Status des ewigen Studenten, während Sie in puncto Zukunftsplanung aufs Gas treten.

Interessanterweise haben Sie aber auch Probleme mit Ihrer Haltung – schließlich wollen Sie nicht seine Mutter spielen. Also tun Sie’s auch nicht! Versuchen Sie stattdessen zu verstehen, wie Sie beide voneinander profitieren können. Nicht selten führen unterschiedliche Lebensauffassungen dem Partner vor Augen, wie’s auch (anders) gehen könnte. Möglicherweise brauchen Sie sogar jemanden, der Ihnen eine gewisse Lässigkeit vorlebt – und sich dabei wohlfühlt.

Kleiner Tipp: Setzen Sie sich mit Ihrem Freund hin und überlegen Sie gemeinsam, wo Sie in fünf Jahren sein wollen. Indem man das Ziel festlegt, setzt man Wegmarken. Und das bringt Sie beide weiter.