Diana Amft im Interview Vom Mut einen Schritt weiterzugehen

Aktuell ist Diana Amft in der Komödie "Frisch gepresst" in den Kinos zu sehen. Wir haben ihr ein paar Fragen zum Thema Kind und Karriere gestellt

Diana Amft - quer

Der Film "Frisch gepresst" läuft aktuell in den deutschen Kinos und behandelt mit viel Humor ein Thema, das viele Frauen beschäftigt: Die Vereinbarkeit von Karriere und Kindern.

Während ihre Mutter ihr in den Ohren liegt, dass es höchste Zeit wäre, eine eigene Familie zu gründen, gestaltet sich das Leben der Designerin Andrea eher chaotisch: Sie steht einerseits kurz davor, beruflich einen großen Schritt zu machen und hat andererseits gleich zwei Männer kennengelernt und weiß noch nicht, für wen sie sich entscheiden soll. In Sachen Familiengründung hingegen hatte sie eigentlich bereits ihre Entscheidung getroffen - bis sie plötzlich einen positiven Schwangerschaftstest in Händen hält.

Diana Amft ("Mädchen, Mädchen") spielt die Hauptrolle und hat uns einige Fragen zum Thema beantwortet.

Sie haben selbst keine Kinder. Fiel es Ihnen schwer, sich in die Rolle der schwangeren Andrea zu versetzen?

Nein, gar nicht, da die Rolle Andrea ja auch selbst noch keine hat. Für sie ist es eine ganz neue Erfahrung und das auch noch ungewollt. Somit habe ich nur versucht, mich in ihre Situation zu versetzen.

Andrea hatte nicht nur ihre Schwangerschaft nicht geplant, vielmehr wollte sie beruflich gerade richtig durchstarten. Pläne gehen oft nicht auf im Leben. Gehört das Pläneschmieden für Sie dennoch als feste Konstante dazu?

Pläne schmieden in dem Sinne nicht, da, wie Sie schon erwähnten, oftmals eh alles anders kommt. Aber gewisse Ziele, die man anstrebt, setze ich schon hier und da, nur dass ich mir selbst den Druck nehme, sie an Zeit und Ort zu ketten.

Andrea ist zwischen Karriere und Familie hin- und hergerissen - kennen Sie das auch aus Ihrem Leben?

Bisher noch nicht, da sich bei mir bisher die Situation noch nicht ergeben hat. Aber im Umfeld bekommt man schon mit, wie unterschiedlich damit umgegangen wird. Ich denke, das kann nur jeder für sich entscheiden, zumal man ja auch nicht immer die Möglichkeit hat beides zu vereinbaren, sei es finanziell oder, weil einem die nötige Unterstützung fehlt.

Welche positiven Aspekte nehmen Sie aus der Arbeit zum Film "Frisch gepresst" bezüglich des Familienlebens, welche hinsichtlich des Lebens einer Karrierefrau mit?

Im Film wird das Happy End ja schon eher auf Familie ausgelegt, anderseits wissen wir ja noch nicht, wie es weitergeht. Ich denke generell muss es jeder für sich entscheiden, man hat ja auch noch nicht immer die Möglichkeit beides zu kombinieren.

Haben Sie das Gefühl, dass sich Frauen heute besonders unter Druck gesetzt fühlen, den "richtigen" Lebensweg zu finden? Zum Beispiel wenn es - wie im Film - darum geht, sich vom Elternhaus bzw. Konventionen zu emanzipieren, erfolgreich die Karriereleiter empor zu klettern und rechtzeitig auf das Ticken der biologischen Uhr zu hören?

Beim Thema Kinder stehen Frauen natürlich eher unter Druck als Männer, aber generell denke ich, ist es für Frauen wie auch Männer gleich schwer den "richtigen" Lebensweg zu finden.

Haben Sie durch den Film einen Rat für den Umgang mit der Suche nach dem passenden Lebensentwurf gewonnen?

Ich finde im Film wird wunderbar dargestellt, dass man sich auch mal trauen muss einen Schritt weiterzugehen. Man muss sich auch mal auf etwas einlassen um erfahren zu können, was da auf einen wartet.

Gehören eigene Kinder für Sie zu Ihrem persönlichen Lebensentwurf?

Ich liebe Kinder. Ich bin gerne von Kindern umgeben und habe auch ein Kinderbuch geschrieben: "Die kleine Spinne Widerlich".

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