Peer kann auch Kanzler!
Kürzlich titelte die Bild am Sonntag: "Für Peer wird‘s schwer". Gemeint waren die Kanzlerambitionen von SPD-Kandidat Peer Steinbrück. Mit ihrem Buch "Steinbrück" kontern die beiden Autoren Eckart Lohse und Markus Wehner diese Sichtweise. Sie glauben: Steinbrück kann es packen! "In einer Zeit, in der die Skepsis der Bevölkerung gegenüber den Parteipolitikern gewachsen ist, erfüllt Steinbrück die Sehnsucht nach dem anderen, dem atypischen Politiker.
Angst kennt Steinbrück nicht
Chronologisch zeichnen die Autoren den Karriereweg des kantigen SPD-Mannes nach – vom Büroleiter bei Johannes Rau über die Erfolge und Niederlagen in Nordrhein-Westfalen und seiner Verantwortung als Bundesfinanzminister bis hin zur K-Frage. Ausführlich stellen sie den Politiker und den Menschen dahinter vor und erklären seinen Sympathiebonus bei den Deutschen. Steinbrück gilt als ehrlich, selbstbewusst und geradlinig. "Angst, so die Botschaft von Steinbrück, ist ein Fremdwort für mich".
Licht und Schatten
Die Autoren zeigen auch die Schattenseiten des SPD-Hoffnungsträgers, der immer ein Einzelkämpfer war und bleiben wird. Von einem, dem es nicht selten an Empathie und Taktgefühl fehlt. Steinbrück wird hier gezeichnet als der passionierte Schachspieler und Stratege, der wichtige Entscheidungen gerne allein trifft. Ein Teamplayer ist er offensichtlich nicht.
