Aufgefallen Unsere Frau der Woche

Jede Woche stellen wir Ihnen an dieser Stelle eine Frau vor, die Bemerkenswertes geleistet hat, durch ihr Engagement aufgefallen ist oder eine kontroverse Meinung vertritt und küren damit unsere Frau der Woche!

18. Juli: Jennifer Aniston 

Baby- oder Burger-Bauch? Vom unsensiblen, immer wiederkehrenden Medien-Ratespiel rund um ihren Körper hat Jennifer Aniston mehr als genug. Also hat sich der "Friends"-Star mit einem Statement in der "Huffington Post " am 12. Juli 2016 mal richtig Luft gemacht und dabei das desaströse Frauenbild unserer westlichen Gesellschaft entlarvt.

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 "Ich bin nicht schwanger. Ich habe es eindeutig satt", startet Jennifer Aniston ihre verbale Abrechnung mit der Yellowpress, allen, die diese bunten Blätter kaufen, und somit das einseitiges Frauenverständnis unterstützen. Diese unverschämten Spekulationen um eine mögliche Schwangerschaft würden nämlich auch allen andere suggerieren, dass Frauen eine gewisse Rolle zu erfüllen haben oder ansonsten unvollständig, erfolglos und unglücklich sind.

"Wir sind vollwertige Personen, ob mit oder ohne Beziehung, ob mit oder ohne Kinder. Und jeder müsse für sich selbst entscheiden, was für ihn schön bedeutet, wenn es um den eigenen Körper geht." Die öffentliche Bauch-Beobachtungen seien nichts anders als ein einseitiges Körperverständnis und die physischen Vorverurteilung von Frauen. Vielen Dank für diese deutlichen Worte, Frau Aniston!

11. Juli: Ieshia Evans

Nachdem in den USA erneut zwei Afroamerikaner von Polizisten erschossen wurden, gab es vergangene Woche zahlreiche Demonstrationen im ganzen Land. Das Bild einer Demonstrantin in Baton Rouge ging dabei um die Welt: Eine junge Frau in Ballerinas und Sommerkleid stellt ich mit verschränkten Armen mehreren bewaffneten und gepanzerten Polizisten in den Weg. Zuvor wurde sie mit weiteren Demonstranten aufgefordert, die Straße freizugeben. Sie aber bleibt einfach stehen und leistet mit erhobenem Haupt friedlichen Widerstand. Dafür wird sie jetzt im Netz als Ikone des Protests gegen Polizeigewalt und Rassismus gefeiert. Die Frau auf dem Foto heißt Ieshia Evans, ist 28 Jahre alt und war zu der Demonstration gegangen, um für ihren Sohn für eine bessere Welt zu kämpfen, mittlerweile wurde sie wieder freigelassen. Ein mutiger und vor allem gewaltfreier Protest, wir sind beeindruckt von der Dame! (Marie Kiewe)

04. Juli: Samantha Cameron 

Was tun, wenn sich der eigene Gatte so krass verzockt hat, dass er im Oktober sein Amt als britischer Premierminister niederlegen wird und Zehntausende in London demonstrieren, weil sie diesen Brexit nicht wollen? Für Samantha Cameron, 45, ist der Weg klar: Sie will ein Modelabel gründen. Das Zeug dazu hat sie: Sie gilt als eine der am besten gekleideten Frauen der britischen Insel, arbeitete bereits als Kreativ-Beraterin für Smythson und will nun mit ihrer bisherigen Stil-Beraterin Isabel Spearman ein Label launchen.
Samantha Cameron hat eine echte Perspektive. Und damit hat sie ihrem Mann James echt was voraus.

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27. Juni: Maria Grazia Chiuri

Lange wurde gerätselt und spekuliert, wer der Nachfolger von Raf Simons bei Dior wird. Nun scheint die Entscheidung gefallen zu sein: Laut "Business of Fashion" soll Maria Grazia Chiuri die neue Kreativdirektorin des Modelabels werden. Vorher arbeitete die Italienerin bei Valentino und machte zusammen mit Pierpaolo Piccioli das angestaubte Couture-Haus zu einer modernen Marke. Offiziell ist die Nachfolge zwar noch nicht bestätigt, aber nach den Couture-Schauen im Juli soll der Wechsel bereits stattfinden. Chiuri wäre damit die erste weibliche Chefdesignerin in der 70-jährigen Geschichte von Dior - Zeit wird’s! (Marie Kiewe)

20. Juni: Bozoma Saint John

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Normalerweise reden nach der der Entwicklerkonferenz von Apple in San Francisco alle über die Neuheiten der Marke. Diesmal ist aber eine Dame in aller Munde: Die Apple-Music-Managerin Bozoma Saint John überraschte mit einer ganz besonderen musikalischen Einlage. Während sie die Neuheiten im Musik-Bereich vorstellte, spielte sie den Song "Rapper’s Delight" ein und wollte damit die Journalisten anheizen. Als keiner so richtig mitmachen wollte, übernahm sie das rappen einfach selber. Das Netz feiert den charismatischen Auftritt, der auch noch der erste der Managerin auf einer Apple Keynote war. Sie ist ein Einzelfall - in Apples Chefetage sind 83 Prozent der Mitarbeiter männlich. Wir finden: Es braucht dringend mehr Frauen wie Bozoma Saint John in der Technik-Branche und definitiv mehr solcher Auftritte! (Marie Kiewe)

13. Juni: Claudia Neumann

Sie hat es getan: Als erste Frau ein EM-Spiel live im Fernsehen kommentiert. Claudia Neumann, 52, sorgte am Samstag beim Spiel Wales-Slowakei beim ZDF für diese kleine Mediensensation. Hat es jemand gemerkt? Nicht wirklich. Das Urteil der Sportexperten: Claudia Neumann hat ihren Job fundiert und unaufgeregt erledigt. Und wie es sich für eine Premiere gehört, leistete sich die langjährige Sportreporterin auch einen schönen Schnitzer. Ein Foul sah sie nicht als solches und Moderator Oliver Welke fiel ihr in der Pause auch noch in den Rücken: "Da haben wir es mit vier Dioptrien zu tun." Egal – und soweit so normal. Denn wenn sich irgendwer ordentlich aufregen kann nach einem Spiel, ist alles richtig gelaufen. Und Claudia Neumann hat einfach nur ihren Job gemacht. (Katharina Rieger)

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06. Juni: Virgina Raggi

Virgina Raggi will Roms erste Bürgermeisterin werden – und hat richtig gute Chancen, das auch zu schaffen. Aus Frust über die Zustände für junge Mütter ging die Anwältin vor drei Jahren, gerade selbst Mutter geworden, in die Politik. Sie begann, sich in der "5-Sterne-Bewegung" des Komikers Beppe Grillo zu engagieren, war bis vor zwei Monaten aber noch völlig unbekannt. Jetzt kennt wohl mindestens ganz Italien ihren Namen. Die 37-Jährige ist jung und schlagfertig, aber vor allem kurz davor, Roms erster weiblicher Bürgermeister werden. Am Sonntag fanden die Wahlen in den Kommunen statt, für die Stichwahl am 19. Juni 2016 gegen ihren sozialdemokratische Konkurrent Roberto Gaichetti gilt sie als absolute Favoritin. Wir sind gespannt!

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30. Mai: Jane Bond

"It's Bond. Jane Bond." Mit ernstem Blick und vor dem bekannten Pistolenlauf posiert Gilian Anderson wie bei den klassischen James Bond Filmplakaten: Das Bild ist zwar nur ein Fake, löste im Netz aber schnell eine längst fällige Diskussion aus. Die Schauspielerin selbst twitterte die Collage, die wohl von einem Fan stammt und brachte damit den Stein ins rollen. Ihr Tweet wurde über 14.000 mal geteilt und zeigt: Die Zeit ist reif für einen weiblichen Agenten, eine "Jane Bond".

Zwar ist 007 mit Daniel Craig schon etwas nahbarer geworden, trotzdem ist nun der Moment für eine neue starke Frauenfigur, die den Macho Bond in die Schranken weißt gekommen. Klar, sollte es wirklich eine Jane Bond geben, müsste sich der Klassiker auch mit neuen Rollenbildern beschäftigen, um das Klischee das chauvinistischen und eiskalten Bond zu brechen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wer da der Bond Boy wird!

23. Mai: Robin Wright

In Sachen Gehaltsverhandlung besteht Handlungsbedarf! Findet auch Schauspielerin Robin Wright, die nicht länger hinnehmen wollte, dass ihr männlicher Kollege in der Erfolgsserie „House of Cards“ einfach mal so eindeutig mehr Gage bekam. Also hat der Serien-Star bei Netflix nachverhandelt und teilte ihre erkämpfte Gehaltserhöhung nun in der Talkshow „Insight Dialogues“. Um auch andere Frauen dazu zu ermutigen, sich für gleichberechtigte Bezahlung stark zu machen.

Robin Wrights Taktik: Sie habe sich die Statistiken zu „House of Cards“ angesehen und ihre Rolle der First Lady sei zeitweise populärer gewesen, als der männliche Part. Also habe sie eine Anpassung verlangt oder damit gedroht, dies öffentlich zu machen. Man müsse die Verantwortlichen mit dieser Ungerechtigkeit konfrontieren und beschämen. Danke fürs clevere Gehalts-Coaching, Robin! (Melanie Gutbier)

09. Mai: Maren Ade

Sie rettet die Ehre des deutschen Films in Cannes:  Regisseurin Maren Ade ist mit ihrem Drama "Toni Erdmann" für die diesjährigen Filmfestspiele nominiert. Zuletzt schaffte es 2008 ein deutscher Film unter die Nominierten, Wim Wenders ging damals allerdings leer aus. Maren Ades Werk ist einer von 20 nominierten Streifen und befindet sich in illustrer Gesellschaft, darunter Filme von Pedro Almodovár und Jim Jarmusch. Wir drücken die Daumen!

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02. Mai: Herzogin Kate

Sie gilt ja schon länger als Mode-Ikone, jetzt ist Herzogin Kate wohl endgültig im Mode-Olymp gelandet: Auf dem Cover der Juni-2016-Ausgabe der britischen Vogue strahlt uns die royale Schönheit entgegen - mit lässigem Hut statt Krönchen. Die Juni-Ausgabe ist eine ganz besondere: Das Fashion-Magazin feiert damit nämlich seinen hundertsten Geburtstag. Die Herzogin zeigt sich auf den Fotos ganz natürlich und bodenständig auf dem Landsitz der Familie. Und: Sie tritt damit in die Fußstapfen von Prinzessin Diana, die drei Mal den Titel zierte. Höchst sympathisch, Herzogin Kate!

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25. April: Celeste Barber

Ja ja, nur noch aufregende Lebensmomente in perfekter Kulisse von wunderschönen Menschen, soweit das Auge bei Instagram blickt. Vor allem Stars und Models liefern im Bilder-Netzwerk fast täglich Fotomaterial zum Neidischwerden. Da kann schon mal der Realitätssinn auf der Strecke bleiben. Aber nicht doch, schließlich gibt es die Komikerin Celeste Barber, die mit ihrem Instagram-Profil gerade für mächtig Wirbel sorgt.

Auf @celestebarber entlarvt die Australierin die Inszenierungen und teilweise absurden Posen der anderen so herrlich frech, indem sie die Situationen einfach nachstellt und so einem kleinen Realitäts-Check unterzieht. Ob Schlafzimmer-Selfie oder Po-Posing - sich selbst und ihren Look schont Celeste Barber dabei nicht. Von diesen schonungslosen Bilderwahrheiten inklusive Speckröllchen, verpatzter Yoga-Posen und verlaufener Mascara gerne mehr! (Melanie Gutbier)

18. April: Langouni Djuma

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Wer sich morgens mit dem Auto zur Arbeit quält, hat keinen Sinn dafür, dass das in manchen Ländern ein Privileg der Männer ist. In Saudi Arabien etwa dürfen Frauen nicht Auto fahren. Doch es kommt buchstäblich Bewegung in die Sache: Im Emirat Dubai gibt es jetzt das erste Taxi, das von einer Frau gesteuert wird - und nur für weibliche Fahrgäste gedacht ist. Am Steuer sitzt Langouni Djuma, eine Migratin aus Kenia. Wer ihr Taxi ruft, hat keine Lust, zu einem fremden Mann ins Auto zu steigen. Die Geschäfte von Langouni Djuma und ihrem "Ladies Taxi" laufen gut. Keine schlechte Idee - die in manch' westlicher Großstadt sicher auch funktionieren würde. (Katharina Rieger)

11. April: Nina Zacher

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Es gibt verschiedene Arten, mit dem Schicksal umzugehen - für die mutigste hat sich Nina Zacher (46) entschieden. Die Münchnerin leidet an der unheilbaren Krankheit ALS, dabei wird man Schritt für Schritt zum Gefangenen im eigenen Körper. Die Muskeln versagen den Dienst, der Verstand ist klar. Nina Zacher, Mutter von vier Kindern, nimmt ihr Schicksal auf eine unerschrockene Weise an, die anderen Mut macht. Sie versteckt sich nicht, sondern hat  myself davon erzählt, wie die Krankheit ihr Leben verändert. Die Todkranke postet auf Facebook ihre Gedanken und hilft ihren Lesern dabei, den wahren Sinn im Leben zu erkennen: das Jetzt genießen, dankbar sein, aufmerksamer mit sich und anderen umgehen. Bei Nina Zacher ist die Krankheit mittlerweile so fortgeschritten, dass sie jetzt einen letzten Post auf Facebook veröffentlicht hat. Das mutige Statement einer Frau, die kämpft. Bis zuletzt. (Katharina Rieger)

04. April: Katty Kay und Clarie Shipman

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Im Kampf um Karriere und Gleichberechtigung ringen Frauen vor allem mit einem: mit sich selbst. So oder so ähnlich könnte die These der zwei amerikanischen Journalistinnen Katty Kay und Claire Shipman in ihrem Buch "Confidence Code - Was Frauen selbstbewusst macht" lauten. Die beiden renommierten Journalistinnen haben bereits zahlreiche mächtige und einflussreiche Frauen interviewt - und sind dabei überraschenderweise auf jede Menge weibliche Selbstzweifel gestoßen. Schluss damit: In ihrem gemeinsamen Buch präsentieren sie verblüffende Forschungsergebnisse, die zeigen, wie jede Frau ihr Selbstwertgefühl steigern kann. Das englischsprachige Original wurde in den USA zum absoluten Bestseller, seit dem 28. März 2016 ist das Buch auch bei uns erhältlich. Und wir sind sicher: Auch hierzulande wird das Buch begeistern. Absolut lesenswertes Buch von zwei inspirierenden Frauen mit enormen Vorbildpotenzial!

21. März: Sharifah Czarena Surainy, Nadiah Pg Khashiem und Sariana Nordin

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Zur Feier des diesjährigen Nationalfeiertags Bruneis hatten sich die drei Pilotinnen Sharifah Czarena Surainy, Nadiah Pg Khashiem und Sariana Nordin etwas ganz besonderes ausgedacht: Sie flogen als erste vollständig weibliche Cockpit-Crew der Royal Brunei Airlines mit einer Boeing 737 Dreamliner nach Jeddah. Und das, ohne verhaftet zu werden. Denn normalerweise dürfen Frauen in Saudi-Arabien nicht einmal ungestraft hinter dem Steuer eines Autos sitzen. Ein mutiger Protest-Flug, der hoffentlich vielen jungen Frauen und auch Männern vor Augen geführt hat, was Frauen alles erreichen können. Wir sind beeindruckt! (Dörthe Seubert)

14. MÄRZ: Mo Asumang

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Die Mutter eine Deutsche, der Vater ein Ghanaer und die Tochter wird TV-Moderatorin: Klingt nach einer ganz normalen Laufbahn. Doch Mo Asumang, 52, weiß, dass man mit dunkler Haut in Deutschland nicht "normal" ist. Sie bekam als erste afrodeutsche Moderatorin ("Liebe Sünde"; Pro Sieben) Hassmails und eine Morddrohung. Mo Asumang stellt sich ihrer Angst. Für ihren Dokumentarfilm "Mo und die Arier" ging sie ins Herz der Finsternis. Traf sich mit Neonazis und Rassisten, suchte das offene Gespräch. Jetzt ist ihr Buch "Mo und die Arier" (S. Fischer) erschienen. Darin beschreibt sie sehr spezielle Begegnungen: "Wenn ein Neonazi dir nicht in die Augen schaut, dann weil er dich nicht leiden kann, oder? Aber nein, er schämt sich! Für diese ferngesteuerten Worte, die aus seinem Mund kommen." Mo Asumang ist eine mutige Stimme gegen den alltäglichen Hass. Sie ist laut, sie ist direkt, sie ist klar - und sie ist dringend nötig. (Katharina Rieger)

07. März: Claudia Kessler

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Russinnen, Chinesinnen, Amerikanerinnen - alle waren schon im All. Nur aus Deutschland hat es noch keine Frau in den Weltraum geschafft. Keine! Das will Claudia Kessler jetzt ändern. Die Weltraum-Managerin will die erste deutsche Astronautin zu den Sternen schicken - genauer: zur Forschungsstation ISS. Bis Ende April 2016 kann man sich jetzt bewerben für einen Ausflug in die unendlichen Weiten (www.dieastronautin.de). Voraussetzung: ein naturwissenschaftliches Studium, Fitness und ein Hobby wie Höhlenwandern schadet auch nicht. Im Herbst soll die Endrunde stehen, zwei Finalistinnen werden im russischen Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum zur Astronautin ausgebildet. Eine davon soll 2020 auf Sternenmission gehen. "Der zwölfte deutsche Mensch im All sollte eine Frau sein", sagt Claudia Kessler. Finden wir auch. (Katharina Rieger)

 29. FEbruar: Angela Merkel

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Der TV-Knaller gestern Abend war nicht der Tatort (obwohl der wirklich sehenswert war), sondern Angela Merkel bei Anne Will. Mit wie viel Leidenschaft, Engagement und Selbstbewusstsein die Kanzlerin ihren Kurs verteidigt hat, ist bewundernswert. Man gewinnt den Eindruck: Je schwieriger und aussichtsloser die Lage, desto besser Merkel. Da ist eine Groß-Krisen-Managerin am Werk. Merkel bei Will, das war ein kleines Lehrstück in Sachen Haltung und innerer Stärke. Über sechs Millionen Zuschauer haben die Sendung gesehen - auch das eine kleine Sensation. Bester Satz: "Man ist nicht Politiker, um die Welt zu beschreiben und katastrophal zu finden." Da verzeiht man ihr auch einen typisch vermerkelten Satz: "Manches geht zu langsam und manches geht nicht schnell genug." (Natascha Zeljko)

22. Februar: Sarah Burton

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Mode-Designerin Sarah Burton brachte nach 15 Jahren die Alexander McQueen-Show zurück nach London - der Ort, an dem sie vor 20 Jahren an ihrer ersten Show für den Designer mitwirkte. Der Grund für die Rückkehr auf den Catwalk der Royal Horticultural Halls war ein ganz besonderer: Die Kreativdirektorin des britischen Modelabels, die ihre neuen Kollektionen normalerweise in Paris enthüllt, ist in der 38. Woche schwanger. Wenn das kein schöner Grund ist, auf den heimischen Laufsteg zurückzukehren? 

15. Februar: Kate Winslet

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Schauspielerin Kate Winslet bei der Verleihung des Bafta-Awards 2016

Mit 14 Jahren litt Kate Winslet unter fiesen Selbstzweifeln - heute ist die 40-jährige Oscar-Gewinnerin und wurde gerade mit dem britischen Filmpreis BAFTA ausgezeichnet. Die Schauspielerin nutzte ihre Dankesrede für ein Plädoyer für mehr Selbstvertrauen bei jungen Kolleginnen. Sie widme den Preis "all den jungen Frauen, die an sich zweifeln" und rät diesen, einfach nicht hinzuhören, wenn jemand versucht, ihnen einzureden, sie seien nicht gut genug. Denn sie selbst sei das beste Beispiel: Ihr wurde in jungen Jahren dazu geraten, sich nur um die "Rollen der dicken Mädchen" zu bewerben - heute hat sie es mit einer Vielzahl von ganz unterschiedlichen Rollen nach ganz oben geschafft. (Marie Kiewe) 

08. Februar: Dunja Hayali 

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Der aufmerksame Leser wird merken: Dunja Hayali ist schon zum zweiten Mal unsere Frau der Woche. Und warum? Ganz einfach, weil Sie es verdient und uns erneut mit ihren klaren Worten beeindruckt hat. Am 6. Februar 2016 wurde die Moderatorin des "Morgenmagazins" mit der "Goldenen Kamera" in der Kategorie "Beste Information" für ihre objektive Berichterstattung in der Flüchtlingskrise ausgezeichnet. In ihrer bemerkenswerten Dankesrede bewies sie mit einem leidenschaftlichen Appel gegen Hass und Rassismus nochmal eindrücklich, warum sie den Preis mehr als verdient hat: "Als Anerkennung für Geleistetes, aber auch als Verpflichtung für Kommendes" sähe sie den Preis. Die 41-Jährige bemängelte, dass keiner mehr keinem zuhöre - und schickte am Ende ihrer Rede noch eine eindringliche Bitte in Welt: "Seien Sie offen, bleiben Sie fair, differenzieren Sie. Wahrheit braucht einfach Zeit." Danke für diese lehrreichen, mutigen und inspirierenden Worte! (Marie Kiewe)

01. Februar: Röra Blue

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"Ich füge immer noch Songs zu der Playlist hinzu, die mich an dich erinnert." Oder "Ich habe dich gehasst. Heute habe ich dich gesehen. Ich liebe dich." Oder "Du bist Kunst und es tut mir leid." Oder "Wenn du rüber kommst, mache ich dir Frühstücksburritos." Es gibt sie zu Tausenden: ein paar letzte Worte, die man seiner ersten große Liebe gerne noch gesagt hätte. Röra Blue sammelt diese vergessenen Botschaften für ihr #unsentproject. Über 25.000 anonyme Texte haben die 19-jährige Kalifornierin bislang schon erreicht, die sie einen nach dem anderen auf ihrem Instagram-Account postet, ganz anonym. Scrollt man sich durch das Profil, erstreckt sich mittlerweile eine nicht enden wollende, wunderbar anrührende Wand aus Herzschmerz, Herzflimmern und -flattern, die einen ganz plötzlich an die eigene erste Liebe denken lässt - und an all das, was man gerne noch gesagt hätte. (Sarah-Maria Deckert)

25. Januar: Donatella Versace

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Die italienische Modedesignerin Donatella Versace hat am  24. Januar 2016 die Pariser Fashion Week eröffnet und zeigte ihre Haute-Couture-Kollektion für Frühjahr/ Sommer 2016. Das Besondere: Neben den üblichen ultradünnen Models liefen auch normalgewichtige Frauen über den Laufsteg. Darunter Model der Stunde Gigi Hadid und Catwalk-Profi Lara Stone -beide bekannt für ihre Weiblichkeit und Natürlichkeit. Dass man solche Auftritte besonders betonen muss, steht zwar nicht unbedingt für die Modebranche – aber wenn Stardesigner sich langsam aus den üblichen Strenge des Schlankheitswahns befreien, ist das zumindest die richtige Tendenz. Donatella Versace im ausführlichen Portrait finden Sie hier.  (Marie Kiewe)

18. Januar: Saoirse Ronan

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Saoirse Ronan geht über Grenzen: Mit 13 war sie bereits für den Oscar nominiert, für ihre Rolle in "Abbitte" - damals die jüngste Nominierte aller Zeiten. Mit 9 Jahren spielte die Irin schon regelmäßig in einer Serie. US-Agenten wurden auf sie aufmerksam und wollten sie zu einem Tennie-Star à la Dakota Fanning aufbauen. Doch Saoirse (sprich: Sierscha) nahm lieber das Angebot des kleineren Films "Abbitte"... Wie passend, dass ihr Vorname "Freiheit" bedeutet. Jetzt, mit 21, ist sie für ihre Hauptrolle in "Brooklyn" für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. In einem Interview sagte Saoirse, über das Kleid für die Verleihung denke sie noch nicht nach, da sei sie abergläubisch. Und wenn schon. Dann klappt's halt mit 25.  (Katharina Rieger)

11. Januar: Emma Watson

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Hermine ist mehr als ein Bücherwurm: Harry-Potter-Star Emma Watson macht sich stark für die Rechte der Frauen, auf Twitter hat sie jetzt einen feministischen Buchclub gegründet. Die 25-Jährige ist UN-Sonderbotschafterin für Mädchen- und Frauenrechte. Und Vorkämpferin der Kampagne HeForShe, die sich gegen überholte Geschlechtsstereotype wendet. Emma Watson sagte vor der UN-Vollversammlung: "Männer UND Frauen sollen die Freiheit haben, sich stark zu fühlen." Der digitale Buchclub von Watson trägt den Namen #OurSharedShelf, unser gemeinsames Bücherregal, und ihr erster Tipp sind die Erinnerungen von Feminismus-Ikone Gloria Steinem, "My Life on the Road". 30.000 Follower sollen das Buch lesen und diskutieren, einmal im Monat schlägt Emma Watson einen Titel vor. Sie hat starke Mitstreiter: Yoko Ono und Schauspiel-Kollegin Sophia Bush unterstützen sie. Auch JK Rowing will sie mit ins Boot holen. Denn Vorurteile haben einen starken Gegner: Bildung. (Katharina Rieger)

21. DEZEMBER: Cristina Guardiola

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Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau - hinter Pep Guardiola seine Ehefrau Cristina. Der Trainer vom FC Bayern hat am Wochenende offiziell verkündet, dass er seinen Vertrag mit dem Verein nicht verlängert  - zwei anstrengende Jahre liegen hinter ihm. Immer mit dabei: Seine Frau Cristina, mit der er seit 22 Jahren verheiratet ist. Keine typische "Spielerfrau", sondern eine moderne und sehr bodenständige Frau. Wir sind sicher - ohne die volle Unterstützung durch die Spanierin wäre der Trainer nicht so erfolgreich geworden. Jetzt haben die beiden erst mal etwas Zeit für sich und ihre drei Kinder.

14. DEZEMBER: Salma bent Hisab al-Oteibi 

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Bei der ersten für Frauen geöffneten Wahl in Saudi-Arabien haben es drei Frauen in den Gemeinderat geschafft: Unter anderem wurde Kandidatin Salma bent Hisab al-Oteibi bei den Wahlen am 12. Dezember 2015 zur ersten kommunalen Politikerin gewählt. Ein guter Anfang für das ultrakonservative Königreich Saudi-Arabien, aber dennoch eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn die Rechte der Kommunalvertretungen reichen nicht sehr viel weiter als über die Verwaltung von öffentlichen Anlagen oder der Müllabfuhr hinaus. Es gibt noch viel zu tun, wenn es um die Gleichstellung der Frau und deren Rechte geht - saudischen Frauen ist es beispielsweise immer noch verboten, Auto zu fahren oder zu arbeiten, ohne dass der männliche Vormund seine Erlaubnis gegeben hat. Drei sind ein Anfang und das nun gewährte passive und aktive Wahlrecht gilt bei Menschenrechtlern dennoch als Fortschritt in die richtige Richtung. (Bernadette Herkner)

07. Dezember: PAmela Anderson

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Eine Ära geht zu Ende: Ab nächstem Jahr verzichtet der US-Playboy komplett auf zu viel nackte Haut. 60 Jahre lang zeigte das Männermagazin entblößte Frauen, damit ist nun Schluss. Und mit wem könnte man diese letzte Ausgabe besser feiern, als mit dem wohl berühmtesten Hefner-Häschen Pamela Anderson? Keine Frau war häufiger auf dem Cover zu sehen. Wir finden: Es hätte keine Bessere für diesen Job geben können und wünschen einen schönen (vorläufigen) Ruhestand.  

30. November: Pippi Langstrumpf

Pippi Langstrumpf lacht und Herr Nilsson sitzt auf ihrem Kopf.

Sie hat ein Haus, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus - und jedes, aber auch wirklich jedes Mädchen auf dieser Erde beneidet Pippi Langstrumpf noch heute darum. Genau 70 Jahre ist es nun her, dass die schwedische Autorin Astrid Lindgren ihrer Tochter Karin das erste Manuskript der Geschichte über das stärkste Mädchen der Welt schenkte, mit ihren Sommersprossen und den wild abstehenden Zöpfen. Am 26. November 1945 sind die Abenteuer von Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf zum ersten Mal erschienen und wurden Kult – trotz teilweise heftiger Kritik. Schließlich ist Pippi nicht unbedingt ein strahlendes Vorbild. Sie schwänzt die Schule, tischt eine Lügengeschichte nach der anderen auf und gibt sich stets frech und vorlaut. Warum wir sie trotzdem feiern? Wegen ihrer Unbeschwertheit, ihrem Humor, ihrem großen Herz, ihrer Schlagfertigkeit und natürlich: ihrem Mut. Deshalb machen wir uns heute auch die Welt, wie sie uns gefällt. (Sarah-Maria Deckert)

23. November: Jane Fonda

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Jane Fonda ist die Königin der Widersprüche: Sie trat mit Aerobic die Fitness-Welle los - und gab später zu, dass sie an Bulimie litt. Sie wurde als "Barbarella" zum Sexsymbol der späten 60er - und ist eine leidenschaftliche Kämpferin für den Feminismus. Sie kündigte 1990 ihren Abschied von der Leinwand an - und landete 2005 als "Schwiegermonster" einen Kassenknüller. Ab Donnerstag, 26. November, ist Jane Fonda im Film "Ewige Jugend" zu sehen. Als aufgedonnerte Diva neben Harvey Keitel und Michael Caine. Ein starker Auftritt mit 77 - und das ist kein Widerspruch, sondern typisch Jane Fonda. (Katharina Rieger)

16. NOVEMBER: Anne Hidalgo 

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Sie gilt als exzellente Krisenmanagerin, als glänzende Strategin und geräuschlose Macherin. So gesehen ist ein Glücksfall in diesen Tagen, dass Paris Anne Hidalgo zur Bürgermeisterin hat. Nach den Anschlägen am Wochenende war sie unermüdlich im Einsatz, sie schien überall gleichzeitig zu sein, eilte von Anschlagsort zu Anschlagsort, besuchte Terroropfer in den Kliniken, koordinierte mit den Einsatzkräften und Bürgermeistern der 20 Arrondissements die nächsten Schritte. Vor allem aber beeindruckte die 56-jährige Sozialistin mit ihrer unnachgiebigen Haltung: "Paris wird stärker sein als jene, die sie zum Schweigen bringen wollen", rief sie der Welt zu. Anne Hidalgo, Tochter von spanischen Einwanderern, ist die erste Frau in diesem Amt. "Bürgermeisterin von Paris zu sein", schwärmte die Mutter eines 13-jährigen Sohns vor ihrer Wahl im April 2014, "ist das schönste aller politischen Ämter, die Frankreich zu vergeben hat". Die Bewohner von Paris haben es der richtigen Frau anvertraut. (Natascha Zeljko)

09. November: Serena Williams

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Was genau macht einen Superhelden aus? Richtig, eine einzigartige Fähigkeit. Spiderman beispielsweise kann formschöne Spinnennetze aus seinen Handgelenken schießen, Batman kurvt in seinem Batmobil durch Gotham City und der unglaubliche Hulk ist unglaublich stark (und unglaublich grün). Serena Williams hat Oberschenkel. Und mit denen gewinnt sie nicht nur Matches im Doppel auf Sand oder Rasen - sie stellt auch Smartphone-Diebe. So geschehen in einem chinesischen Restaurant, als ein Mann plötzlich beherzt nach ihrem Handy griff, das auf dem Tisch lag. Ohne zu überlegen, sprintete die aktuelle Nummer eins der Tennis-Weltrangliste der Frauen los, rannte zwei Stühle um und stellte den Übeltäter vor der Tür. Die Gäste applaudierten und ihren Fans ließ Serena via Facebook folgende Botschaft zukommen: "Hört immer auf eure innere Superhelden-Stimme. Achtet auf eure Sachen. Kämpft für das Richtige. Bleibt euren Überzeugungen treu. Seid ein Superheld!" Wonderwoman kann einpacken. (Sarah-Maria Deckert)

02. November: Barbara Broccoli

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Diese Woche startet mit "Spectre" der 24. James-Bond-Film. Die wahre Chefin von Bond, so wird gern gewitzelt, sei nicht M, sondern Produzentin Barbara Broccoli, die seit dem Tod ihres Vaters Albert R. Broccoli 1996 das Milliarden-Imperium um 007 erfolgreich führt. Tatsächlich lässt sich seit Mitte der 90er eine weiblichere Handschrift ablesen. Die 55-jährige Amerikanerin setzte mit Judi Dench als M nicht nur eine weibliche Chefin von 007 durch und beförderte in "Skyfall" (2012) Moneypenny von der schmachtenden Sekretärin zur Agentin. Auch die Besetzung von Daniel Craig geht auf ihr Konto. "Er ist der perfekte Bond fürs 21. Jahrhundert, weil er das Publikum an seinem Innenleben teilhaben lässt." Wahrscheinlich gibt es für die Rolle der Produzentin niemanden, der besser geeignet wäre als Barbara Broccoli, die mit der Figur aufwuchs. Ein Traumjob? "Morgens aufzustehen und über den nächsten Bond nachzudenken", erzählte sie einem "Zeit"-Interview, "schien mir immer die Idealform meiner Existenz." (Natascha Zeljko)

 

26. OKTOBER: ADELE

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Hier spricht Adele: "Hello. It's me." - simpel, aber effektiv, diese Ankündigung. In einem mysteriösen, etwas kryptischen 28-Sekunden-Clip im britischen Fernsehen meldete sich Adele nach vier Jahren mit ihrem dritten Album "25" zurück, das am 20. November erscheinen soll. Die erste Single "Hello" veröffentlichte sie bereits letzten Freitag online. Thema der neuen Platte: Wiedergutmachung – vor allem mit sich selbst. In einem offenen Brief an ihre Fans entschuldigte sich die britische Sängerin außerdem dafür, dass die musikalische Pause so lange gedauert habe. Was dazwischen kam? "Life happend", schreibt sie. Ein guter Grund. (Sarah-Maria Deckert)

19. OKTOBER: Sarah Connor

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Echtes Mitgefühl zeichnet sich durch Taten aus: Unsere Frau der Woche ist Sarah Connor, weil sie eine syrische Familie bei sich zu Hause aufgenommen hat. Seit über vier Wochen wohnt eine Mutter aus Aleppo mit ihren fünf Kindern in der Einliegerwohnung der Sängerin. Unter falschem Namen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte sich die 35-Jährige bei einer Hilfestelle gemeldet, Boulevardmedien fanden es dennoch heraus. In einem Gastbeitrag auf Zeit.de berichtet die Sängerin über ihre Erfahrungen - absolut lesenswert und mit großem Vorbildpotential! (Marie Kiewe)

12. OKTOBER: Anne Will

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Anne Will hatte vergangenen Mittwoch die Bundeskanzlerin zu Gast. Angela Merkel nahm bei der Fernsehjournalistin Platz und Stellung zu ihrem Kurs in der Flüchtlingskrise, ihrer Haltung zur Zuwanderung und ihren Plänen für Deutschland. Und Will tat, was sie immer tut: Nachfragen. Klar, sicher, hartnäckig, klug und nahbar. Die 49-Jährige, die mit der Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel zusammenlebt, verdient deshalb zurecht Günter Jauchs Sendeplatz am Sonntagabend – um zu zeigen, wie das geht, die Sache mit dem Polit-Talk. (Sarah-Maria Deckert)

05. OKTOBER: Mariah Idrissi 

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Erstmals wirbt H&M mit einer Frau, die Kopftuch trägt: ein Skandal? Eine Sensation! Die 23-jährige Mariah Idrissi aus London ist in der Werbekampagne "Close the Loop" zum Recycling gebrauchter Kleidung zu sehen. Die junge Frau ist pakistanisch-marokkanischer Abstammung. Mit ihrem Model-Job für H&M zeigt sie, wie wichtig Muslima als Zielgruppe für junge Mode sind. Mariah Idrissi trägt den Hijab, so heißt das Tuch, selbstbewusst und mit klarer Botschaft: "You don't have to be naked to look good." Stimmt. (Katharina Rieger)

28. September: Gina McCarthy

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Gina McCarthy ist Barack Obamas oberste Klimaschützerin und weiß, was es bedeutet, unter politischem Druck zu stehen. Die Chefin der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA hat das Untersuchungsverfahren gegen VW wegen manipulierter Abgaswerte ins Rollen und dadurch den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn zu Fall gebracht.  

21. September: Viola Davis 

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Viola Davis sorgte bei der Emmy-Verleihung 2015 in Los Angeles für eine Premiere der besonderen Art: Die 50-jährige Schauspielerin wurde für ihre Rolle in "How to Get Away with Murder" als erste Farbige mit dem Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie ausgezeichnet. „Das Einzige, was women of color von allen anderen trennt, sind Gelegenheiten", sagte Davis in ihrer Dankesrede. Wir gratulieren!

14. September: Linda Zervakis

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Die deutsch-griechische "Tagesschau"-Sprecherin und Buchautorin Linda Zervakis berichtet als Gesicht des "Summer of Peace" auf "Arte" nicht vom Krieg, sondern vom Frieden. Wie es dazu kam? "Ich gebe zu, noch auf keiner Friedensdemo gewesen zu sein. Stattdessen bin ich damit beschäftigt, meinen inneren Frieden zu finden. Das liegt auch daran, dass mich die tägliche Konfrontation mit den Krisen der Welt manchmal demotiviert, dagegen öffentlich aufzubegehren. Da macht sich Ohnmacht in mir breit. So gesehen eröffnet mir der "Summer of Peace" die Möglichkeit, mich daran zu erinnern, dass wir nicht ohnmächtig sind!",  so Linda Zervakis gegenüber „Tagesspiegel”. Das unterstützen wir gern!

07. September: Natalie Massenet

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Natalie Massenet hat einen der erfolgreichsten Online-Shops der Welt aufgebaut und das Unternehmen für viel Geld weiterverkauft. Letzte Woche wurde bekannt gegeben, dass Sie net-a-porter verlässt. Allerdings nicht ohne ihren Mitarbeitern in einem Abschiedsbrief ein paar gute Tipps mit auf den Weg zu geben: Zum Beispiel "Intelligenz ist Stil. Und Stil ist Intelligenz". Oder: "Sei witzig, sei smart, mach etwas Unerwartetes". 

31. August: Dunja Hayali

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Die ZDF-Moderatorin  Dunja Hayali hat sich via Facebook für Flüchtlinge und gegen fremdenfeindliche Hetzparolen starkgemacht. Am 29. August 2015 fand die Tochter irakischer Einwanderer in ihrem an die Absender eines Hass-Kommentars gerichteten Facebook-Post sehr deutliche Worte. "Ja, ich lese alles", schreibt die 41-Jährige, "auch die persönlichen Diffamierungen, Beleidigungen und Pestmails". Am meisten sei sie erschreckt über die "Ich habe ja nichts gegen Flüchtlinge, aber ..."-Kommentare, fährt sie fort. Dunja Hayali engagiert sich seit Jahren für mehr Zivilcourage und gegen Fremdenfeindlichkeit - und lässt sich dabei von nichts und niemandem einschüchtern. Wir sind beeindruckt! 

24. August: Heike Makatsch

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Sie kann das ganz große Kino – und bleibt dabei anders, eigenwillig und authentisch. Jetzt wird Heike Makatsch (44) die Tatort-Kommissarin Ellen Berlinger. Am 8. September beginnen die Dreharbeiten in Freiburg. Heike Makatsch, die in den 90ern auf Viva und in "Männerpension" mitten im Mainstream stand und dabei immer ironisch distanziert wirkte. Die als Margarethe Steiff im Jahr 2006 zeigte, dass sie mit ihrer Nonchalance die großen Figuren locker ausfüllen kann. Wie passend: Heike Makatsch, die bestimmt eine eigenwillige Kommissarin abgibt, ermittelt in Deutschlands Bio-Hauptstadt Freiburg. Geplant ist das als einmaliges "Tatort-Special" mit dem Titel "Fünf Minuten Himmel" - geplante Ausstrahlung im Jahr 2016.  Eins ist jetzt schon klar: Wir würden Kommissarin Makatsch gern öfter sehen. (Katharina Rieger)

17. August:  Madeleine Alizadeh

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Modebloggerin Madeleine Alizadeh ( Dariadaria.com ) engagiert sich für Flüchtlinge in Traiskirchen in Österreich. Die Bloggerin nutzt ihre Reichweite, um Gutes zu tun: Sie gibt Hinweise und Tipps, wie und wo Hilfe benötigt wird, und animiert Menschen mit unterschiedlichen Aktionen zum Spenden. Finden wir toll! (Theresa Rudnick)

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