Weisheit Kluge Antworten
auf die wirklich wichtigen Fragen des Lebens - und netter Gesprächsstoff
… weiß ich, wann ein Fußballspieler aufs Klo darf
Nicht nur bei der Fußball-WM kann die Toilettenregel akut werden: Muss ein Feldspieler mal für kleine Jungs, meldet er sich beim Schiedsrichter ab und anschließend wieder an. Das Spiel läuft weiter. Drückt hingegen den Torwart die Blase, wird eine Pipi-Pause eingelegt, bis er wieder zurück ist. Also, liebe Fußballer, nicht den Jens Lehmann machen und einfach hinter die Bande pieseln, sondern dem Schiri Bescheid geben.
… weiß ich, was "Jeggings" sind
Liegt auf der Hand: Eine Mischung aus Jeans und Leggings ergibt Jeggings. Die Symbiose sieht aus wie guter alter Denim, ist aber viel elastischer und liegt enger an als jede Röhre. Körperbetont, trotzdem bequem und sehr angesagt. Eigentlich prima – vorausgesetzt, Ihre Beine sind so lang und schlank wie die von Nadja Auermann (112 Zentimeter). Für alle anderen gilt: Man muss nicht jeden Trend mitmachen.
… ist mir klar, dass lauter Sex ein Kündigungsgrund ist
Schön, dass Sie es jetzt leidenschaftlich und am liebsten bei offenem Fenster treiben, könnte aber Ärger bringen. Laut Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund ist es rein rechtlich egal, woher der Lärm kommt: Musik, Schnarchen, Sex – alles, was nach 22 Uhr zu laut ist, kann zur Kündigung führen. Wer nach einer Abmahnung nichts ändert, fliegt aus seinem Liebesnest.
… verstehe ich, was hinter staatlicher Esoterik steckt
Garantiert kein Hokuspokus: Arbeitslose mit Bildungsgutschein können Kurse in "psychologischer Astrologie" und "parawissenschaftlichen Therapien" belegen. Die Arbeitsagentur weiß zwar, dass Wahrsagerei keine seriöse Wissenschaft ist, aber der Markt für Astrologen sei nun mal vorhanden. Ob man die Kosten für Glaskugel und Tarotkarten dann auch steuerlich absetzen kann?
… weiß ich, warum man Spargel "im Urin" hat
Man will ganz diskret um die Ecke und schon tönt es von nebenan: "Na, Spargel gegessen?" Das Gemüse enthält aromatische Schwefelverbindungen, die im Verdauungssystem abgebaut werden. Und das riecht man. Laut British Journal of Clinical Pharmacology besitzt etwa die Hälfte aller Briten (und Deutschen) das Abbau-Enzym, in Frankreich jeder. So what, es gibt peinlichere Duftmarken und Spargel hat nur acht Wochen Saison.
… weiß ich, woher das Handy seinen Namen hat
Wer hat’s erfunden? Nicht die Schweizer, die sagen Natel, nicht die Italiener (telefonino) und auch nicht die lustigen Schweden (ficktelefon). Das amerikanische Unternehmen Motorola entwickelte während des Zweiten Weltkriegs kleine tragbare Funkgeräte fürs Militär: handie-talkies. Im deutschen Sprachraum tauchte das Wort Handy erstmals 1986 in einer Anzeige für ein Amateurfunkgerät auf, seit 1990 heißen deutsche Mobiltelefone Handys. Übrigens: Die Amerikaner sprechen vom cell phone.
… verstehe ich, worum es beim Sleevegate-Skandal geht
Auslöser des "Ärmelskandals": Michelle Obama ließ sich für das offizielle Foto aus dem Weißen Haus im ärmellosen Designerkleid ablichten und zeigt auch sonst gern ihre (sehr schönen!) Arme. Nackte Haut und als First Lady die Muskeln spielen lassen – das kommt nicht bei allen Amerikanern gut an. Pah, schon Jackie Kennedy trug oft ärmellos.
… verstehe ich, woher die Schmetterlinge im Bauch kommen
Hätte man im Jahr 1920 geseufzt, man habe Schmetterlinge im Bauch, selbst die beste Freundin hätte einen nicht verstanden. Diese Umschreibung für das Gefühl, tierisch verliebt zu sein, hat sich im deutschen Sprachraum erst nach dem Zweiten Weltkrieg durchgesetzt. Erfunden hat sie die amerikanische Schriftstellerin Florence Converse (1871 bis 1967). In "House of Prayer" von 1908 schrieb sie als Erste von butterflies in the stomach. Wie schöööön!
… weiß ich, was das Philtrum ist
Es bezeichnet die Nasenrinne über der Oberlippe und leitet sich vom griechischen philtron ab, was "Liebeszauber" bedeutet, weil sie als besonders erotische Körperstelle galt. Dass manche sie auf gut Deutsch als Rotzrinne bezeichnen, vergessen wir lieber schnell. Und glauben der Legende, wonach das Philtrum der Fingerabdruck eines Engels ist, den er bei der Geburt des Babys dort hinterlassen hat.
… ist mir klar, wem am 26. März ein Gedenktag gewidmet ist
Klingt kurios, aber es handelt sich um den "Tag des Nougats". Vor zehn Jahren rief ihn ein amerikanischer Radiosender zur Feier der zart schmelzenden Süßigkeit aus. Die Begründung versteht kein Mensch, es kommen Zahlen, die Zehn Gebote und die sieben Gaben des Heiligen Geistes darin vor. Ist aber egal, schließlich denken wir auch ohne Erklärung an sündige Versuchungen – leider auch vor und nach dem 26. März.
… verstehe ich, warum Barfußjoggen gesund ist
Wer mit Laufschuhen seine Runden dreht, setzt normalerweise zuerst mit der Ferse auf und belastet dadurch seine Gelenke mit dem Dreifachen seines Körpergewichts. Barfußjogger hingegen, sagen die Evolutionsbiologen der Universität Harvard, treten mit dem Ballen oder dem Mittelfuß auf und federn damit den Aufprall stark ab. Solange man genügend Hornhaut hat, sei das selbst auf hartem Untergrund nicht gesundheitsschädlich. Wer Knie und Hüfte schonen will, pfeffert also am besten Bimsstein und Laufschuhe in die Ecke. Nichts für Ihre zarten Füßchen? Ach, bei Regen gibt es die Schlammkurpackung gratis dazu.
… erfahre ich, dass es auch Bio-Plastik gibt
Forschern der Kaist-Universität von Seoul ist es gelungen, Öko-Plastik herzustellen! Das Beste daran: Das Verfahren ist weder kompliziert noch teuer. Das neue Material besteht aus Polymilchsäure, ist völlig ungiftig, biologisch abbaubar und wird ganz ohne Erdöl – dafür mit Zucker – hergestellt. Möglich machen das genmanipulierte Escherichia-coli-Bakterien, die das umweltfreundliche Plastik durch Fermentierung produzieren. Klingt mal nach einer wirklich sinnvollen Erfindung.
… verstehe ich, warum die Zeitumstellung nichts bringt
Am 31. März ist es wieder so weit, die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Hilft nichts, sagen Politiker und haben (ausnahmsweise) recht. Ursprünglich sollte durch das gewonnene Tageslicht Energie gespart werden. Doch laut Thomas Hamacher vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik mache Licht nur zwei Prozent des Verbrauchs aus. Spülmaschine, Fernseher und Herd sind viel größere Stromfresser. Egal, der Sommer rückt näher.
… weiß ich, dass Spinnen fliegen können
Als Startbahn für ihre spektakulären Höhenflüge benutzen die Achtbeiner Grashalmspitzen. Dort spinnen sie einen zwei bis drei Meter langen Seidenfaden, der im Luftzug hin und her schwebt. An dessen Ende schwingen sie sich nach oben – und werden vom Wind davongetragen. Mit dieser raffinierten Ballooning-Technik gelangen sie in Sphären von bis zu zehn Kilometer Höhe, wo sonst nur Jumbojets unterwegs sind. Die spinnen, die Spinnen!
… ist mir klar, warum Promis über den roten Teppich laufen
Hat mit Image zu tun: Die Farbe Rot steht seit Jahrhunderten für Pracht und Erfolg. Grund war die äußerst teure Herstellung. Nur aus dem Drüsensekret der Purpurschnecke konnte in einer aufwendigen, fürchterlich stinkenden Prozedur der Farbstoff Purpur gewonnen werden. Für ein einziges Gramm benötigte man über 10 000 Schnecken. Heute wird die Farbe zwar billiger produziert, aber ihre Bedeutung hat sie behalten.
… kenne ich das China-Restaurant-Syndrom
Nein, es handelt sich nicht um eine Vorliebe für asiatische Speiselokale, sondern um eine Unverträglichkeit, die der Geschmacksverstärker Glutamat auslöst. Er ist oft in asiatischen Würzmischungen, Soja- und Fischsauce, aber auch in Chips enthalten. Außerdem werden Glutamat-Esser laut einer Studie der University of North Carolina dicker, ohne mehr zu sich zu nehmen. Da helfen auch chinesische Glückskekse nicht, nur der Verzicht auf das üble Würzmittel.
… weiß ich, warum "der Hund in der Pfanne verrückt" wird
Die Redewendung stammt aus "Till Eulenspiegel". Während seiner abenteuerlichen Wanderung landet er als Geselle in einer Brauerei. Als sein Meister ihm aufträgt, den Hopfen zu sieden, ist Eulenspiegel wie üblich nicht ganz bei der Sache. Statt Hopfen befördert er "Hopf", den Hund seines Chefs, in die Pfanne – der daraufhin eben "verrückt" wird. Heute würde man diese Art von Humor als Slapstick bezeichnen. Kannte man damals noch nicht. Die älteste erhaltene Fassung des "Eulenspiegels" stammt aus dem 16. Jahrhundert.
… verstehe ich, was chinesische Goldgräberinnen sind
Frauen, die alles daransetzen, sich einen reichen Mann zu angeln, nennt man in China "Goldgräberinnen". Weil das bei über einer Million Dollarmillionären ein vielversprechender Markt ist, werden in Peking inzwischen Seminare angeboten. Auf der Agenda stehen Konversationsübungen, Make-up-Tipps und wie man Hochstapler schnell entlarvt. Ein 30-Stunden-Kurs kostet 2300 Euro. Wenn’ s nicht klappt, weiß man wenigstens, wie man sich richtig schminkt.
… ist mir klar, was Crowdfunding ist
Statt über eine Bank werden heute immer mehr Projekte über das Internet finanziert, ist quasi die moderne Art der Geldbeschaffung. Und das funktioniert so: Kreative stellen ihre Ideen und Entwicklungen auf Websites wie kickstarter.com vor, Interessierte unterstützen die Aktion mit Geldbeträgen und bekommen dafür eine Beteiligung. Aktuell wird zum Crowdfunding (von engl. crowd für Masse und funding für Finanzierung) für den Kinofilm zur TV-Serie "Stromberg" aufgerufen. Clevere Sache.
… weiß ich, wer den Blackberry- Feierabend eingeführt hat
Der Betriebsrat des Autoherstellers Volkswagen hat sich durchgesetzt: Eine halbe Stunde nach Arbeitsende kappt der Mailserver sämtliche Verbindungen zu Firmen-Blackberrys. Dreißig Minuten vor Arbeitsbeginn wird die Leitung wieder freigeschaltet, Telefonieren geht aber immer. Den Blackberry-Feierabend genießen allerdings nur Mitarbeiter mit Tarifvertrag. Übertariflich bezahlte Manager sind weiterhin rund um die Uhr erreichbar – oder drücken eben selbst die "Off"-Taste.
… kenne ich das Geheimnis des perfekten Fotolächelns
Sie brauchen nie wieder cheese zu sagen, wenn Sie geknipst werden. Bringt nichts. Um den ultimativen Trick für ein freundliches Fotogesicht zu finden, haben der dänische Fotograf Peter Skjold Petersen und die Kamerafirma Nikon die typischen "Bitte lächeln"-Wörter aus 26 Ländern getestet. Auf Platz zwei bis fünf: famiglia (ital.) – Familie, patatas (span.) – Kartoffeln, marmolada (poln.) – Marmelade, "Zaag eens kaas!" (holl.) – "Sag Käse!" Auf Platz eins: ouistiti, französisch für "kleines Äffchen". Wer das sagt, sähe am schönsten aus.
… weiß ich, welche Sprüche bei Frauen ankommen
Die Analyse von Chatprotokollen eines Flirtportals ergab: Während deutsche Frauen am liebsten auf ihre schöne Haut angesprochen werden, sind es bei Portugiesinnen die Ohren und bei Italienerinnen ihr Kleidungsstil. Weltweit fahren Männer am besten mit einem Kompliment über Lippen. Warum sie es trotzdem am häufigsten mit "Deine Augen sind so …" versuchen, bleibt ein Rätsel.
… kenne ich ein belebendes Grippemittel
Als 1918 die Spanische Grippe fast 50 Millionen Menschen dahinraffte, mixte ein Barkeeper in São Paulo zur Prophylaxe eine besondere Medizin. Er mischte Zuckerrohrschnaps und frischen Limettensaft und süßte mit Rohrzucker nach. Fertig war der Caipirinha. Der Name leitet sich übrigens vom portugiesischen Wort caipira ab, was "Landbewohner" oder "Hinterwäldler" bedeutet, die Endung -inha ist eine Verniedlichung. Ob’s den Brasilianern geholfen hat, weiß keiner. Sicher ist, der Caipirinha hat mittlerweile auch die letzte Bar in der Provinz erreicht. Wie ein Virus eben.
… kann ich guten Gewissens shoppen
Man sucht nach einem hübschen Tuch für die beste Freundin – und kauft sich selbst einen Hut. Self-gifting nennen die Amerikaner dieses Phänomen. Und das liege im Trend, weil die Zahl der Singles steige, vermuten Werber, die das schon fürs Marketing nutzen. Sagen Sie also an der Kasse ruhig: "Nein, das brauchen Sie nicht als Geschenk einzupacken. Ist für mich."
… weiß ich, welche Musik das beste Doping ist
Noch ’ne Runde laufen? Hängt davon ab, was die Playlist im iPod so hergibt. Der englische Sportpsychologe Costas Karageorghis hat herausgefunden, dass Songs mit 120 bis 140 Schlägen pro Minute die Leistung eines Joggers um bis zu 15 Prozent erhöhen. Klappt zum Beispiel mit "TNT" von AC/DC (129 Schläge) oder auch mit "A Place for My Head" von Linkin Park (133). Und man läuft und läuft und läuft …
… ist mir klar, warum alle Uhrmacher gleich ticken
Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass alle Uhren in der Werbung dieselbe Zeit anzeigen, nämlich 10.08 Uhr. Erfunden hat's, nein, kein Schweizer, sondern der japanische Hersteller Seiko. In dieser Position sollen die Zeiger das Firmenlogo ein-rahmen – und ein Lächeln andeuten. Hai, hai!
… ist mir klar, warum man Leuten "die Daumen drückt"
Dieser Brauch geht auf die alten Germanen zurück, die ja bekanntlich ziemlich abergläubisch waren: Der Daumen stand nicht nur für Glück und übersinnliche Kräfte, sondern symbolisierte auch einen unheilbringenden Kobold. Um Freunde vor Schaden zu bewahren, hat man den Daumen deshalb vorsichtshalber versteckt. Sicher ist sicher.
… weiß ich, wo es ein Glücksministerium gibt
In Bhutan, dem kleinen Himalaya-Staat südlich von Tibet, ist das Erlangen von größtmöglichem Glück erklärtes Staatsziel. Deshalb ermittelt das Ministerium anhand des "Bruttonationalglücks" regelmäßig den Zufriedenheitsgrad seiner Bürger. Wäre auch mal bei uns eine erfrischende Alternative zum manischen Schielen auf Bruttosozialprodukt und Konjunkturklima-Index.
… weiß ich, wer den Rollkoffer erfunden hat
Ein erster Anlauf scheiterte im 19. Jahrhundert wegen holpriger, schlammiger Böden. Ein zweiter Versuch in den 70ern an Machos – echte Männer schleppten lieber selbst. Erst 1987 setzte sich der Trolley durch. Der amerikanische Pilot Robert Plath fand es lästig, sein Gepäck ständig von Terminal A nach B zu tragen. Also montierte er zwei Kunststoffräder und eine höhenverstellbare Teleskopstange an seinen Koffer. Heute ist der Mann Multimillionär, der Millionen von Reisenden glücklich gemacht hat.
… verstehe ich, was die Occupy-Bewegung ist
Initialzündung der Occupy-Welle (engl. für besetzen) waren Proteste in New York. Am 17. September 2011 begann im Zuccotti-Park die Dauerbelagerung durch Occupy Wall Street-Aktivisten gegen Spekulationsgeschäfte der Großbanken und soziales Ungleichgewicht. Diese Bewegung fand auch in europäischen Ländern großen Zulauf, vor allem im krisengeschüttelten Spanien. Die Occupy-Anhänger wollen jetzt sogar ihr eigenes soziales Netzwerk gründen.
… ist mir klar, was "Karriereoperationen" sind
Südkorea ist das Land mit den meisten Schönheits-OPs, gemessen an der geringen Einwohnerzahl. Doch auf dem Tagesplan der Chirurgen stehen kaum Brustvergrößerungen oder Fettabsaugungen, sondern Kiefer-, Lid- und Nasenkorrekturen. Ziel: weniger koreanisch und dafür – angeblich – intelligenter und durchsetzungsfähiger auszusehen. Vor allem junge Koreaner erhoffen sich davon eine bessere Stellung. Ob das neue Ich wirklich die Karriere pusht? Müssen Personalchefs beurteilen.
… weiß ich, dass Krimis schlauer machen
Frauen lieben Krimis, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Das fanden Psychologen der University of Illinois heraus. Und sie kennen auch die Gründe: Wegen ihrer Angst vor Übergriffen versprechen sich die Leserinnen Einblicke in die Psyche der Täter und gleichzeitig Tipps, wie man sie erkennen und ihnen im Ernstfall entkommen kann. Motto: Nervenkitzel ist gut, Überleben noch besser.
… weiß ich, dass Wäsche auch bei Minusgraden trocknet
Keine Sorge, wenn nasse Handtücher im Winter bretthart auf der Wäscheleine hängen – die trocknen! Man nennt dieses Phänomen Sublimation: Bei Temperaturen unter null Grad gefriert Wasser zunächst und verdunstet dann, ohne vorher noch mal flüssig zu werden. Das geht mitunter sogar schneller als in warmen Räumen. Denn dort bleibt die Wäsche wegen der extrem hohen Luftfeuchtigkeit manchmal tagelang klamm, weil die Luft bereits mit Wasserdampf gesättigt ist.
… ist mir klar, wie viel Physik in einer Sektflasche steckt
Bei Partys bitte in Deckung gehen! Der Druck, unter dem Sektund Champagnerflaschen stehen, ist vergleichbar mit dem eines LKW-Reifens, nämlich rund fünf bar. Beim Öffnen erreichen die Korken Spitzengeschwindigkeiten von 40 Stundenkilometern. Und der Nebel, der aus den Flaschen kommt? Das ist Wasserdampf, der durch die Druckabnahme beim Entkorken abkühlt und kondensiert. Cheers!
… verstehe ich, warum man launische Männchen meiden sollte
Finken und Meisen können ein Lied davon singen: Sie bevorzugen Partner mit vorhersehbarem Verhalten, wie Biologen der University
of Exeter herausgefunden haben. Die Vogelfrauen entscheiden so, welche Merkmale der Männchen an die gemeinsamen Kinder weitergegeben werden sollen. Bisher dachte man, die Selektion beruhe nur auf Äußerlichkeiten. Pech für die farbenfrohen Prachtkerle. Es zählt eben doch der Charakter.
… ist mir klar, dass Zähneputzen manchmal schädlich ist
Oxalsäurehaltige Speisen wie Spinat, Rhabarber und Mangold hinterlassen oft ein pelziges Gefühl im Mund und greifen den Zahnschmelz an. Doch mit dem Zähneputzen sollte man trotzdem eine Stunde warten: Durch kräftiges Bürsten könnte die angeraute Zahnoberfläche leiden. Besser nur mit Wasser spülen – oder auf den alten Hausfrauentrick setzen und schon beim Kochen etwas Zucker über Spinat und Co. streuen. Hemmt die Säure.
… ist mir klar, dass man kein Recht auf Umtausch hat
An manche Dinge hat man sich schon so gewöhnt, dass man sie für selbstverständlich hält. Geschenke umtauschen zum Beispiel. Wenn ab 27. Dezember die Sachen wieder retour wandern, sollte man wissen: Händler, die Ware zurücknehmen, tun das aus reiner Kulanz. Es besteht kein Anspruch auf Bargeld. Anders verhält es sich bei Online-Shops oder Versandhäusern. Hier gilt ein gesetzlich geregeltes Rückgaberecht von 14 Tagen. Wäre also schlau, ein bisschen länger über die Geschenke nachzudenken. Und bewahrt einen davor, sich durch die Innenstadt zu kämpfen.
… verstehe ich, woher Pennyloafer ihren Namen haben
Der Schlupfschuh wurde an den Elite-Unis Yale, Princeton und Harvard in den 30er-Jahren zum Renner. Deren Studenten machten ihn zu ihrem Markenzeichen. In den Riemen quer über dem Rist steckten die Preppys einen Penny zum Telefonieren. Der Pennyloafer war geboren. Im Handy-Zeitalter soll die Münze einfach nur Glück bringen.
… kenn ich das Material der Zukunft
Erinnern Sie sich an die 80er? Damals trugen die Wollsocken-Ökos ihre Einkäufe in "Jute statt Plastik"-Taschen nach Hause. Durch neue Verarbeitungstechniken ist die Bastfaser inzwischen konkurrenzfähig – und ein ziemlich begehrter Rohstoff. In diesem Jahr wurde allein aus Bangladesch Jute im Wert von einer Milliarde Dollar exportiert. Daraus entstehen Taschen, Teppiche und Textilien. Tschüss, Plastik! Wurde auch Zeit.
… weiß ich, wo das Meer "leuchtet"
In der Mosquito Bay der Karibik-Insel Vieques liegt der Schauplatz eines seltenen Naturphänomens. Im Meer östlich von Puerto Rico wächst massenhaft fluoreszierendes Plankton. Eine clevere Strategie der Kleinstlebewesen, um Fressfeinde zu täuschen. Den Special Effect gibt’s sozusagen als Zugabe: Alles, was sich im Wasser bewegt, zieht einen leuchtenden blauen Schweif hinter sich her. Das Licht ist so hell, dass man Zeitung lesen könnte. Besonders beeindruckend ist das Spektakel nachts.
… ist mir klar, warum attraktive Verkäuferinnen schlecht fürs Geschäft sind
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Laden? Hoffentlich die Kundin und nicht die Verkäuferin. Eine Studie der University of South Australia ergab, dass eine gefühlte optische Unterlegenheit häufig als soziale Bedrohung wahrgenommen wird. Man sei weniger selbstbewusst und scheue deshalb vor dem Kauf zurück.
Sollen jetzt nur noch Vogelscheuchen in den Läden stehen?
… verstehe ich, was an Weihnachtsfeiertagen in den Kirchen los ist
Laut Messungen von Dr. Stephan Weber, Dozent der Universität Duisburg-Essen, liegt in dieser Zeit sieben- bis neunmal so viel Feinstaub in der Kirchenluft als bei normalen Gottesdiensten. Luftverpester sind nicht nur die vielen Kerzen, sondern vor allem die übermäßige Weihrauch-Schwenkerei. Dadurch ist die Feinstaubkonzentration sogar höher als an einer viel befahrenen Autobahn. Klingt, als könne man in der besinnlichen Zeit schnell mal besinnungslos werden …
… kenne ich den Zusammenhang zwischen Autofarbe und -fahrer
Laut Farbpsychologen gelten Fahrer von schwarzen Autos als autoritär, die von blauen als teamfähig. Umgekehrt beeinflusse die Autofarbe das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer. Gelb macht ausgesprochen aggressiv. Ein Glück, dass jetzt Braun der Favorit unter den Autofarben ist – schließlich steht die Farbe für Sicherheit und wirkt ausgleichend. Endlich Frieden auf Deutschlands Straßen.
… weiß ich, dass Trampoline gefährlich sind
Inzwischen sind Trampoline mindestens so beliebt wie Hometrainer – und das hat Konsequenzen. Die Unfälle mit den Hüpfgeräten haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Zu den häufigsten Verletzungen zählen laut einer Studie englischer Notärzte Knochenbrüche und Bänderrisse. Experten empfehlen deshalb, ein Netz um das Trampolin herumzuspannen und nie mit Schuhen zu springen. Eigentlich logisch – auch Kängurus hopsen ja barfuß!
… verstehe ich, woher der Spruch "Dasselbe in Grün" stammt
Es kursieren drei Theorien. Die wahrscheinlichste: Das Opelmodell "Laubfrosch" von 1924 war eine fast exakte Kopie des Citroën 5CV. Einzige Ausnahme - der Opel war grün, der Citroën gelb. Den Plagiatsvorwurf entkräfteten deutsche Gerichte mit der Begründung, der Kühlergrill sei etwas anders geformt. Das fiel, außer den Richtern, niemandem auf. Der grüne Look schon.
… ist mir klar, was "Wintimacy" ist
Wintimacy (ein sogenanntes Kofferwort, zusammengesetzt aus Winter und intimacy – englisch für Vertrautheit, Gemütlichkeit) beschreibt unsere Sehnsucht nach Geborgenheit in der dunklen Jahreszeit. Sprich: das Verlangen nach Pralinchen, einem prasselnden Kaminfeuer und kuscheligen Stunden zu zweit. Übrigens ein wissenschaftlich belegtes Phänomen. Ursache sei meist ein Mangel an Melatonin. Wieder mal ein schicker Lifestyle-Begriff für ein ganz normales Lebensgefühl.
… weiß ich, dass man Leder waschen kann
"Wird auf dem Etikett explizit Reinigung empfohlen, sollte man selbst die Finger davon lassen", rät myself-Modechefin Julia Zirpel. Aber viele Lederarten kann man tatsächlich mit einem speziellen Konzentrat (über www.lederzentrum.de) von Hand oder in der Maschine waschen. Gegen Farbverlust vorher ein Fixativ verwenden.
… ist mir klar, dass man sich jemanden schöntrinken kann
Während einer Abschlussfeier an der Roehampton University London wurden den Gästen Gesichter auf einem Laptop gezeigt. Die Nüchternen beurteilten harmonische Gesichtshälften als schön, während die Angetrunkenen die asymmetrischen attraktiver fanden. Die Forscher schlossen daraus: Mit mehr als 0,8 Promille kann man Symmetrien in Gesichtern schlechter erkennen, woran Menschen normalerweise Attraktivität festmachen. Bei Frauen ist dieser Effekt übrigens noch 20 Prozent stärker als bei Männern. Wenn das mal kein böses Erwachen gibt.
… verstehe ich, warum Mozart nicht klüger macht
Psychologen der Universität Wien entlarvten den "Mozarteffekt" als Mythos. Demnach steigert klassische Musik nur kurzfristig die Leistung, aber man wird deshalb nicht, wie früher angenommen, schlauer. Was hingegen bewiesen ist: Alles, was Spaß macht, hebt vorübergehend die Leistungsbereitschaft. Egal, ob das der neue Mankell ist, witzige Youtube-Videos – oder eben Mozarts Klarinettenkonzert.
… weiß ich, wo Taxifahren am teuersten ist
Ausgerechnet bei den sparsamen Schwaben zahlt man fürs Taxi am meisten. Laut Stiftung Warentest kostet in Stuttgart eine 10-Kilometer-Tagesfahrt 20,20 Euro und damit 6,20 Euro mehr als in Leipzig, der Taxi-Schnäppchen-City schlechthin. Hamburg kommt im Ranking mit 19,90 Euro auf Platz zwei, Frankfurt mit 19,25 Euro auf Rang drei. Wer sichergehen will, was die geplante Fahrt kostet, kann sich auf www.taxi-rechner.de einen Richtpreis berechnen lassen.
… weiß ich, wohin die Deutschen am liebsten auswandern
Nein, das Traumziel ist nicht Mallorca, wie es die TV-Sendung "Goodbye Deutschland" nahelegen könnte. Die meisten Auswanderer, nämlich 155 000, zog es im vergangenen Jahr in die Schweiz und – außerhalb Europas – nach Amerika. Auffällig ist, dass vor allem Berliner und Ostdeutsche weg wollen. Vielleicht finden sie Berge einfach attraktiver als die Norddeutsche Tiefebene.
… kenne ich Erika Mustermann
Im Zusammenhang mit Personalausweisen taucht der fiktive Name erstmals 1982 auf. Die in Wirklichkeit nie existierende Erika Mustermann wurde am 12. September 1945 geboren, Mädchenname Gabler, ist 1,60 Meter groß und hat grüne Augen. Das männliche Pendant heißt Max – manchmal Erik – Mustermann. In Frankreich konkurrieren mehrere Mustermänner und -frauen um den Platz als Platzhalter: Jean Martin, Corinne Berthier, Pierre Delune und Sylvie Dupain. Bleibt die Frage nach dem Bild. Erika Mustermann ist zwar stets blond, sieht aber immer wieder anders aus. Was daran liegt, dass verschiedene Mitarbeiterinnen aus der Bundesdruckerei Modell standen. Corporate Identity eben.
… weiß ich, warum der Bär das Wahrzeichen von Berlin ist
Bär. Berlin. Na, klingelt was? Berlin stammt vom slawischen berl ab, das zwar "Sumpf" bedeutet. Doch wie alle Städte im Mittelalter hatte auch Berlin ein sogenanntes "redendes" Wappen, das den Klang des Städtenamens bildlich übersetzte. 1280 wurde der Bär erstmals auf einem Stadtsiegel verewigt. In weniger guten Zeiten bekam er Halsband und Leine verpasst, 1875, wieder in Freiheit, ein zottiges Fell. Groß, beliebt, aber nicht perfekt – passt auch heute noch zu Berlin.
… ist mir klar, warum der Adler das deutsche Bundeswappen ziert
Kaiser, Könige, Reichsfürsten – wer was zu sagen hatte, trug seit dem Heiligen Römischen Reich den Herrscher der Lüfte im Wappen. Und das gilt für Deutschland bis heute. Seit 1950 herrscht künstlerische Freiheit, solange der Adler einköpfig ist, den Kopf zur rechten Schulter dreht, keine Krone trägt und im Schild schwebt. Heißt: Egal ob Bundesrat, Bundestag oder Bundesnationalmannschaft – jeder hat einen (eigenen) Vogel.
… verstehe ich, warum das Oktoberfest im September stattfindet
Ja, es ist wirklich so banal: wegen des Wetters. Seit 1872 beginnt die Wiesn in den letzten warmen Tagen des Altweibersommers, damit man auch in den Gartenbereichen der Zelte feiern kann. O’zapft wird am Samstag nach dem 15. September, aus is am ersten Sonntag im Oktober. Fällt der auf den 1. oder 2. Oktober, wird bis zum Tag der Deutschen Einheit (3.10.) verlängert. Wäre ja schade, die Dirndl-Dekolletés, Einheimische sagen "Balkon", mit dicken Strickjacken zu verhüllen.
… ist mir klar, woher der Spruch "Klappe zu, Affe tot" kommt
Fragen kann man niemanden mehr, aber Folgendes wird erzählt: Um 1900 gastierte in Berlin ein Zirkus, an dessen Eingang ein kleiner Affe die Zuschauer begrüßte. Damals eine kleine Sensation. Bis eines Tages die Klappe seines Käfigs geschlossen blieb und ein Besucher mit dieser Bemerkung den Tod des Tieres konstatierte. Typisch Berliner Schnauze.
… verstehe ich, warum wir auf großem Fuß leben
Seit fünfzig Jahren beobachtet das Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens unsere Füße. Jetzt ergaben Untersuchungen, dass Frauen in den sechziger Jahren maximal Schuhgröße 42 hatten, heute 46. Bei der Breite fällt der Unterschied noch drastischer aus. Deshalb arbeitet man gerade an einem System, das nicht nur die Länge, sondern auch den Umfang der Schuhe erfasst. Klingt komfortabel, aber womöglich gibt es dennoch bald die ersten Fuß-Verkleinerungs-OPs.
… weiß ich, woher der Begriff Tohuwabohu stammt
Es klingelt, aber wo ist bloß das Handy? Egal, was Sie suchen, es ist in Ihrem persönlichen Bermuda-Dreieck verschollen? Eben im Tohuwabohu. Das Wort an sich ist schon ein Buchstaben-Wirrwarr, kommt aus dem Hebräischen und steht im 1. Buch Moses der Bibel und bezeichnet den Zustand der Erde vor der Schöpfung. Meine Güte, wie muss es da ausgesehen haben …
… ist mir klar, wer hinter "Lucy in the Sky with Diamonds" steckt
Die Kindergartenfreundin von John Lennons Sohn Julian hieß Lucy O’Donnell! Als der Vierjährige sie von Sternen und Diamanten umringt malte, inspirierte er mit dem Bild seinen Vater zu einem Beatles-Hit. Leider konnte Lucy O’Donnell auch später mit dem psychedelischen Song über ein Mädchen mit Kaleidoskop-Augen unter Mandarinenbäumchen und Marmeladenhimmel nichts anfangen. Gut möglich, die Frau hat nie mit Drogen experimentiert so wie die Beatles.
… kenne ich das Stöckelschuh-Syndrom
Schmerzen, die nicht beim Tragen, sondern beim Ausziehen von High Heels auftreten, nennt man das Stöckelschuh-Syndrom. Wissenschaftler aus England und Österreich haben nun herausgefunden, dass sich durch die hohen Absätze nicht die Wadenmuskeln verkürzen, sondern die Achillessehne versteift. Zieht man die Schuhe abends aus, wird die Sehne gedehnt, was ziemlich wehtun kann. Um das zu vermeiden, hin und wieder zwischen flachen Budapestern und den angesagten Hiking-Booties wechseln.
… verstehe ich, warum 3D-Filme Kopfschmerzen verursachen
Grundsätzlich verlangt die 3D-Technik Augen und Gehirn Höchstleistungen ab. Wer dazu noch unterschiedlich lange Augenmuskeln hat (das merkt man normalerweise nicht), muss sich noch mehr anstrengen – und bekommt Kopfschmerzen. Der Karlsruher Augenarzt Peter Höh rät, sich im Kino einen Platz in der Mitte zu suchen und viel Wasser zu trinken.
… weiß ich, warum Tango zum Weltkulturerbe ernannt wurde
Laut Unesco ist der leidenschaftlichste Tanz aller Tänze seit letztem Jahr ein "schützenswertes immaterielles Kulturgut" und steht damit auf einer Stufe mit der indonesischen Batiktechnik und dem georgischen Polyphongesang. Vielleicht ein Argument, um Ihren Mann im Herbst zum Tangokurs zu überreden?
… verstehe ich, warum es in der DDR keine Banküberfälle gab
Ob es nun am sozialistischen Gemeinschaftsgefühl oder an den extremen Sicherheitsvorkehrungen lag, Fakt ist: Bis 1990 gab es in der DDR keinen einzigen erfolgreichen Banküberfall. Logisch, dass es für die unterbeschäftigten Räuber nur ein Ziel gab: Ab in den Westen!
… ist bewiesen, dass Frauen den besseren Geruchs-sinn haben
Immer der Nase nach, Ladys! Eine Studie des amerikanischen Monell Chemical Senses Center zeigt, dass der weibliche Geruchssinn stärker ausgeprägt ist als der männliche. Die Probandinnen konnten männlichen Körpergeruch in 93 Prozent der Fälle auch dann erkennen, wenn dieser mit Parfum überdeckt war. Die Herren ließen sich leichter täuschen, nur 60 Prozent waren erfolgreich. Wir kombinieren: Frauen haben eben auch bei der Partnerwahl
den richtigen Riecher.
… ist mir klar, warum Arztserien nichts für Hypochonder sind
Wer häufig Sendungen mit medizinischem Inhalt schaut, schärft sein Bewusstsein für Gesundheitsrisiken, überschätzt aber auch die Wahrscheinlichkeit, selbst krank zu werden. Zu diesem Schluss kommt eine Kommunikationswissenschaftlerin von der University of Rhode Island, nachdem sie die Fernsehgewohnheiten von Studenten analysiert hatte. Dass man an einem Aneurysma sterben kann, wissen wir auch erst seit "Grey’s Anatomy".
… weiß ich, wie ich mich vor schlechtem Wein retten kann
Die Flasche Chianti sieht nobel aus – doch ihr Inhalt schmeckt nach feuchtem Keller? Kein Grund, die Gäste nach Hause zu schicken: Laut Forschern der University of California legt sich beim Verzehr von Käse eine dünne Fettschicht schützend über den Gaumen. Sie schwächt unangenehmen Geschmack ab. Blauschimmelkäse wie Stilton oder Gorgonzola haben sich als besonders effektiv erwiesen – sollten Sie als Retter in der (Wein-)Not zu Hause haben.
… brauche ich mich zum Entspannen nicht mehr auf eine Wiese zu legen.
Einziger Nachteil am Geruch einer frisch geschnittenen Sommerwiese ist, dass man ihn nicht mitnehmen kann. Oder doch? Australische Wissenschaftler haben ein Spray entwickelt, das wie Gras riecht und Spannungen abbaut. Klingt ziemlich dufte! Beim Mähen und Schneiden werden nämlich mindestens fünf Substanzen freigesetzt, die nachweisbar Stress reduzieren. Das Spray enthält drei davon.
… verstehe ich, was ein Flashmob ist
Vielleicht ein blitzschnelles Feuchtreinigungsgerät? Nein. Ein Flashmob ist ein kurzer, scheinbar spontaner Menschenauflauf, der über Online-Plattformen organisiert wird – am liebsten ohne tieferen Sinn: hunderte Menschen, die sich vor dem Kölner Dom eine wilde Kissenschlacht liefern oder auf dem Alexanderplatz zu Jackos "Beat It" tanzen, frei nach dem Motto "Individualität ist toll, wenn viele mitmachen". Nach ein paar Minuten gehen alle auseinander, als wäre nichts gewesen. Wie ein Flash.
… muss ich nicht ständig eine Wasserflasche mitschleppen
Die Empfehlung, zwei bis drei Liter Wasser am Tag zu trinken, ist schlicht Nonsens. Neuere Studien, zuletzt im Journal of the American Society of Nephrology, haben keinen Beleg für eine positive Wirkung gefunden. Vielmehr regle der Körper seinen Wasserhaushalt selbst. Wenn er weniger bekommt, scheidet er auch weniger aus. Von daher reichen ein bis eineinhalb Liter – und dabei zählen Kaffee, Tee und leicht alkoholische Getränke wie Bier mit.
… verstehe ich, warum ich morgens größer bin
Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Denn dann ist man ein bis drei Zentimeter größer als abends. Dass man im Laufe des Tages schrumpft, liegt nicht etwa an der schweren Bürde des Lebens, sondern an den Bandscheiben. Ihre Knorpel bestehen aus kollagenhaltigem Gewebe, das viel Wasser speichert. Mit der Zeit wird durch den Druck beim Stehen und Sitzen die Flüssigkeit wie aus einem Schwamm gepresst. Über Nacht erholen sich die Bandscheiben – und wir kommen wieder groß raus.
… weiß ich, wer demnächst Staus verursacht
Es gibt Gerüchte, die halten sich hartnäckig. Zum Beispiel, dass Holländer grundsätzlich mit Wohnwagen unterwegs seien. Stimmt nicht. Die Schweden haben sie überholt, mit 30 Wohnwagen pro 1000 Einwohner (Niederlande: 29, Deutschland: 12). Bei den Wohnmobilen sind die Belgier führend (acht pro 1000 Einwohner), dicht gefolgt von den Finnen (sechs pro 1000) und den Deutschen (fünf pro 1000). Alles schön und gut, liebe Nachbarn, wenn ihr auf der rechten Spur bleibt …
… ist mir klar, wann Eltern für ihre Kinder haften
egal, wie hoch der Schaden ist: Die Haftpflichtversicherung der Eltern springt nur ein, wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde. Andernfalls haften Kinder ab einem Alter von sieben Jahren für sich selbst. Sprich: Man könnte sie verklagen und ihr Sparkonto pfänden. Hat ein Kind kein Geld, kann man es zur Rechenschaft ziehen, sobald es welches verdient. Und dieser Anspruch verfällt erst nach 30 Jahren. Also Vorsicht.
… weiß ich, dass Mammografie auch mit Implantaten möglich ist
Bei der Mammografie wird die Brust stark zusammengedrückt. Dabei kann auch ein Implantat mitgequetscht werden, aber es besteht kein Grund zur Sorge, dass es platzt. Nur bei bereits defekten Implantaten sieht die Sache anders aus. Für Frauen über 40 ist die Untersuchung zur Früherkennung von Krebs in jedem Fall empfehlenswert – ob mit oder ohne Silikon.
… kenne ich die Vorzüge weiblicher Bodyguards
Royals und Rockstars in Großbritannien engagieren immer öfter weibliche Leibwächter. !Die haben die gleichen Fähigkeiten wie die Männer, sind aber unauffälliger", sagt Laura Webb, Chefin der Agentur Global Protection. Auch wenn es um die Sicherheit von Kindern ginge, seien Frauen im Vorteil. Wer kommt schon auf die Idee, dass die attraktive Blonde, die vor der Schule wartet, ein Bodyguard ist und nicht die Mutter oder die nanny?
… ist mir klar, woher der Amazonas seinen Namen hat
Die Brasilianer sind sich sicher: Der Amazonas und nicht der Nil ist der längste Fluss der Welt – und in dieser Eigenschaft auch Namenspatron des Online-Giganten Amazon. Das von Jeff Bezos gegründete Unternehmen sollte zuerst Cadabra heißen, doch das klang irgendwie nach Kadaver, daher wurde es umbenannt. Ob Bezos allerdings wusste, dass sich Amazonas vom indianischen Wort amassona ableitet? Das bedeutet nämlich "Bootszerstörer".
… kenne ich den Erfinder des Spannbetttuchs
Die Legende geht so: 1977 traf der portugiesische Textilhändler Mário Marques in Schweden eine Schwedin und verbrachte mit ihr eine leidenschaftliche Nacht im Hotel. Am Morgen danach wunderte er sich über das immer noch straffe Bettlaken, hob die Matratze und entdeckte Haltebänder. Zurück in Portugal, ersetzte er diese durch Gummizüge. Marques wurde mit seinen Betttüchern reich – und baut seitdem Wein an. Wie gesagt, eine Legende.
... weiß ich, dass man ruhig jeden Tag ein Ei essen kann
Bislang hieß es ja immer: Bloß nicht so viele Eier essen, da ist Cholesterin drin und das ist schlecht fürs Herz! Dieser gute Rat war leider nur gut gemeint. In aufwendigen Studien haben Forscher festgestellt, dass zwischen Cholesterinspiegel und Ei kein Zusammenhang besteht – und zwei Stück am Tag für gesunde Menschen unbedenklich sind. Eier haben sogar eine Art eingebaute Cholesterinbremse: Das enthaltene Lecithin bindet sich fest ans Cholesterin und hemmt so die Aufnahme im Körper. Ganz abgesehen davon, dass in Eiern viele Nährstoffe und Mineralien stecken. Die Eierfrage reduziert sich also auf: Hart oder weich?
… weiß ich, ob gewaschenes Obst gesünder ist
Mitarbeiter der Hochschule Albstadt verglichen drei Methoden: Abwaschen mit kaltem Wasser, Abreiben mit Mikrofasertüchern und Reinigen mit Obst-Waschmittel (gibt’s wirklich!). Fazit: Funktioniert alles schlecht. Bei Paprika wurden etwa 65, bei Trauben nur 30 Prozent der Pestizide entfernt. Der Rest der Schadstoffe war eingedrungen. Ein Grund mehr für Biokost.
… wird klar, dass Querstreifen nicht dick machen
Dass Querstreifen dick und Längsstreifen dünn machen, stimmt nicht, meint Modeexpertin Susanne Gundlach. "Ein üppiger Busen wirkt unter Querstreifen sogar kleiner." Wichtig sei, dass die Kleidung locker sitzt, ein V-Ausschnitt streckt zusätzlich. "Wer darauf achtet, wirkt in Querstreifen garantiert schlanker als in zu engen, breit gedehnten Längsstreifen." Sorry, Obelix …
… ist bewiesen, dass TV-Werbung lauter ist als der Film
Bei einem Test der Zeitschrift Hörzu wurde die Lautstärke von Werbung und Programm bei den großen TV-Sendern verglichen. Tatsächlich war die Werbung um bis zu 140 Prozent lauter, allerdings gab es zwischen den Sendern erhebliche Unterschiede. Wir finden: Lauter schreien bringt überhaupt nichts. Im Gegenteil. Je lauter die Werbung, umso eher schalten wir um.
… verstehe ich, warum man beim Yoga "Ommmmmm" sagt
Das "Om" ist eine Silbe des Sanskrits. Es symbolisiert den Ursprung der Schöpfung und soll als Mantra göttliche Energie freisetzen. Bereits 1000 v. Chr. haben Hindu- und Buddhisten-Mönche diese und viele andere Klänge als Anleitung für summende Gebete in den so genannten Veden, der ältesten Literatursammlung der Welt, niedergeschrieben. Mehrmals laut ausgesprochen und lange gesummt, löse das "Ommmm" Vibrationen im Kopf, Bauch und Rücken aus. Fühlt sich tatsächlich gut an.
... wache ich nach einer Partynacht ohne Kater auf
Die Fuselöle in den Drinks sind es, die Kopfweh und Übelkeit verursachen. Diese Stoffe entstehen bei der alkoholischen Gärung und stecken vor allem in Schnäpsen und Bränden. Je aufwändiger eine Spirituose destilliert wurde (sprich: je hochwertiger sie ist), umso weniger Fuselöle enthält sie, z. B. Wodka und Gin. Deshalb lieber gute Markenprodukte als "billigen Fusel" kaufen!
… weiß ich, wie lange ich auf mein Essen warten muss – höchstens
Juristisch gesehen liegt die maximale Wartezeit bei 90 Minuten. Sitzen Sie dann immer noch hungrig am Tisch, dürfen Sie die Rechnung um 30 Prozent mindern. Restauranttester empfehlen, bereits nach einer halben Stunde das Lokal zu verlassen – allerdings sollte man Namen und Anschrift hinterlassen, um sich nicht als Zechpreller strafbar zu machen. Was Getränke angeht, können Sie bereits nach 20 Minuten Wartezeit 30 Prozent abziehen.
... sehe ich auf Fotos schlanker aus
Das Halbprofil schmeichelt: Stehen Kopf und Körper leicht schräg zur Kamera, wirkt man schmaler. Und noch ein Trick: Beim Sitzen das übergeschlagene Bein leicht anheben, sonst wirkt es sehr breit!
… erkenne ich, ob die Auslagen am Salatbuffet frisch sind
Finger weg von Blattsalat, dessen Schnittstellen bräunlich verfärbt sind, und von Zutaten, die eine trockene Kruste gebildet haben - zum Beispiel Tunfisch. Vorsicht auch bei Ware, die in Metallwannen aufgetürmt ist – was aus Behältern herausguckt, wird nicht gekühlt und ist eine Brutstätte für Bakterien.
… kann ich nervtötende Gespräche taktvoll abkürzen
Am Telefon: Warten Sie kleine Pausen im Redeschwall ab und nutzen Sie die sofort für ein "Aber …" und eine Frage. Im Normalfall: beim Zuhören nicht nicken, sondern einfach mal den Kopf schütteln. Verwirrt und stoppt fast jeden Erzähler.
… gebe ich richtig Trinkgeld
Das kleine Dankeschön im Restaurant, bei Friseur oder Kosmetikerin sollte immer bar zur Rechnung gelegt werden. Wenn Sie zufrieden waren, fünf bis zehn Prozent. Chefs bekommen kein Trinkgeld. Bringen Sie der Besitzerin des Friseur oder Kosmetiksalons lieber mal Blumen mit.
… weiß ich, was Klatsch ist
Die Ur-Klatschweiber waren Wäscherinnen. Um die nasse Wäsche kräftig durchzuwalken, klatschte man sie gegen Steine oder mit dem Holz. Dabei entdeckten die Waschfrauen hin und wieder verräterische Flecken auf den Laken - und bekamen so Einblicke in das Liebesleben ihrer Auftraggeber. Klar, worüber dann beim Klatschen geredet wurde …
… ist mir klar, warum Betrunkene lauter schnarchen
Alkohol lässt die Muskeln des Atemapparats erschlaffen. Um trotz der Enge genug Sauerstoff zu bekommen, wird der Luftstrom beschleunigt, Zäpfchen und Gaumensegel beginnen laut zu schwingen. Von wegen "Stille Nacht, heilige Nacht …"
… verstehe ich die ungewöhnliche Form der Brezel
Der Legende zufolge wurde die Brezel im Jahr 610 von einem italienischen Mönch erfunden, der damit Kinder belohnen wollte, die den Katechismus lernten. Die Teigform sollte an die mittelalterliche Gebetshaltung mit überkreuzten Armen erinnern. Deshalb heißen Brezeln in Italien bracciatelli (= Ärmchen).
… kenne ich das Fräuleinwunder
Nein, weder Claudia Schiffer noch Elke Sommer. Das Original-Fräulein hieß Susanne Erichsen. Die Berlinerin wurde 1950 zur Miss Germany gewählt. Mit ihren dunklen Haaren entsprach sie einem komplett neuen deutschen Frauentyp, avancierte zum Topmannequin und schaffte es auf die Titelblätter der größten Zeitschriften in Frankreich und den USA. Grund genug, die Frau zum "Fräuleinwunder" auszurufen. Susanne Erichsen starb am 13. Januar 2002 im Alter von 76 Jahren.
… habe ich den Durchblick bei BH-Größen
70B, 75A und 80C: Wegen dieser Codes stehen Männer mit dem gleichen leeren Gesichtsausdruck in Dessousläden wie wir vorm Schraubenregal. Zahl gleich Unterbrustumfang, Buchstabe gleich Körbchengröße – ist doch einfach? Lässt sich leicht sagen, wenn man BHs im Zweifel einfach anprobieren kann. Aber wie wird der Buchstabe berechnet? Folgendermaßen: Unterbrustweite vom Brustumfang abziehen. Eine Differenz von 12 bis 14 Zentimetern bedeutet Körbchengröße A. Dann geht es in Zwei-Zentimeter-Schritten weiter zu B, C und D. Maßnehmen lohnt sich – die meisten Frauen kaufen ihre Unterwäsche zu klein. Oder bekommen sie zu groß geschenkt.
… weiß ich, was Planking ist
Eine neue Freakshow, die in Australien weit verbreitet ist. Man legt sich auf den Bauch, Arme eng am Körper, Gesicht nach unten und lässt sich so für Facebook fotografieren. Der Kick dabei: eine möglichst kleine Auflagefläche. Echte Könner planken (von engl. plank für Brett) sogar auf Zäunen. Klingt nach einer steifen Angelegenheit – sorgt aber für eine fantastische Körperspannung.
… weiß ich, was "Open Innovation" ist
Statt Geld für aufwendiges Marketing und Forschung auszugeben, setzen viele Firmen auf das kreative Potenzial der Mitarbeiter. Wer z. B. Ideen hat, wie man Büromaterial einspart oder ein Produkt noch besser macht, wird mit einer Prämie belohnt. Ein Bestechungssystem also gegen die Dienst-nach-Vorschrift-Mentalität. Wäre ja eigentlich schöner, wenn die Leute das freiwillig machen würden.
… ist mir klar, warum man vor dem Trinken anstößt
Laut Historikern stammt diese Tradition aus dem 16. Jahrhundert. Davor tranken alle aus einem Becher, der weitergegeben wurde. Das Anstoßen sollte an dieses Herumreichen und Zuprosten erinnern und symbolisierte, dass alle das Gleiche tranken – nunmehr eben aus eigenen Gläsern. Laut Knigge gilt das etwas steife Ritual mittlerweile als überholt. Jeder nippt ganz lässig, wann er will.
… verstehe ich, warum man die volle Breitseite abkriegt
Der Begriff für eine schonungslose Wortattacke stammt aus dem Vokabular der Kriegsmarine. Eine Breitseite bezeichnet das gleichzeitige Abfeuern aller Geschütze auf der Längsseite des Schiffes, die dem Gegner zugewandt ist. Lässt sich heute zum Glück durch den Einsatz knallharter Argumente vermeiden, jedenfalls wird der Gegner schwer getroffen.
… weiß ich, dass sich der Lippenstift lohnt
Dass man geschminkt besser ankommt, ist jetzt eindeutig bewiesen. Psychologen der Buckinghamshire Chilterns University zeigten über 300 Testpersonen Fotos von vier Frauen mit und ohne Make-up. Die Geschminkten wurden für selbstbewusster gehalten, man traute ihnen Führungsaufgaben zu. Bei den Ungeschminkten tippten vor allem Männer auf Putzfrau, Nanny, Arbeiterin. Unfassbar …
… weiß ich, woher der Pyjama kommt
Das Hindi-Wort für "Beinkleid" bezeichnet die indische und persische Hose. Im 19. Jahrhundert brachten sie britische Kolonialherren nach Europa, bald darauf diente sie mit Jacke als eleganter Schlafanzug. Frauen trugen erst in den 20ern Pyjama. Damals ein Skandal.
… spreche ich die ideale Baby-Sprache
Laut französischer Forscher sollte man mit Säuglingen ganz normal sprechen. Auch wenn die Kleinen selber nicht mal brabbeln können, stimulieren einfache Sätze die gleiche Hirnregion wie bei Erwachsenen. Für alle, die "Dutzidutzi" nicht lassen können: Solche Klänge beruhigen immerhin.
… schiebe ich schlaflose Nächte nicht mehr auf den Mond
Auch wenn 40 Prozent der Menschen glauben, Mondphasen wirkten sich auf ihren Schlaf aus, es stimmt nicht! Eine österreichische Schlafstudie mit rund 400 Testpersonen bewies: Sowohl Probanden mit Schlafstörungen als auch gesunde Schläfer stellten in Vollmondnächten keinen großen Unterschied fest, etwa ein Viertel empfand den Schlaf sogar als besonders erholsam. Die einzige plausible Wirkung des Vollmonds: sein helles Licht. Also: Jalousien runter, Vorhang zu.
... weiß ich, was vor Blitzschlag schützt
Damit der Strom nicht von einem Bein ins andere - und somit durch den Körper - geleitet wird, müssen Sie die Füße so eng zusammenstellen, dass die Schuhsohlen sich berühren. Stellen Sie sich dabei am besten auf Ihren Rucksack oder auf Holz. Tief in die Hocke gehen und Acht geben, dass Ihre Kleidung nicht den Boden berührt!
... riecht's besser beim Staubsaugen
Ich habe kürzlich aus Versehen Waschpulver verschüttet und dann aufgesaugt. Seitdem riecht die Wohnung nach jedem Saugen wie frisch gewaschen. Mache ich jetzt immer!
… ist mir klar, wie man Spinnen von der Wohnung fernhält
Den Geruch von Lavendelsäckchen, die an Fenster und Türen gehängt werden, finden Spinnen alles andere als dufte. Damit gewinnt man zwar keinen Designpreis von AD, aber wenn es die Invasion stoppt … Im Krieg sind schließlich alle Mittel erlaubt.
… weiß ich, dass rote Sohlen kein geschütztes Markenzeichen sind
Exklusivrecht auf eine Farbe? Logo, dachte Christian Louboutin und ging gegen Yves Saint Laurent vor, weil dessen Designer "sein" Markenzeichen, die roten Schuhsohlen, geklaut hätten. Ein New Yorker Gericht wies die Klage jetzt ab, weil niemand das Recht auf eine bestimmte Farbe habe. Das sei so, als hätte man Monet verboten, ein spezielles Blau für seine Seerosen zu verwenden, weil das Picasso zustünde. Tja, kleiner Tiefschlag für den erfolgsverwöhnten High-Heels-König.
… kenne ich meine Rechte bei Flugverspätungen
Mal wieder ewig am Airport gesessen und in Zeitungen geblättert? Laut Europäischem Gerichtshof haben Passagiere Anspruch auf Ausgleichszahlungen zwischen 250 und 600 Euro, wenn das Flugzeug mehr als drei Stunden zu spät abhebt. Vorausgesetzt, es handelt sich um einen technischen Defekt. Bei schlechtem Wetter oder einer Aschewolke geht man leer aus. Am besten noch direkt am Flughafen bei der jeweiligen Airline Entschädigung beantragen. Genügend Zeit hat man ja.
… verstehe ich "Karoshi"
So bezeichnen Japaner das Phänomen, dass Menschen aufgrund von Überarbeitung schwer krank werden oder sterben. Apropos - man könnte glauben, wer weniger schläft, habe mehr Zeit zum Arbeiten. Irrtum. Schlafmangel beeinträchtigt die Konzentration und senkt die Produktivität. Die japanische Wirtschaft erleidet allein aufgrund übermüdeter Arbeitnehmer Verluste in Höhe von 3,5 Billionen Yen (24 Milliarden Euro) im Jahr.
... ist mir klar, wie der Fisch ins Stäbchen kommt
Früher wurden Fischstäbchen aus Kabeljau (inzwischen überfischt und teuer) oder Seelachs hergestellt. Der berühmte "Käpt’n Iglo" verwendet Alaskaseelachs aus bestandserhaltender Fischerei. In der Produktion werden hunderte Fischfilets (keine Abfälle!) übereinander geschichtet, zu einem Block gefroren und dann zu Stäbchen gefräst und paniert. Die Panade sieht übrigens in jedem Land anders aus. In der goldbraunen Variante, die die Deutschen bevorzugen, steckt Paprikapulver, in der gelben britischen ist es Kurkuma.
… kenne ich die Bedeutung von "Paparazzi"
Die Bezeichnung für aufdringliche Pressefotografen stammt aus dem Film "La Dolce Vita" (1960) von Federico Fellini. Darin spielte Walter Santesso einen Skandalreporter namens Paparazzo, der ursprüngliche Namenspate soll ein Schulfreund von Fellini gewesen sein. Seitdem haben Promi-Jäger, eben "Paparazzi", ihren Ruf weg.
… weiß ich, wann ein Hotel den fünften Stern verdient
Der feine Unterschied liegt (natürlich) im Detail: Ein Doppelzimmer misst mindestens 26 qm, die Rezeption ist rund um die Uhr besetzt, die Mitarbeiter beherrschen Fremdsprachen. Man wird mit Blumen oder Präsent begrüßt und kann das Zimmerlicht vom Bett aus ausknipsen. Herrlich! Alle Kriterien für deutsche Hotels unter www.hotelsterne.de.
… platzen Eier und Würstchen nicht mehr
Klar, ein Nadelstich in die Eierschale hilft. Und Würstchen sollten nicht zu heiß werden. Wer aber ganz sicher gehen will, dass beide beim Kochen nicht platzen, gibt ordentlich Salz ins Wasser. So nehmen sie weniger Wasser durch Osmose auf - und bleiben unversehrt.
… weiß ich, warum es mich am Bauch friert, ...
... zumindest wenn man ins kalte Wasser steigt. Die vielen "Krause-Körperchen" sind schuld, Kälte-Rezeptoren im oberen Bereich der Lederhaut, verantwortlich für das Kälteempfinden.
… schaffe ich mein Arbeitspensum
mit Hilfe der "Alpen-Formel": Aufgaben aufschreiben. Länge schätzen. Pufferzeiten: maximal 60 Prozent der Arbeitszeit verplanen. Entscheiden: Prioritäten setzen, kürzen, deligieren. Nachkontrolle: Unerledigtes auf nächsten Tag übertragen.
... weinen Kinder beim Pflasterabziehen nicht mehr
Einfach etwas Speiseöl auf die Oberseite der Klebeflächen reiben, dann lösen sich Pflaster ganz leicht - und es kullern keine Tränen.
... finde ich meine Kontaklinse wieder
Mit einer Taschenlampe parallel zum Boden leuchten. So entsteht ein verräterischer Lichtreflex. Harte Linsen findet man mit dem Staubsauger: Perlonstrumpf über den Fuß ziehen, die Linse bleibt hängen!
... kann ich ein Buch querlesen
Nur den Klappentext und die ersten Seiten konzentriert lesen. Der Trick von ScanReading-Trainer Udo Gaedeke: Nicht jedes Wort ist wichtig, sondern Zusammenhänge! Dafür reichen Stichworte. Buch weiter weg halten und knapp unter jeder Lesezeile dreimal pro Zeile mit einem Stift aufs Papier tippen. Augen sind auf Bewegung fixiert und nehmen so etwa jedes vierte Wort wahr. Stichworte alle paar Seiten resümieren. Spart ein Drittel Lesezeit.
... kann ich Fine Bone China und Porzellan unterscheiden
Fine Bone China besteht zu 50 bis 65 Prozent aus Knochenmehl, gilt deshalb als Weichporzellan und wird maschinell hergestellt. Es ist preiswerter als handgearbeitetes Hartporzellan, wegen der geringen Brenntemperatur von 1200° C aber anfällig für Macken. Hartporzellan besteht aus Mineralien, lagert zwei Jahre und wird bei 1400° C gebrannt. Das Ergebnis: extrem bruchfestes, hauchdünnes Porzellan.
... weiß ich, wer wen vorstellt
Noch mal zum Mitschreiben: Grundsätzlich wird der Herr der Dame, der Jüngere dem Älteren, der Rangniedere dem Ranghöheren und der Neuankömmling den bereits Anwesenden bekannt gemacht. Treffen mehrere Personen aufeinander, stellt derjenige vor, der die meisten Leute aus der Gruppe kennt.
… weiß ich, was ein "Dior-Schlitz" ist
So wird der Gehschlitz eines Rocks bezeichnet, der mit dem gleichen Stoff unterlegt ist. 1948 erfand ihn der französische Modeschöpfer Christian Dior, garantierte so selbst bei figurbetonten Schnitten ausreichend Bewegungsfreiheit. Dafür sind wir dem Mann heute noch dankbar, denn zum Tippeln haben wir es viel zu eilig …
… ist mir klar, warum Mückenstiche jucken
Damit sie sich satt saugen können, injizieren Mücken beim Stechen Eiweißstoffe in unsere Haut, die die Blutgerinnung reduzieren. Darauf reagiert der Körper allergisch, er schüttet das Hormon Histamin aus und zeigt Entzündungssymptome: Die Gefäße erweitern sich, die Durchblutung steigt (deshalb wird der Stich rot). Gewebeflüssigkeit wird ausgeschwemmt, um den fremden Eiweiß-Cocktail zu verdünnen, die Haut schwillt an. Zudem werden durch das Histamin Nervensensoren alarmiert, deren Reiz im Gehirn als "Es juckt, da stimmt was nicht"-Hinweis ankommt. Übrigens stechen ausschließlich Mückenweibchen. Nicht, weil sie grundsätzlich boshafter sind, sondern weil sie das Protein in unserem Blut brauchen, um Nachwuchs zu produzieren.
… weiß ich, warum der Adel "blaublütig" ist
Früher glaubte das Volk, dass der Adel tatsächlich blaues Blut hätte. Denn Adlige und Reiche arbeiteten nicht unter freiem Himmel, blieben deshalb blass und durch die weiße Haut schimmerten blaue Adern. Anders beim gebräunten Teint der Bauern. Nahe liegender Gedanke: Adeliges Blut sei blau.
… ist mir klar, wie verrückt Namen sein dürfen
In den USA ist alles möglich: Die gute Gwyneth Paltrow nannte ihre Tochter "Apple". Könnte in Deutschland nicht passieren. Das Geschlecht muss erkennbar sein und der Name darf dem Wohl des Kindes nicht schaden. Im Zweifelsfall berät das Standesamt. Nikola und Andrea sind inzwischen übrigens als Jungennamen möglich, Gastritis, Borussia und Pfefferminz lehnten die Gerichte ab. Gut so.
… weiß ich, dass Delfine schlafen
Weil Delfine Säugetiere sind, müssen sie auch im Schlaf alle 15 Minuten Luft holen. Damit das klappt, schlafen die Gehirnhälften abwechselnd im Halbstundentakt. Währenddessen kann sich der Delfin trotzdem orientieren und schwimmen - ein Auge bleibt immer geöffnet.
… kenne ich den Erfinder der Rolltreppen
Im Jahr 1892 meldete der Amerikaner Jesse W. Reno die erste Fahrtreppe zum Patent an. Ein Gummiband mit Holzplatten, später Attraktion des Vergnügungsparks Coney Island. Den richtigen Durchbruch brachte 1900 die Pariser Weltausstellung, Deutschlands erste Rolltreppe lief im Kaufhof in Köln, 25 Jahre später.
… ist mir Siesta ein Begriff
Siesta steht für die spanische Mittagsruhe, ist aber längst auch in den Nachbarländern gang und gäbe. Dahinter steckt der Begriff "sexta hora", die sechste Stunde. In der Antike begann der Tag nämlich offiziell um sechs Uhr morgens. Sechs Stunden später war es 12 Uhr mittags - viel zu heiß, um produktiv zu arbeiten. In den ländlichen Gegenden Spaniens fegt die Siesta bis heute die Straßen leer, in Städten wie Madrid wird durchgearbeitet. Gibt ja Klimaanlagen …
… ist mir klar, warum Rotwein die Lippen austrocknet
Während der Gärung lösen sich aus den Schalen der roten Weintrauben verschiedene Stoffe - unter anderem Gerbsäure (Tannine), durch die sich die Haut beim Trinken zusammenzieht. Weine, die im Holzfass reifen, enthalten besonders viel Gerbsäure und verstärken den Effekt.
… verstehe ich, warum wir alle links - herum laufen
Ob im Supermarkt, bei einer Drehtür oder auf der Rennbahn - immer läuft der Menschenstrom linksherum. Selbst wenn sich jemand in der Wüste verliefe, würde er unbewusst große Linkskreise drehen. Die Erklärung: Die meisten Menschen drücken sich mit dem rechten Bein stärker vom Boden ab als mit dem linken. Der Schritt des linken Beins ist daher etwas länger als der des rechten und so entsteht ein natürlicher Linksdrall.
… sind mir Stilettos ein Begriff
Ist der Absatz strohhalmdünn und höher als zehn Zentimeter, nennt man einen Pumps Stiletto - italienisch für "der kleine Dolch". Das erste Paar entwarf Schuhdesigner Roger Vivier 1954. Damit der Absatz nicht zusammenbrach, brauchte er einen Metallkern. Das Patent dafür stammt übrigens von der Firma Kömmerling aus Pirmasens in der Pfalz.
… kann ich zwischen Scampi und Garnelen unterscheiden
Restaurants preisen oft (die viel teureren) Scampi an - und servieren dann Riesengarnelen. Als Scampi bezeichnet man Kaisergranaten, die zirka 15 cm groß werden können. Im Gegensatz zu Garnelen haben sie Scheren (!), eine härtere Schale, grobfaseriges Fleisch, einen intensiveren Geschmack - und kosten mit rund 36 Euro pro Kilo fast das Doppelte.
… weiß ich, was lindert, wenn’s brennt
Capsaicin heißt der Stoff, der Chilischoten scharf macht (er sitzt in den Leisten und nicht in Samen). Weil er nicht wasserlöslich ist, hilft ein Glas Wasser überhaupt nicht, wenn’s brennt. Tipp aus Thailand: Reis erstickt das Feuer. Inder schwören auf Joghurt.
… kann ich Champagner beruhigt mit dem Strohhalm trinken
Das Gerücht, so schneller betrunken zu werden, stimmt so nicht. Alkohol wird in erster Linie im Dünndarm aufgenommen und dessen Oberfläche ist 10.000 Mal größer als die Mundschleimhaut. Wenn Ihnen also ein Piccolo-Champagner mit Strohhalm angeboten wird: zugreifen!
… weiß ich, warum wir von links aufs Rad steigen
Das haben wir uns bei den Reitern abgeguckt – und die hatten ihre Gründe: Den Säbel trug man links, also stieg man von der gleichen Seite auf. Zudem sind rund 80 Prozent der Menschen Rechtshänder und besteigen die Pedale lieber mit dem linken Bein. Rechtshändige Kinder tun das übrigens instinktiv.
… bleiben Blumen länger frisch
Bringt mehr als Zucker in der Vase: eine Cent-Münze mit ins Wasser geben! Das Kupfer darin wirkt antibakteriell und verhindert, dass die Stängel faulen. Nur so bekommen die Blüten genügend Sauerstoff – und leben deshalb länger.
… verstehe ich das "Aprilwetter"
Über Mitteleuropa treffen kalte Nord- und warme Südluft aufeinander. Erstere wird über dem Festland erwärmt, steigt auf und erzeugt Wolken. Die warme, höhere Luftschicht sinkt daraufhin ab und löst die Wolken wieder auf. Ergebnis: ein Mix aus Schauern, Wind und blauem Himmel.
… ist mir klar, warum man im OP Grün trägt
laut aut Farbpsychologie wirkt Grün beruhigend auf das Auge. Außerdem würde weiße Kleidung das grelle Licht der OP-Lampen reflektieren – und damit Ärzte und OP-Schwestern blenden. Und das könnte gefährlich werden. Womit wir wieder bei Punkt eins wären: genau, Grün beruhigt.
… weiß ich, wie der Fahrkartenautomat tickt
Warum nimmt die Kiste Scheine an, spuckt aber nur Münzen aus? Weil die eingezogenen Banknoten nicht sortiert werden. Also gibt er lieber keine zurück.
… kenne ich alle Vorzüge von al dente
Bissfeste Pasta ist nicht nur leckerer, sie hat auch einen niedrigeren "glykämischen Index". Die Bauchspeicheldrüse schüttet weniger Insulin aus. Die Fett abbauenden Enzyme können wirken, das hält schlank.
… wird mir klar, warum es (fast) nur männliche Sushimeister gibt
Der japanischen Überlieferung zufolge besäßen Frauen eine "innere Hitze". Dadurch – so der Glaube – könne roher Fisch schneller verderben. Unfassbar, oder?
... kann ich Preisschildchen restlos entfernen
Klebstoffspuren oder halb abgerissene Etikettensticker auf CD-Hüllen und anderen Verpackungen nerven! So ersparen Sie sich das mühsame Abreiben und schonen Ihre Fingernägel: Föhn auf Preisschilder und andere unerwünschte Aufkleber halten, danach lassen sich die Sticker leicht abziehen.
... wie das Brandloch im Teppich verschwindet
Schneiden Sie von einem Teppichrest oder an einer unauffälligen Stelle (z.B . unter der Abschlussleiste) ein winziges Stück ab oder einzelne Teppichschlingen mit der Nagelschere kappen. Einen kleinen Tropfen Kleber ins Brandloch geben und die Teppichschlingen einsetzen. Fällt garantiert niemandem auf!
