Personal Coach Positiv denken!

Wer kennt das nicht: schlechte Laune, Unzufriedenheit und irgendwo tief in uns nagt das Gefühl, dass andere es im Leben leichter und besser haben. Und überhaupt, eigentlich könnten wir doch viel mehr. Genau an diesem Punkt setzt die Psychologin Eva Wlodarek an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Persönlichkeits-Coachings über das Internet anzubieten, um so das Beste aus jedem herauszuholen. Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Eva Wlodarek Collage

Das Gefühl innerer Stagnation, sei es im Job oder im Privatleben, kennen viele. Eine Studie der deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin von 2012 ergab, dass sich jeder dritte Berufstätige unwohl in seinem Beruf fühle. Unter- oder Überforderung seien dabei nur ein Kriterium, viele fühlten sich generell fehl am Platz in ihrem Job, hätten aber auch nicht die Motivation, daran etwas zu ändern.* Der berühmte innere Schweinehund steht uns oftmals im Weg und scheint unüberwindbar - bis jetzt, denn hieran möchte Dr. Eva Wlodarek etwas ändern. Ihr so genanntes "MagicMe-Coaching" ist ein reines Online-Persönlichkeits-Training und kann zu jeder Zeit überall ausgeführt werden. Dadurch unterscheidet es sich von bisherigen Coachings und ist praktisch, wenn man sich zwischen Arbeitsalltag und Freizeit weiterentwickeln möchte. Neugierig geworden, wollte ich testen, was ein solcher Online-Personal Coach wohl alles kann.

Nach der Anmeldung wurde ich gebeten, drei Tests zu beantworten. Dabei werden jeweils Punkte aus den Bereichen "Produktiv denken", "Entschieden handeln" und  "Souverän auftreten" abgefragt. Die Tests beinhalten jeweils 20 Fragen, unter diesen einige, bei denen man geneigt ist, zu schummeln, hier jeweils drei Auszüge:

Test für produktives Denken

"Geben Sie an, wie freundlich Ihre Mitmenschen in der letzten Woche zu Ihnen waren" : a) 3 Smileys, b) 4 oder c) 5. Ich muss lange überlegen. Wer achtet noch gezielt darauf, wie freundlich die Menschen in seiner Umgebung zu ihm sind? Ich wähle "3 Smileys" aus, nicht, weil das die niedrigste Zahl ist, die zur Wahl steht, sondern weil drei Smileys in meiner Empfindung schon viel ist - schließlich gäbe es theoretisch ja auch zwei, einen oder null.

Test für souveränes Auftreten

"Wie oft entschuldigen Sie sich bei Ihren Mitmenschen?" a) Manchmal, b) Nie, c) Häufig.

Mein Mauszeiger wandert ohne zu Zögern auf "Häufig" und ich muss lachen. Ich neige nämlich dazu, mich für alles und jeden zu entschuldigen. Ständig. Und mehrfach. Und das, obwohl es häufig nichts zu entschuldigen gibt. Meist will ich eigentlich nur höflich sein und mir entrutscht ein "Entschuldigung" bevor ich darüber nachdenke. Dass das nicht gerade der Weg zu souveränem Auftreten ist, erklärt mir mein Test-Ergebnis später detailliert.

Test für entschiedenes Handeln

"Sie bekomme eine Deadline: wie setzten Sie das Thema um?" a) Sofort mit straffem Zeitplan, b) Ich schiebe es solang vor mir her bis es viel zu spät ist und bitte um Verlängerung, c) Ich schiebe es vor mir her und arbeite erst kurz vor dem Abgabetermin pausenlos durch – unter Druck arbeite ich besser.

Ich wähle c). Viele Bekannte gehören zu der gleichen Sorte: Je weiter in der Zukunft eine Deadline liegt, umso später beginnt man mit der Arbeit - schließlich gibt es ja noch all die anderen Dinge die dringender sind, meint man. Dass man so aber langfristige Ziele aus den Augen verliert, daran wird häufig nicht gedacht.

* Die Studienergebnisse der DUW

  1. 1Positiv denken!
  2. 2Testergebnisse und Coaching
  3. 3Fazit und Gewinnspiel

von Katharina Heeg

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