Was Männer über Frauen denken Mal unter uns ...

Am liebsten reden Männer über Frauen, wenn keine Frauen in der Nähe sind. Okay, dieses Mal machen Sie eine Ausnahme

Mal unter uns...Artikelbild2 - quer

Ein Tisch, vier Männer, der fünfte kann nicht kommen, weil er gerade Vater geworden ist. Jeden Tag finden in Deutschland tausende Männerabende statt ohne uns. Wenn wir am nächsten Morgen fragen, was besprochen wurde, hören wir meist nur "Dies und das" oder "Och, nichts Besonderes". Dabei wissen wir: Sie reden über Frauen. Dieser Männerabend fand in einem Restaurant in Hamburg-Eimsbüttel statt, gegessen wurden Fisch und Fleisch. Der Abend  dauerte vier Stunden, es hat keine Frau angerufen, um zu fragen, wann ihr Kerl endlich heimkommt. Übrigens, die Nachnamen verraten wir bewusst nicht,  damit die Herren ehrlich sind und zu Hause keine Diskussion befürchten müssen. Diskussionen, das wissen wir, mögen sie nämlich nicht.

myself: Am besten gleich mal Klartext: Was missfällt euch an Frauen?

Patrick: Sie sind nicht flexibel. Je älter Frauen werden, umso mehr haken sie nur noch Anforderungslisten ab, statt sich auf mich einzulassen.
Claude: Das stimmt! Frauen wollen oft alles im Voraus planen, Überraschungen mögen sie nicht.
Patrick: Sie neigen dazu, das ganze Leben durchzuorganisieren, mehr als wir Männer zumindest. Und zum Leben gehören eben auch emotionale Angelegenheiten. Die lassen sich aber nicht immer berechnen. Dieses ewig Fordernde stört mich.
Nils: Deshalb bist du ja auch Single.
Patrick: Na ja, jetzt wieder.
(allgemeines Gelächter)
Thomas: Warum müssen Frauen ihr Lebensmodell und ihre Vorstellung von einer perfekten Beziehung immer auf uns übertragen? Und das auch bei Details? Wann ich eine SMS schicken muss, wann ich anrufen soll – das ist fast schon Logistik, alle Rädchen müssen perfekt ineinandergreifen. Wer sich als Mann darauf nicht einlässt, riskiert echte Probleme.
Claude: Die sind übergriffig!
Thomas: Oder netter ausgedrückt: Frauen halten alles zusammen. Sie sind der Motor in Partnerschaften.
Patrick: Klar, oft bringt eine Frau tatsächlich Ordnung in mein persönliches Chaos, das stimmt schon.

Das kann nicht alles sein, was ihr an Frauen schätzt.

Nils: Mir fällt noch einiges ein …
Thomas: Ich glaube, es geht hier ausnahmsweise mal nicht so sehr um körperliche Vorzüge.
(wieder Gelächter …)
Nils: Weiß ich doch. Frauen riechen zum Beispiel viel besser als Männer.
Thomas: Nicht nur das, sie bewegen sich geschmeidiger, achten mehr auf sich – es ist um einiges angenehmer, in einem Raum mit vielen Frauen zu sein als mit vielen Männern.
Claude: Stimmt. Der Anblick einer Frau ist etwas Schönes. Aber Frauen sind auch verlässlicher als wir, ihr Teamdenken in einer Beziehung ist viel ausgeprägter.
Nils: Sie sind bessere Gesprächspartner. Mit meinen Jungs kann ich Spaß haben, aber wenn ich ein Problem habe, das mich wirklich bedrückt, sind Frauen offener und interessierter.
Thomas: Weil sie Menschen zugewandter und empfindsamer sind als Männer, glaube ich.

Also emotional intelligenter?

Thomas: Frauen gehen mit ihren Gefühlen viel bewusster um als wir Männer.

"Je älter Frauen werden, umso mehr haken sie nur noch Anforderungslisten ab" (Patrick K., 39)

Nils: Vielleicht sind sie dadurch eher in der Lage, sich in uns hineinzuversetzen und uns besser zu verstehen als umgekehrt. So gesehen besitzen sie mehr Emotionale Intelligenz als wir Affen.
Nils: Früher nannten wir das übrigens einmal Menschenkenntnis.
Patrick: Okay, okay, Frauen sind definitiv die besseren Zuhörer. Um diese Empathie beneide ich sie schon ein wenig.
Claude: Sie wissen, wie sie uns zum Plaudern bringen, und finden intuitiv unsere Schwachstellen.

  1. 1Mal unter uns ...
  2. 2Über No-Gos und andere Kriterien
  3. 3Kommunikation und Sex

von Protokoll: Harald Braun

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