Fest steht, da ist noch viel Luft nach oben: In den Ozeanen tummeln sich rund 250.000 unterschiedliche Arten von Lebewesen, von denen gerade mal fünf Prozent erforscht sind. Vor allem die marinen Mikroorganismen liefern der Kosmetikindustrie eine Blaupause für die Entwicklung innovativer Wirkstoffe. Also werfen Wissenschaftler ihre Netze aus, aktivieren Tiefseeroboter und fischen im Auftrag der Schönheit nach neuen Beauty-Boostern. Besonders vielversprechend sind Mikroalgen, die den Hauptanteil der in den Ozeanen lebenden Organismen ausmachen. Sie stecken voller Power-Wirkstoffe wie Proteine, Lipide (Omega-3-Säuren), Vitamine (B12), Spurenelemente und gelten als Top-Sauerstofflieferanten und raffinierte Abwehrstrategen gegen Sonne, Kälte oder bakterielle Angriffe. Um dieses enorme Potenzial auszuschöpfen, werden in Algenfarmen Stämme gezüchtet und in gefiltertem Meerwasser naturgetreu kultiviert. Um beispielsweise die feuchtigkeitsbindenden Fähigkeiten des Glycerinproduzenten "Dunaliella" zu steigern, fügt man der Algenkultur in den "Laboratoires de Biologie Marine Daniel Jouvance" Salz hinzu. Für die Alge das Signal, noch mehr Glycerin zu bilden - ideal für trockene Haut. Brandneu: die "Blue Biotechnology Platform", die von L’Oréal Research & Innovation eingerichtet wurde und von der auch Biotherm profitiert. Das jahrzehntelange Knowhow in der Kultivierung von Mikroorganismen wird nun - zusammen mit neuen Fermentationstechniken, Extraktions- und Reinigungsmethoden - genutzt, um der ganzen aquatischen Artenpalette auf die Spur zu kommen.
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