Algen in Kosmetik Ob Mikro oder Makro - was Algen in Cremes bewirken

Wie Algen in Kosmetikprodukten dafür sorgen, dass die Haut gestrafft, der Teint erfrischt oder die Talgproduktion gedrosselt wird, hängt eng mit Ihren Lebensbedingungen unter Wasser zusammen

Ein guter Fang - Cremes

Von oben: Algenlipide in der "Sensibio Rich Crème Apaisante" von Bioderma verhindern Hautirritationen, 15 Euro. Einen strafferen Körper dank der Makroalge Laminaria ochroleuca: "Firm Corrector" von Biotherm, 49 Euro. Die "Re-Nutriv Replenishing Comfort Creme" von Estée Lauder nützt die Reparaturfunktion der Blaualgenart "Rock of Life", 180 Euro. "Progressif Or Parfait Élixir Lumière Anti-Âge Global" von Carita mit feuchtigkeitsspendenden Meeresmolekülen, 275 Euro. Die Mikroalge Noctiluca macht die Haut feiner und strahlender: "Auracéane" von Daniel Jouvance, 90 Euro. Durch Rotalgen wird Feuchtigkeit besser in der Epidermis gespeichert: "Bi-Sérum Intensif Anti-Soif Multi-Hydratant" von Clarins, 50 Euro. Serum "Luminescence" von Lierac gegen Pigmentflecken, 59 Euro.

Glow-Spezialisten

Noctiluca, der Name deutet schon darauf hin, bringt Licht ins Dunkel. Bei Berührungsreizen, die durch Strömung entstehen, sendet die Mikroalge - vergleichbar mit einem Glühwürmchen - lumineszierende Signale aus und lässt das Meer magisch blaugrün leuchten. Dahinter steckt ein klitzekleines Enzym. Nach jahrelanger Forschung gibt es den Lichtbringer, der müden Teint wieder strahlen lassen soll, jetzt auch in Cremetiegeln ("Auracéane" von Daniel Jouvance, 90 Euro).

Kollagenbooster

Um sich gegen starken Wellengang und Strömungen zu schützen, macht sich die Braunalge Ochroleuca ganz straff. In der Kosmetik wird sie als Hautfestiger eingesetzt, denn der Algenextrakt stimuliert die Produktion von Kollagenfasern ("Firm Corrector" von Biotherm, 49 Euro). Zudem enthält die Braunalge einen hohen Anteil an Alginsäure (Polysaccharid) und versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit. Sie durchtränkt die Epidermis wie ein Schwamm. Weil sie ihr das Spannungsgefühl nimmt, wirkt sie gleichzeitig beruhigend.

Stressbremse

Die braune Laminaria digitata ist durch den Gezeitenwechsel ständigem Stress ausgesetzt und auch sonst ein richtiger Widerstandskämpfer: Um die regelmäßigen Angriffe von Bakterien abzuwehren, sondert sie schubweise antibakterielles Wasserstoffperoxid ab. Dieser Algenextrakt drosselt in ombination mit Zink die Talgproduktion und gilt als neue Geheimwaffe gegen ölige Haut. Außerdem sollen Extrakte aus der Alge den Energielevel in den Zellen pushen, damit der Teint lange taufrisch aussieht ("Ocean's Best Advanced Marine Moisture Recharge Cream" von Declaré, 40 Euro).

Schutzfunktion

Färbt Korallen und Krebse rot: Astaxanthin, ein Carotinoid, das Mikroalgen produzieren. Die orangeroten Pigmente werden von ihnen als Schutz vor zu starker UV-Strahlung gebildet. Astaxanthin gilt als Spitzen-Antioxidans, das doppelt so viel Power haben soll wie andere Carotinoide und dreimal so viel wie das Co-Enzym Q10. Japanerinnen nutzen seit Jahren Cremes mit diesem Wirkstoff, um Pigmentflecken und lichtbedingten Fältchen vorzubeugen ("Jelly Aquarysta" von Astalift).

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von Marina Knippel/Daniela Röll

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