Wer weiß, was genau die Haut braucht, kann gezielt pflegen und dem Alterungsprozess entgegencremen. myself widmet sich dem Thema Hautanalyse und hat mit der Münchner Dermatologin Dr. Patricia Ogilvie gesprochen.
myself: Was wird bei einer Hautanalyse gemacht?
Dr. Patricia Ogilvie: Bei der Analyse, die wir in unserer Praxis durchführen, untersuchen wir die Haut nach bestimmten Kriterien. Das wären Lichtschäden, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, Hautebenheit, Falten, Porigkeit, Pigmentflecken, Gefäßerweiterung und die bakterielle Ansiedlung in den Talgdrüsen.
myself: Und was ist mit Feuchtigkeit und Elastizität?
Dr. Patricia Ogilvie: Das wird zwar oft bei Hautanalysen angeboten, zum Beispiel an Kosmetik-Countern in Warenhäusern, doch leider sind diese Analysen sehr ungenau. Die Ergebnisse der Geräte erfassen nur den aktuellen Zustand. Benutzt man am Tag vor der Analyse ordentlich Feuchtigkeitscreme, ist das Ergebnis schon verfälscht. Auch die Luftfeuchtigkeit vor Ort spielt hinein. Die Resultate unserer Untersuchung lassen aber auf indirektem Weg auch Rückschlüsse auf Feuchtigkeit und Elastizität zu.
myself: Wie funktioniert Ihre Analyse?
Dr. Patricia Ogilvie: Mit drei unterschiedlichen Lichteinstellungen fotografieren wir das Gesicht ab. Das Gerät stammt aus der kosmetischen Forschung, ist also ein sehr ausgeklügeltes System. Die Daten aus den Aufnahmen werden mit eingespeicherten Daten aus dem Computer verglichen. Diese Vergleichswerte beziehen sich beispielsweise auf das Geburtsdatum und den Hauttyp.
myself: Wie lange dauert die Untersuchung?
Dr. Patricia Ogilvie: Mit einer anschließenden Beratung und Besprechung der Ergebnisse ungefähr eine halbe Stunde.
myself: Ist sie nur Privatpatienten vorbehalten?
Dr. Patricia Ogilvie: Nein, bei uns kann jeder einen Termin machen. Krankenkassen übernimmt die Untersuchung nicht, die 80 Euro muss man selbst bezahlen.