Locken pflegen Die perfekte Lockenpflege

Wer Naturlocken hat, weiß, dass lockiges Haar sehr pflegeintensiv und oft widerspenstig ist. Wir erklären, warum Korkenzieherlocken und Naturwellen vermehrt Aufmerksamkeit benötigen und wie Sie mit der richtigen Pflege für Locken aus einer trockenen Mähne seidige Glamour-Locken zaubern

Man wünscht sich ja meistens das, was man nicht hat. Menschen mit glatten Haaren wünschen sich Locken, Lockenköpfe sehnen sich nach einer glatten Mähne, Kurzhaarige wollen eine Rapunzelhaarpracht und Langhaarige finden, Kurzhaarfrisuren seien viel praktischer. Wenn Sie zu denjenigen gehören, die von Natur aus mit einer voluminösen Lockenpracht gesegnet sind und sich manchmal eine andere Haarstruktur wünschen, haben wir die passenden Tipps und Tricks: Denn Ihnen fehlen nur noch die richtigen Produkte und die passenden Styling-Tipps, damit Sie Ihre Locken pflegen können und Ihre Mähne voll zur Geltung kommt. Trockene Spitzen oder krause Haare müssen nämlich nicht sein. Die wichtigsten Fakten rund um Haarbeschaffenheit, Shampoo und Pflege, Bürsten und Styling für lockiges Haar haben wir für Sie zusammengefasst. Unsere passenden Produktlieblinge finden Sie in unserer Galerie.

Haarstruktur

Um zu verstehen, wie lockiges Haar am besten gepflegt wird, muss man einen Einblick in die natürliche Beschaffenheit eines gelockten Haares bekommen. Generell besteht ein einzelnes Menschenhaar zum Großteil aus Keratin, das sich auf drei Haarschichten aufteilt. Die äußerste Schicht, Cuticula genannt, schützt die zweite Schicht, Cortex, vor Umwelteinflüssen und besteht aus flachen, übereinandergelegten Zellen. Diese ordnen sich wie die Plättchen eines Tannenzapfens in Richtung Haarspitzen an - je dichter sie aneinander liegen, umso stärker können Lichtstrahlen an der Oberfläche reflektiert werden, das Haar glänzt und dank der glatten Struktur fühlt sich das Haar weich an. Stehen die Zellen jedoch voneinander ab, kann Licht weniger gut reflektiert werden, das Haar ist matter und fühlt sich spröde an. Bei gelocktem Haar steht diese Zellschicht aufgrund der natürlichen Krümmung des Haares zwangsweise stärker ab, so dass lockige Haare von Natur aus etwas trockener und spröder, sowie anfälliger für Spliss sind.

Shampoo und Pflege für Locken

Aufgrund der besonderen Haarstruktur gilt für Locken: reichhaltige und feuchtigkeitsspendende Shampoos sind oft die beste Pflege, da sie der Zellschicht der Cuticula Feuchtigkeit verleihen, wodurch die Zellen geschmeidiger werden, näher aneinander anliegen und Licht besser reflektieren können - sie glänzen. Zudem wird das Haarinnere durch die enger anliegende Cuticula  besser vor Umwelteinflüssen geschützt, und Spliss wird vorgebeugt. Aber Vorsicht: Auch lockiges Haar kann überpflegt werden. Zuviel ölhaltige und nährende Kuren verschönern die Mähne nicht, sondern lagern sich an den einzelnen Haaren an und die Strähnen verlieren ihre Sprungkraft - stattdessen hängen die Locken matt herunter. Spezielle Shampoos nur für Locken benötigen Sie übrigens nicht, Feuchtigkeitsshampoos sind für alle Haarstrukturen geeignet.

BÜRSTEN UND STYLING

Wegen der empfindlichen Haarstruktur gilt für Lockenköpfe: Kräftiges Bürsten oder Trockenrubbeln mit einem Handtuch ist tabu. Drücken Sie das nasse Haar nur leicht mit einem Handtuch aus. Ob Sie die Haare lufttrocknen oder föhnen, hängt von dem gewünschten Look und der persönlichen Präferenz ab: Lufttrocknen bewirkt eine stärkere Lockung des Haares und ist generell schonender, Föhntrocknen hingegen ist schneller und ermöglicht gezielteres Styling. Wer auf Föhnen nicht verzichten möchte, sollte einen Diffusor-Aufsatz ausprobieren: Einzelne Haarpartien werden gerollt und in Form gelegt. Dann werden sie auf den mehrzackigen Diffusor-Aufsatz aufgelegt und getrocknet - den Diffusor dabei nicht bewegen, sondern ein paar Sekunden halten und dann zur nächsten Strähne vorarbeiten. Die Locken werden so nicht nur schonend getrocknet sondern erhalten auch eine besonders intensive Form. Ein Pflege- oder Styling-Spray für Locken, das vor dem Föhnen ins Haar gesprüht wird, verleiht für besondere Tage extra Sprungkraft, sollte aber nicht täglich angewandt werden, da sich Partikel des Sprays am Haar anlagern und so für fehlende Spannkraft sorgen können.

Bürsten sind für viele Menschen mit Naturlocken ein feindlicher Begriff, weil die feingliedrigen Borsten der Bürstenköpfe die Haare zu sehr strapazieren und auffächern - die Locken werden herausgebürstet. In der Tat ist ein grobzinkiger Kamm meist eine bessere Wahl, um Naturlocken vor oder während dem Föhnen sanft zu entwirren. Für Zopfliebhaber empfehlen sich auch Haargummis ohne Metallverschluss - sie sind schonender für das Haar, da sich einzelne gelockte Haare nicht in den Verschlüssen verfangen können.

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