Gesund essen Mit Sarah Wiener auf dem Markt

Nachhaltigkeit, Regionalität, Saisonalität – diese Wörter haben plötzlich Einzug in unsere Küchen und Esszimmer gehalten. Wer sich dafür entscheidet, auf seine Ernährung, Gesundheit und die Umwelt Acht zu geben, kommt nicht umher, sich näher mit der Materie des bewussten Einkaufens und Zubereitens zu beschäftigen

bewusste Ernährung quer

Irgendwie ist das mit dem Vorhaben, sich gesünder zu ernähren, den eigenen Fleischkonsum einzuschränken oder überwiegend Bioprodukte einzukaufen wie mit guten Vorsätzen zum neuen Jahr: Die Theorie klingt vielversprechend, die Praxis erweist sich als mühselig oder findet erst gar nicht statt.

Der Schlüssel zum Erfolg: die Motivation langfristig aufrechterhalten

Aus diesem Grunde haben wir uns mit Sarah Wiener auf dem Münchner Viktualienmarkt verabredet. Kaum angekommen unterhalten wir uns auch schon über die Haltbarkeit von Nähstoffen in frisch gepressten Fruchtsäften, über die Unterschiede zwischen verschiedenen Bio-Siegeln und über Samenbanken für selten gewordene, alte, einheimische Nutzpflanzen. Die gibt es wirklich und man kann sich für den eigenen Garten oder Blumentopf dort Samen bestellen, die den heimischen Klimaverhältnissen angepasst sind und sich auch in zweiter Generation zur Pflanzenaufzucht eignen (d. h. es handelt sich um sogenannte samenfeste Sorten).

Den Ansatz hätten wir also durch das Interesse für diese Themen und den Wunsch nach einem bewussteren Umgang damit bereits gefunden.

Der nächste Schritt lautet: konkrete Umsetzung

Wir begeben zu einem gemeinsamen Markteinkauf. Der Viktualienmarkt ist täglicher Anlaufpunkt vieler Münchner und Touristen, ein Ort, an dem wir hohe Qualität, hervorragende Frische und eine kurze Vertriebskette erwarten.

Das Angebot an Gemüse, Obst, Backwaren, Eiern und Käse ist groß. Da liegt es auf der Hand, dass der jeweilige Standbetreiber nicht alles auch selbst anbaut. Aus unterschiedlichen Regionen Süddeutschlands und aus ganz Europa kommen die Waren nach München. Wir kommen sehr schnell mit den Verkäufern ins Gespräch und können so möglichst viel über die angebotenen Lebensmittel in Erfahrung bringen. Wo leben die Hühner, deren Eier es zu kaufen gibt? Wie unterscheiden sich die Freilandeier von solchen aus biozertifizierten Betrieben mit Bodenhaltung? Wer hat das Brot wie gebacken? Enthält es außer Mehl, Salz und Wasser weitere Zutaten? Wo wurden die selbstgepflückten Waldheidelbeeren genau gepflückt?

Über all diesen Möglichkeiten und Antworten, die neue Fragen aufwerfen, schwirrt uns schnell der Kopf. Alle Fragen lassen sich nicht auf einmal klären, was aber hilft, ist das eigene Erleben. So spazieren wir los und erproben das eben Gelernte in der Praxis. Mit zwei wertvollen Lektionen im Gepäck:

1. Fragen ist Gold wert.

2. Eine strukturierte Checkliste mit den wichtigsten Aspekten hilft beim nächsten Einkauf – und lässt sich stetig ergänzen. ( Hier finden Sie unsere Checkliste.)

Fazit

Der befürchtete Motivationsverlust ist ein Thema, das sich mit der Zeit erübrigt, denn aus vielen bewussten Entscheidungen wird bereits nach kurzer Zeit Routine.

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