Ökokiste Bioprodukte in der Stadt

Hier ist die Geschichte davon, wie Sie frische Lebensmittel vom Erzeuger beziehen können ohne von der Stadt aufs Land ziehen zu müssen

Ökokiste - quer

1996 riefen sechs Bio-Landwirte aus Bayern den Verband Ökokiste ins Leben. Grundgedanke war es, einen kundenfreundlichen Öko-Lieferservice anzubieten. Mittlerweile sind in Deutschland und Österreich insgesamt 50 Ökokistenbetriebe verzeichnet, die wöchentlich Gemüse- und Obst-Abonnements direkt an private Haushalte liefern.

Wie funktioniert der Bio-Lebensmittel-Lieferservice?

Über oekokiste.de können Sie ermitteln, ob in Ihrer Region ein Betrieb aus dem Verband vertreten ist. Über diesen Betrieb können Sie anschließend Ihre ersten Bioprodukte vom Bauernhof bestellen. Das Obst und Gemüse wird wöchentlich zu einer bestimmten Zeit geliefert. Dabei kann auf Verpackung weitestgehend verzichtet werden und Ihre Bioprodukte kommen in einer Pfandkiste, die Sie bei der nächsten Bestellung wieder zurückgeben. Rezepte und Informationen zum aktuellen Kisteninhalt sind jeweils im Lieferumfang enthalten.

Wer Überraschungen liebt, kann sich für ein Abonnement eines Kistentyps entscheiden und dieses wahlweise wöchentlich, 14-tägig oder in größeren Abständen beziehen. Die Kisten werden dann nach Angebot sozusagen im Zufallsprinzip bestückt. Unverträglichkeiten und Abneigungen lassen sich speichern, so erhält z. B. niemand Kohlrabi, wenn er den nicht mag. Doch auch diejenigen, die ihre Einkäufe lieber unter Kontrolle haben, kommen voll auf ihre Kosten: Via Internet oder Bestellschein lassen sich individuelle Kisten zusammenstellen.

Zudem steht allen Kunden ein erweitertes Warenangebot mit Fleisch- und Fischwaren, Milch und Molkereiprodukten, Getränken, Nüssen und Knabbereien bis hin zu ökologischen Putzmitteln zur Verfügung.

Insider-Wissen

Aus langjähriger Erfahrung kann ich der Ökokiste volle Punktzahl verleihen. Lediglich in zwei Fällen war ich bisher nicht mit dem gelieferten Gemüse einverstanden und fand stets ein offenes Ohr und darüber hinaus Hilfestellung bei „problematischen“ Zutaten. Ich erfuhr z. B., dass die neue Karotten-Sorte aufgrund ihres leicht bitteren Geschmacks bereits ab der folgenden Woche nicht mehr angeboten werden würde, und dass Rosenkohl einen Aufenthalt im Tiefkühlfach zu schätzen weiß, da er danach weniger Bitterstoffe enthält. Auch die Bemühungen, die Verpackungen der Bioprodukte weiter zu minimieren oder umweltfreundlicher zu gestalten, finde ich bemerkenswert. Die Lieferungen sind natürlich so organisiert, dass möglichst wenige, möglichst effektive Wege zurückgelegt werden müssen.

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von Daniela Röll

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