Vorsorgeuntersuchung Krebsvorsorge für Frauen

Soll und kann ich mich überhaupt gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen? Ist eine Mammographie für jede Frau ratsam? myself klärt am Weltkrebstag auf, welche präventiven Untersuchungen für Brust- und Gebärmutterhalskrebs es gibt und wer sie wann wahrnehmen sollte

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Zum Weltkrebstag am 4. Februar informieren wir über die Brust- und Gebärmutterhalskrebs-Vorsorgeuntersuchungen für Frauen

HPV-Test, Mammographie-Screening und Pap-Abstrich: Im Rahmen der Krebsvorsorge haben Sie bestimmt schon von diesen Begriffen gehört. Aber was genau wird dabei eigentlich untersucht und für welche Frauen in welchem Alter sind diese ärztlichen Kontrollen geeignet? Und wie sieht es mit Alternativen aus? myself nimmt den Weltkrebstag am 4. Februar zum Anlass, um über die beiden Krebsarten zu informieren, die nur Frauen betreffen: Brust- und Gebärmutterhalskrebs.

Brustkrebsvorsorge:

Es ist die häufigste Krebsart bei Frauen: Über 70.000 jährliche Neuerkrankungen gibt es allein in Deutschland. Um Brustkrebs so früh wie möglich zu erkennen, sollten regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen stattfinden. Aber welche ist die richtige für Sie? Folgende Möglichkeiten gibt es:

Abtasten:

Einmal im Monat, am besten nach der Regelblutung, sollten sich Frauen selbst abtasten, um Veränderungen des Brustgewebes festzustellen. Eine genaue, bebilderte Anleitung zur Selbstuntersuchung finden Sie auf brustkrebs-info.de

Zudem ist im Rahmen der Brustkrebsvorsorge ab 30 Jahren mindestens einmal im Jahr der Besuch beim Frauenarzt Pflicht. Der Gynäkologe tastet das Brust- und Lymphgewebe ab und untersucht es auf Verhärtungen und Knötchen.

Mammographie:

Bei Auffälligkeiten empfehlen Frauenärzte meist eine Mammografie. Bei dieser Röntgenuntersuchung wird jede Brust zwischen zwei Plexiglasscheiben gelegt (je flacher sie dabei gedrückt wird, desto weniger Strahlung wird benötigt, um das Brustgewebe zu durchleuchten und desto aussagekräftiger werden die Untersuchungsergebnisse). Dabei können auch sehr kleine, nicht tastbare Gewebsveränderungen und eventuelle Krebstumore erkannt werden. Seit 2005 ist sie alle zwei Jahre kostenlos für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die deutschlandweit per Post zum Mammographie-Screening eingeladen werden  – auch dann, wenn es keine Anzeichen für eine Erkrankung gibt oder Familienmitglieder der Patientin bereits Krebs haben oder hatten.

Kritiker der Mammographie mahnen daher, die Strahlenbelastung nicht zu unterschätzen, der sich viele kerngesunde Frauen aussetzen. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz rät zur Vorsicht und empfiehlt generell bei allen Röntgenuntersuchungen, diese erst bei einem konkreten Krankheitsverdacht oder einer familiären Vorbelastung durchführen zu lassen. Neueste, digitale Mammographiegeräte versprechen aber eine schonendere Untersuchung mit weniger Strahlenbelastung und Druckschmerzen durch spezielle Kompressionsplatten, die sich der Brustform flexibel anpasst. Dennoch kommt es durch die Mammographien auch zu Fehldiagnosen und unnötigen Behandlungen. Die Ärztin Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser von der Universität Hamburg erläutert: "Durch die Früherkennung werden auch Veränderungen als Krebs oder Krebsvorstufen diagnostiziert und behandelt, die ohne Mammographie nie auffällig und für die Frau auch nicht lebensbedrohlich geworden wären." Dies führe dann zu einem Leben als Patientin mit Angst vor Krebs inklusive Chemotherapien und Operationen, zu denen es ohne die "Überdiagnosen" nicht gekommen wäre. Am Ende entscheidet aber jede Frau selbst, ob sie das Angebot der Mammographie in Anspruch nimmt oder auf Alternativen zurückgreift.

Ultraschalluntersuchung:

Neben der Abtastung (bei der Tumore im Frühstadium allerdings nicht erkannt werden) kann auch eine Ultraschalluntersuchung bei der diagnostischen Abklärung helfen. Sie kommt ohne Strahlenbelastung aus und kann Zysten sogar besser erkennen als die Mammographie. Vor allem junge Frauen profitieren von der Ultraschallmethode, da sie meist ein dichteres Brustgewebe haben, das die Röntgenstrahlen schwer durchlässt (was unter Umständen zu Fehldiagnosen führen kann). Die Ultraschalluntersuchung kann allerdings nicht die systematische Früherkennung von Brustkrebs ersetzen, sondern nur ergänzen.

Weitere Informationen zur Brustkrebsvorsorge finden finden Sie unter: frauen-krebsvorsorge.de und mammo-programm.de

Auf der nächsten Artikelseite informieren wir Sie über die Gebärmutterhalskrebsvorsorge.

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von Vanessa Schwake

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