Erfahrungsbericht Happy End?

Was passiert, wenn sich eine Frau einen Callboy mietet? Eine wahre Geschichte über Lust. Und Liebe

Callboy: bei Anruf Sex - Seite 03

"Er kniete sich vor mich, tastete sich mit seiner Zunge zu meiner Klitoris. Müsste ich ihm etwa auch einen blasen? Dass ich mich das ernsthaft fragte, kommt mir heute lächerlich vor."

Es klopfte. Wieder nahm mich sein Lächeln sofort für ihn ein. Wir redeten fast eine Stunde über alles Mögliche und tranken Wein, der mir langsam zu Kopf stieg. Die Zeit verrann, aber ich traute mich nicht, etwas einzufordern. Da rückte er plötzlich näher. Ich schluckte. Vorsichtig nahm er mein Gesicht in die Hände und küsste mich sanft, behutsam kam seine Zunge ins Spiel. Seine Hände streichelten meinen Hals, umkreisten meine Brüste. Wann fasst er sie endlich an? Er griff in mein Haar. Da kippte ein Schalter in mir um: Ich wollte ihn, unbedingt. Er zog mich aus, hob mich auf das Sideboard im Zimmer, küsste meine Brüste, spreizte meine Beine. Er kniete sich vor mich, tastete sich mit seiner Zunge zu meiner Klitoris. Müsste ich ihm etwa auch einen blasen? Dass ich mich das ernsthaft fragte, kommt mir heute lächerlich vor.

Er zog sich aus und legte mich einfach nur aufs Bett. Anscheinend hatte er meine Unsicherheit bemerkt: "Magst du mir sagen, was du willst, oder soll ich es herausfinden?" Obwohl ich mir vorgenommen hatte, alles bestimmen zu wollen, war ich erleichtert, passiv bleiben zu können. "Hier passiert nur, wonach du dich sehnst", sagte er, "aber ich will gern mit dir schlafen. Und zwar als Tom*" – nicht als Joe, wie er sich in der Agentur nannte. Es war sehr zärtlich.

Ich kam nicht zum Höhepunkt, er hielt seinen für mich zurück. Dass er sich so im Griff hatte, imponierte mir. Er schlug vor, den Abend abzubrechen, gab mir aber seine Telefonnummer. Obwohl er das nicht dürfe, wolle er mich wiedersehen. Wir konnten uns kaum voneinander trennen. Ich war aufgewühlt, aber was wollte er? War das ein Callboy-Trick oder hatte er ernsthaftes Interesse?

Beim nächsten Mal trafen wir uns im Restaurant vom ersten Abend, hinterher hatten wir Sex in meinem Auto. Und so ging es weiter: Wir sahen uns, wir schliefen miteinander. Ohne Geld. Dann passierte das Unglaubliche: Wir verliebten uns. Nach drei Wochen gab er seinen Job für mich auf. Trotzdem traute ich der Sache zunächst nicht – bis er mir sagte, dass es ihm von Anfang an ernst mit mir gewesen sei. Den Callboy-Job hätte er sowieso nur kurz und aus Spaß gemacht.

Wir sind jetzt seit zwei Jahren zusammen,Tom arbeitet inzwischen in der Werbebranche. Wenn jemand fragt, woher wir uns kennen, sagen wir einfach: "Aus dem Internet." Ist ja nicht gelogen.
(*Alle Namen wurden geändert)

  1. 1Callboy: bei Anruf Sex
  2. 2Das Blind Date
  3. 3Happy End?

von Protokoll: Frauke Poganatz

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