Feiern Champagner für alle!

Jetzt knallen wieder die Korken. Ein paar prickelnde Fakten und Know-how von Profis

Champagner für alle quer

Der neue Liebling

Rosé-Champagner ist weicher und fruchtiger, aber auch teurer als weißer. Trotzdem legte der Umsatz in den letzten zehn Jahren deutlich zu. Die Rosé-Variante wird entweder durch das Mischen von weißem Champagner mit 5 bis 20 Prozent Rotwein gewonnen oder mit der Saignée-Methode (saignée = Aderlass), bei der die Haut der blauen Trauben im Most "ausblutet".

Die Säbelmethode

Klingt dekadent, aber Sie können die Flasche buchstäblich köpfen. Nennt sich Sabrage und funktioniert mit einem Champagnersäbel, erfordert viel Übung und, Achtung, nüchternen Zustand. Der Säbel wird in einem Winkel von etwa 20 Grad auf den Wulst des Flaschenkopfs geschlagen, der samt Korken mit bis zu 200 km/h nach vorn wegschießt. Dabei geht zwar etwas Champagner verloren, aber auch die Glassplitter werden mitgerissen. Erfand übrigens Napoleon, der mit dieser Show-Einlage 1812 eine gewonnene Schlacht gefeiert hat. Alter Haudegen!

Kalt gestellt!

Die optimale Trinktemperatur für Champagner liegt bei 8 bis 10 Grad. Champagner liegt zudem lieber 10 Minuten im Eisfach als zu lang im Kühlschrank. Auch schockartiges Abkühlen (Frappieren) ist erlaubt: Dafür im Kühler viel Eis mit einer Handvoll Salz vermischen, das entzieht schneller Wärme als pures Eis.

Alles Blender?

Wer zur Magnumflasche greift, ist kein Angeber, sondern kennt sich gut aus. Der Champagner ist harmonischer, da die Gärungsbedingungen besser sind. Mit der Magnum ist aber in puncto Geschmack der Höhepunkt erreicht. Alles andere ist dann wirklich Wichtigtuerei. Die Flaschengrößen haben übrigens so hübsche Namen wie Filette (0,375 l), Imperial (0,75 l), Magnum (1,5 l), Jeroboam (3 l), Rehoboam (4,5 l), Methusalem (6 l), Salmanazar (9 l), Balthazar (12 l), Nebukadnezar (15 l), Melchior bzw. Goliath (18 l).

von Barbara Schulz

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