Schläfrigkeit

Ständig müde? 5 Gründe, was dahinter stecken könnte

Arbeitende Frau liegt müde auf ihrem Laptop und hält einen Kaffee in der Hand | © gettyimages.de /Khosrork
Hinter ständiger Müdigkeit können viele Ursachen stecken.
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Manche Tage sind anstrengender als andere. Manche Nächte sind kürzer. Das ist ganz normal und etwas Tagesmüdigkeit kein Grund sich zu sorgen. Aber wer seine Müdigkeit und Schläfrigkeit nicht mehr los wird, der sollte der Sache auf den Grund gehen. Es gibt viele Faktoren, die als Ursache für müde Tage infrage kommen. Vor allem, wenn man sich trotz viel Schlaf immer noch müde fühlt und selbst viel Kaffee nicht mehr hilft, dann gilt es nach den Gründen für die scheinbar unbändige Müdigkeit zu suchen. Hier sind 5 mögliche Gründe, warum man sich ständig müde fühlt:

1. Ernährung

Wer dazu neigt, Mahlzeiten auszulassen, nimmt möglicherweise nicht die Kalorien auf, die man braucht, um das durchschnittliche Energielevel aufrechtzuerhalten. Lange Pausen zwischen den Mahlzeiten können dazu führen, dass der Blutzuckerspiegel sinkt und die Energie abnimmt. Könnte dies der Grund sein, dann sollte man auch zwischen den Mahlzeiten gesunde, energiereiche Snacks zu sich nehmen, vor allem wenn man sich träge fühlen. 

Ständige Müdigkeit kann aber auch ein Zeichen für Vitaminmangel sein. Genügend zu essen reicht nicht, man sollte zudem auch die richtigen Nährstoffe zu sich nehmen. Niedrige Werte von Vitamin D, Vitamin B12, Eisen, Magnesium oder Kalium sorgen dafür, dass man sich müde und träge fühlt. Ein Routine-Bluttest kann helfen, diese Mangel zu entdecken.

Wer einen Nährstoffmangel festgestellt hat, der kann für schnelle Lösungen zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Je nachdem welches Vitamin etwas Nachhilfe braucht. Langfristig gedacht sollte man aber seinen Ernährungsplan umstellen und darauf achten die entsprechenden Vitamine zu sich zu nehmen.

2. Bewegung und Gewicht

Körperliche Aktivität, in Maßen natürlich, kann das Energielevel steigern. Wer den Alltag im Sitzen verbringt, fühlt sich eher erschöpft und schläfrig. Die Ergebnisse einer Studie mit 73 Frauen zeigen, dass Frauen mit einem aktiveren Lebensstil ein deutlich geringeres Maß an Müdigkeit aufwiesen. Studien wie diese belegen, dass mehr körperliche Aktivität zu mehr Energie und Vitalität beiträgt.

Wer also dem nächsten Nachmittagstief aktiv entgegenwirken will, der kann versuchen einen vitalisierenden Spaziergang in seinen Tag einzubauen. Auch Übergewicht kann ein Grund für unüberwindbare Müdigkeit sein. Je mehr Gewicht man hat, desto mehr muss der Körper arbeiten, um alltägliche Aufgaben wie Treppensteigen oder Putzen zu bewältigen. Regelmäßige leichte Bewegung und eine ausgewogenen gesunde Ernährung bringen nicht nur das Gewicht sondern auch den Energiehaushalt ins Gleichgewicht.

3. Stress

Chronischer Stress kann zu Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Magenproblemen und Müdigkeit führen. Unter Stress schaltet der Körper in den Kampf-oder-Flucht-Modus. Dies führt zu einem Anstieg von Cortisol und Adrenalin. Die Hormone helfen dem Körper mit solchen Situationen umzugehen. In kleinen Dosen ist diese Reaktion unbedenklich. Bei chronischem oder dauerhaftem Stress werden die Ressourcen des Körpers stark beansprucht. Er kommt nicht mehr aus dem Verteidigungs-Modus heraus und brennt aus. Atemübungen, Meditation und Yoga können helfen, um in stressigen Situationen ruhig zu bleiben oder Stress am Ende des Tages abzubauen. Noch besser: Kürzer treten, Grenzen setzen und Stress so ganz vermeiden.

4. Körperliche und mentale Gesundheitsbeschwerden

Anhaltende Müdigkeit, Energiemangel und Antriebslosigkeit sind Anzeichen für Depressionen. Dann gilt es einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen und die Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen. Fibromyalgie verursacht weit verbreitete Muskelschmerzen und Empfindlichkeit. Aufgrund der Schmerzen können einige Betroffene nachts nicht schlafen. Dies kann zu Tagesmüdigkeit und Ermüdung führen.

Sich ständig müde zu fühlen, kann auch ein Symptom von Diabetes sein. Der Körper stellt nicht genügend Insulin her was zu einem hohen Blutzuckerspiegel führt, der die Konzentration beeinträchtigt, müde und reizbar macht.

Manchmal können Medikamente dazu führen, dass man sich ständig müde fühlt. Um die eigenen Müdigkeit mit der Einnahme von Medikamente in Verbindung zu bringen, lohnt sich ein Blick auf den Beipackzetteln auf der Suche nach möglichen Nebenwirkung.

5. Schlafmangel und Schlafstörungen

Klar, neben dem Alltag kann vor allem die Nacht problematisch und Grund für das Gefühl der Müdigkeit sein. Wer nach einer Ernährungsumstellung, trotz aktivem Lifestyle und Meditation immer noch müde ist, der kann nach dem Grund für den Schlafmangel suchen. Eine Schlafstörung wie Schlafapnoe könnte die Ursache sein. Bei Schlafapnoe setzt die Atmung während des Schlafs aus. Infolgedessen erhalten Gehirn und Körper nachts nicht genügend Sauerstoff, was die Tagesmüdigkeit zur Folge hat.

Schlaflose Nächte können sich langfristig auf das Energieniveau auswirken. Die meisten Erwachsenen brauchen zwischen sieben und neun Stunden Schlaf pro Nacht. Wer wiederholt und regelmäßig zu wenig schläft, riskiert den Körper auf Schlafentzug zu setzen. Aber nicht nur die Dauer, sondern auch die Schlafqualität ist entscheidend. Es lohnt sich einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu etablieren und einzuhalten. Außerdem hilft es in einem dunklen, ruhigen Raum zu schlafen und anregende Aktivitäten wie Sport und Fernsehen direkt vor dem Schlafengehen zu meiden.

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