Jeden Mittag ein Nickerchen

Siesta: Das passiert, wenn du im Sommer immer Mittagsschlaf machst

Frau liegt in der Hängematte und schläft | © Getty Images/Olezzo
Ein Powernap zwischendurch hat zahlreiche Vorteile - vor allem im Sommer.
© Getty Images/Olezzo

Weil die Sommermonate hierzulande zunehmend heißer werden, wird aktuell auch in Deutschland über eine Siesta diskutiert. Nach südländischem Vorbild soll es eine längere Mittagspause geben, so auch die Empfehlung von Medizinern. Warum der Mittagsschlaf vor allem im Sommer viele Vorteile hat und sich positiv auf unsere Gesundheit auswirkt, erfährst du hier. 

Das passiert, wenn wir bei Hitze arbeiten

Die Hitzewellen haben Deutschland erreicht. Temperaturen um die 35 Grad, wie man sie bisher nur aus Italien und Spanien kennt, gibt es jetzt auch von Hamburg bis München. Doch wie wirkt sich das auf unsere Leistungsfähigkeit aus? Die schnelle Antwort: negativ.

Bei Hitze sind wir weniger leistungsfähig, die Konzentration sinkt, man braucht länger für Aufgaben und es passieren mehr Fehler. Die größte Gefahr ist aber die Dehydration, denn die meisten Menschen trinken nicht genug. Ein Hitzeschlag oder Sonnenstich sind die Folge. Das betrifft übrigens nicht nur ältere, sondern auch junge Menschen. 

Eine Pause in der Mittagszeit könnte diese Belastung für den Körper zumindest reduzieren. Ob es sinnvoll ist, diese auf mehrere Stunden auszuweiten (die Siesta im Süden dauert von ca. 13 bis 16 Uhr), ist eine größere Diskussion. Dass ein kurzer Mittagsschlaf sinnvoll und gesund ist, ist aber längst belegt. 

Vorteile von Mittagsschlaf

Laut Studienlage sollten wir alle viel öfter ein Powernap einlegen, denn das kurze Nickerchen am Tag tut uns gut und verbessert unsere Arbeitsleistung. Konkret hat ein tägliches Mittagsschläfchen folgende Vorteile:

  1. Zwischen 13 und 14 Uhr hat unser Biorhythmus ohnehin einen Tiefpunkt, weshalb das die beste Zeit für einen Powernap ist. Nach dem Aufwachen fühlt man sich wieder wacher und konzentrierter. 

  2. Die meisten Arbeitsunfälle ereignen sich zwischen 13 und 16 Uhr. Ein Powernap würde die Konzentration steigern, sodass weniger Fehler passieren. 

  3. In diesem Zusammenhang fördert ein kurzer Powernap auch unsere Kreativität. Wir haben wieder neue Ideen und kommen auf andere Gedanken. 

  4. Ein Powernap kann dabei helfen, sich weniger gestresst zu fühlen. Wir kommen mental und körperlich zur Ruhe und tanken Kraft für den restlichen Arbeitstag. Dadurch reagieren wir auch entspannter auf Stresssituationen. 

  5. Ein Mittagsschläfchen kann das Risiko für Herzerkrankungen um rund 30 Prozent senken, so das Ergebnis von Schlafforscher*innen der Harvard-Universität

  6. Jeder kennt die mit dem Mittagstief verbundene Lust auf Zucker. Auch dagegen kann ein kurzer Powernap helfen! 

Das passiert, wenn du immer Mittagsschlaf machst

So lange sollte man Mittagsschlaf machen

Wichtig ist, dass man es mit dem Mittagsschlaf nicht übertreibt. 15-20 Minuten sind ideal, maximal aber 30 Minuten. Dauert der Mittagsschlaf länger, fallen wir in die Tiefschlafphase und die positiven Effekte treten nicht ein. Im Gegenteil: Wir fühlen uns noch müder. Ab sofort gibt es keinen Grund mehr, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn mittags ein Nickerchen einlegt. Happy Powernapping!

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