Liebe & Beziehung

Aufgedeckt! Die 6 häufigsten Mythen über das Fremdgehen

Mann ist an seinem Handy während seine Partnerin schläft | © Getty Images/AndreyPopov
Was ist dran an den Mythen rund um das Thema Fremdgehen?
© Getty Images/AndreyPopov

Rund um das Thema Fremdgehen scheiden sich die Geister. Während es für die einen unverzeihlich ist, finden andere wiederum einen Seitensprung halb so wild. Zudem kreisen viele Mythen um das Thema. Gehen Männer häufiger fremd als Frauen? Und ist jede/r Fremdgeher/in unglücklich in der Beziehung? Wir haben die Antworten darauf.

Das sind die häufigsten Mythen rund um dem Seitensprung:

1. Nach einem Seitensprung ist die Beziehung vorbei

Jein. Ein Seitensprung ist für viele unverzeihlich und kann eine Beziehung so sehr erschüttern, dass die Beziehung beendet wird, weil das Vertrauen zerstört und die Enttäuschung und Wut zu groß sind. Ein Seitensprung kann aber auch dazu führen, dass Beziehungsprobleme angesprochen werden, die ohne den Seitensprung unentdeckt geblieben wären. Um den Seitensprung zu verzeihen, braucht es deshalb schonungslos offene Gespräche über sexuelle und emotionale Bedürfnisse, die zu dem Seitensprung geführt haben können.

2. Wer einmal fremdgeht, geht immer fremd

Da ist leider etwas Wahres dran. Bei einer Studie der University of Denver, haben Forscher/innen herausgefunden, dass jemand, der in der Vergangenheit bereits untreu war, drei Mal so oft dazu neigt, wieder untreu zu sein. Natürlich muss das aber nicht für jede/n gelten. Es gibt aber auch Personen, die aus ihrem Fehltritt lernen und es nicht nochmal machen.

3. Wer fremdgeht, ist unglücklich in der Beziehung

Jein. Selbst in glücklichen Beziehungen passieren Seitensprünge. Was allerdings stimmt, ist, dass Fremdgeher/innen oft etwas in der Beziehung vermissen, wie zum Beispiel die anfängliche Verliebtheit oder aber, sie sind in ihrer Beziehung mit etwas unzufrieden. Dabei kann es sich um alles Mögliche handeln wie sexuelle Unzufriedenheit oder Mangel an Zuwendung.

4. Untreue gilt nur für Sex

Falsch. Jedes Paar muss zwar für sich selbst entscheiden, wo das Fremdgehen für sie beginnt. Laut einer Studie von Parship waren jedoch die meisten Personen der Meinung, dass Fremdgehen bereits dann beginnt, wenn der Partner oder die Partnerin mit jemand anderen intime Gedanken, Sorgen und Nöte teilt. Flirten, sexuelle Fantasien, Sexting oder heimliche Nachrichten zählen demnach zum Fremdgehen dazu. Auch dann, wenn man mit der Person nicht körperlich intim gewesen ist.

5. Fremdgeher/innen suchen immer Bestätigung

Jein. Die Gründe für einen Seitensprung sind vielfältig. Oft geht es darum, seinen Marktwert zu testen. Gerade in einer langjährigen Beziehung zweifeln viele daran, ob sie noch attraktiv für das andere Geschlecht sind. Mit einem Seitensprung wollen sie dies testen. Es gibt aber auch viele, die fremdgehen, weil sie die Schmetterlinge im Bauch vermissen, die sie aus der Anfangszeit ihrer Beziehung kennen. Andere wiederum gehen fremd, weil es ihnen schlicht um den Reiz des Verbotenen geht.

6. Männer gehen häufiger fremd als Frauen

Falsch. Laut einer Studie von ElitePartner, gaben 31% der Frauen und 29% der Männer zu, schon untreu gewesen zu sein. Dabei liegen Frauen bei einmaligen Ausrutschern vorn. 17% der Frauen gaben an, dass sie einmal fremdgegangen sind. Bei Männern sind es 11%. Fast gleichauf liegen die Geschlechter allerdings bei wiederholtem Fremdgehen. So gaben 7% der Frauen und 10% der Männer an, eine Affäre gehabt zu haben. 18% der Männer und 12% der Frauen gaben außerdem an, zwar noch nicht untreu, aber in Versuchung gekommen zu sein. Noch nie untreu waren laut Studie gerade einmal 58% der Frauen und 55% der Männer.

Mehr zum Thema