Autorin Judith Tischler

Gin Tonic mit Kundera

Autorin Judith Tischler hat ein Buch für jede Lebenslage. Im Interview mit myself verrät sie ihre Lieblingsromanfigur, das beste Mittel gegen Liebeskummer und warum die Twilight-Saga so gar nicht ihr Ding ist.

Veröffentlicht am 21.11.2017
Porträt von Autorin Judith Taschler.

In Judith Taschlers neuem Roman geht es um einen adoptierten Jungen, der seinen Wurzeln nachspürt. 


Welches Buch haben Sie zuletzt auf der Couch verschlungen?
Das war „Unterwegs nach Cold Mountain“ von Charles Frazier. Die ganze Handlung hindurch wartet Ada auf Inman, während er sich auf sie zubewegt. Erst ganz am Schluss treffen sie aufeinander. 

Was haben Sie wieder zur Seite gelegt? 
Die „Twilight“-Saga. Ich wollte sie meinen Töchtern zuliebe lesen, kam aber nicht weit. Das seitenlange Gesülze von Vampir Edward und seiner Bella war unerträglich. Ich empfehle Jugendlichen eher Klassiker wie „Robinson Crusoe“, „Onkel Toms Hütte“ oder die Gulla-Bücher. 

Ein Buch gegen Liebeskummer?
„Aufräumen“ von Angelika Waldis. Die Schweizer Autorin erzählt bitterböse von einer Frau, die sich ihres Mannes entledigt und so Ordnung in ihrem Leben schafft. Köstlich. Und geht unter die Haut.

Mit welcher Romanfigur würden Sie sich gerne mal auf einen Drink treffen?
Mit dem Chirurgen Tomas aus Milan Kunderas „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ – auf einen Gin Tonic. Ich wäre gespannt, ob seine Verführungskünste wirklich so raffiniert sind, wie der Autor sie beschreibt …

Judith Taschlers neuer Roman: David, Droemer Knaur, 20 Euro. 

Roman „David