Foundation

Easy Glowing

Was man für einen strahlenden Teint tun muss? Gar nicht so viel, wenn man bei der Foundation ein paar Dinge beachtet.

Veröffentlicht am 04.02.2018
Verschiedene Foundations.

So viele Nuancen, so viele Möglichkeiten, den richtigen Ton zu treffen …


Die richtige Grundlage

Je frischer der Teint, desto besser kommt das Make-up darauf zur Geltung. Damit trockene Schüppchen die Haut nicht fahl wirken lassen, einmal in der Woche peelen. Mindestens genauso wichtig, sagt Susanne Krammer, Visagistin und Gründerin des Online-Magazins junemag.com: der Feuchtigkeitsgehalt der Haut. „Ist sie trocken, entzieht sie der Foundation Feuchtigkeit. Übrig bleiben Pigmente, die sich an der Oberfläche ablagern. So entsteht ein Grauschleier.“ Tipp: Die Pflege vor dem Auftragen der Foundation gut einwirken lassen, je nach Fettgehalt bis zu 15 Minuten.

Die Primer-Frage

Die Extra-Schicht zu Pflege und Make-up könnte sich auf der Haut nach zu viel anfühlen. Der Grund: Primer zieht nicht ein, sondern legt sich wie ein glättender Film über den Teint. Hat den Vorteil, dass die Foundation länger hält und sich nicht in den Fältchen absetzt. Funktioniert aber nur, wenn Primer und Grundierung harmonieren. Einen Silikonöl-haltigen Primer deshalb nie mit Make-up kombinieren, das ebenfalls flüchtige Öle enthält, warnt Expertin Susanne Krammer. Eventuell Spray Primer oder Powder Primer ausprobieren. Sie können vor und nach der Foundation aufgetragen werden, „klammern“ sie also förmlich ein.

Vorbildliche Vorarbeiter

Primer.


Von links nach rechts:

  1. Verfeinert mit Kokosnuss: „Invisible Under(Cover)“ von Marc Jacobs, 39 Euro.
  2. „SOS Primer 00 Universal Light“ sorgt für Extra-Leuchtkraft. Von Clarins, 32 Euro.
  3. Mit dem „All Nighter“ hält Make-up bis zu 16 Stunden. Von Urban Decay, 29 Euro.
  4. „Primed & Poreless Skin Smoothing Pressed Powder"schafft eine haltbare Basis. Von Too Faced, 29 Euro.

Foundation richtig auftragen

Brush und Beauty-Blender.

Von links nach rechts: „Matissime Velvet Beauty Blender" von Givenchy, 17 Euro. „Brush Crush 301 Foundation" von Real Techniques by Sam & Nic, 15 Euro (limitiert).


  • Blender: Das Schwämmchen verblendet jede Flüssigfoundation. Vorher leicht anfeuchten, so verbraucht man weniger, und das Make-up lässt sich ebenmäßig verteilen.
  • Foundation-Pinsel: Die perfekte Wahl, wenn das Ergebnis etwas deckender ausfallen soll, ohne zugekleistert zu wirken. Für ein streifenfreies Ergebnis die Foundation mit kreisenden Bewegungen einarbeiten.
  • Finger: Durch die Körperwärme verschmelzen die Pigmente wunderbar mit der Haut. Hände vor dem Auftragen gründlich waschen, Schweiß verringert die Haltbarkeit des Produkts.

Der perfekte Farbton

  • Testen: Foundation grundsätzlich bei Tageslicht und am Übergang zwischen Gesicht und Hals testen, um später harte Make-up-Ränder zu verhindern.
  • Kühl oder warm? Auch der Hautunterton spielt für die Wahl der Foundation eine Rolle. Erkennen kann man ihn am Handgelenk: Schimmern die Blutgefäße bläulich durch, handelt es sich um einen eher kühlen Teint. Wirken sie grünlich, ist der Ton warm. Im Zweifelsfall einen Profi fragen, etwa die Kosmetikerin. Schließlich sind gute Foundations eine kleine Investition.
  • Abwarten: Die meisten Grundierungen dunkeln im Lauf des Tages leicht nach. Erst drei Stunden nach dem Auftragen sieht man wirklich, ob die Nuance passt.

Die Alleskönner

Foundations.


Von links nach rechts:

  1. Steigert die Zellvitalität mit Himbeerstammzellen-Extrakt: „799 Sérum de Teint Parfait“ von Maria Galland, 79 Euro.
  2. Das hauchzarte „Naked Skin Weightless Ultra Definition Liquid Makeup“ fördert die Kollagenproduktion. Von Urban Decay, 34 Euro.
  3. Verleiht Feuchtigkeit und gleicht Unebenheiten aus: „Flawless Satin Foundation SPF 20“ von Sensai, 49 Euro.
  4. Mildert Fältchen ganz nebenbei: „The Soft Fluid Long Wear Foundation SPF 20“ von La Mer, 95 Euro.

Der Natürlichkeits-Trick

„Wer nicht zugekleistert wirken will, sollte Foundation immer dünn auftragen und von der Gesichtsmitte zu den Rändern hin auslaufen lassen“, rät Make-up-Artistin Susanne Krammer. Zum Schluss sanft mit einem Kleenex abtupfen, so bleibt der natürliche Glow erhalten. Puder nur dann verwenden, wenn es wirklich nötig ist. Wer nicht darauf verzichten möchte, speziell bei unreiner Mischhaut, pudert lediglich die Glanzstellen leicht ab und sprüht Thermalwasser darüber. Beliebter belle naturelle-Trick der Französinnen: Den Nasenrücken ungeschminkt lassen oder nur leicht abdecken, sodass Sommersprossen und kleine Pigmentflecken sichtbar bleiben – wirkt, als wäre auch der Rest des Teints total natürlich.

Die Leichten

Leichte Foundations.


Von links nach rechts:

  1. Reduziert Fältchen und hellt auf: „Light Wonder“ von Charlotte Tilbury, 42 Euro.
  2. Lang anhaltende Deckkraft und dabei federleicht: „Double Wear Nude Water Fresh Makeup SPF 30“ von Estée Lauder, 44 Euro.
  3. Das „Lingerie de Peau Aqua Nude Water-Infused Perfecting Fluid“ von Guerlain bleibt fast unsichtbar, 49 Euro.
  4. Die „Serum Foundation“ überzeugt mit feiner Textur. Von The Ordinary über deciem.com, 7 Euro.
  5. Für den schnellen Glow: „My Armani to go Essence-in-Foundation Cushion SPF 23“mit vitalisierendem Litschi-Extrakt von Giorgio Armani, 72 Euro (limitiert).

Glow-Faktor inklusive

Foundations mit Glow.


Von oben nach unten:

  1. Strahlendes Finish, das sich der Haut anpasst: „Synchro Skin Glow Luminizing Fluid Foundation“ von Shiseido, 48 Euro.
  2. „Next to Nothing Face Colour“ bringt dank leichter Deckkraft den natürlichen Glow zum Vorschein. Von Mac, 34 Euro.
  3. Perfekt für die Handtasche: „Everlasting Cushion Teint Haute Tenue & Hydration“ von Clarins, 39 Euro.
  4. „Even Better Glow Light Reflecting Makeup SPF 15“ enthält lichtreflektierende Pigmente. Von Clinique, 35 Euro.

Die Matten

Matte Foundations.


Von links nach rechts:

  1. Perfekt zum Highlighten, Konturieren und Auffrischen: „Teint Idole Ultra Wear Foundation Stick“ von Lancôme, 43 Euro.
  2. Mattiert und schützt bis zu 24 Stunden: „All Hours Encre de Peau“ von Yves Saint Laurent, 49 Euro.
  3. Das „Diorskin Forever Perfect Mousse“ deckt und verfeinert die Hautstruktur. Von Dior, 45 Euro.
  4. Feuchtigkeit und ein semi-mattes Finish: „Healthy Skin Harmony Miracle Foundation“ von Max Factor, 14 Euro.
  5. Lässt Poren feiner erscheinen: „Total Control Drop Foundation“ von NYX, 16 Euro.

Vier Foundation-Fehler

  • Falsches Licht: Make-up immer bei Tageslicht auftragen, denn warmes Licht verändert die Nuancen, und man erwischt am Ende zu viel. Super Alternative an dunklen Wintermorgen: eine Tageslichtlampe im Bad.
  • Make-up-Ränder: Wahrscheinlich wurde gar nicht oder nicht richtig verblendet. Mit einem Beautyblender erzielt man unsichtbare Übergänge.
  • Zu wenig Zeit: Puder erst auftragen, wenn die Grundierung perfekt sitzt. Selbst kleine Foundation-Patzer lassen sich nachträglich nur schwer beheben.
  • Alles abdecken: Glamouröses Abend-Make-up verträgt auch mal deckendere Texturen. Die Augenbrauen beim Auftragen aber aussparen. Sonst bleiben feine Partikel in den Härchen hängen, und die Brauen wirken ungepflegt.

Die ideale Textur

Die Foundation gleicht Unebenheiten aus und ist damit quasi die Verlängerung der Pflegeroutine. Deshalb sollte sie auch zum Hauttyp passen. Der Allrounder: Flüssigfoundation. Mit ihrem hohen Wasseranteil optimiert sie den Teint, ohne ihn überschminkt wirken zu lassen. Für leicht ölige Haut eignen sich Make-up-Mousse und mattierende Fluids. Dank ihrer cleveren Texturen regulieren sie die Talgproduktion und machen Puder überflüssig, ohne dem Teint das Strahlen zu nehmen – am besten zügig auftragen, sonst wirkt das Ergebnis fleckig. Trockene Haut freut sich über einen hoch dosierten Pflege- und Feuchtigkeitsanteil in der Foundation.

Drei Fragen an Andreas Schwan (Make-up Artist bei Clarins)

Wohin geht der Trend bei Foundations?
Aktuell beobachten wir zwei sehr gegensätzliche Tendenzen. Da ist einmal der natürliche „No Make-up“-Look mit leichten Texturen und transparenter Deckkraft. Andererseits gibt es stark deckende Produkte, die sich für Contouring, Strobing und Baking eignen.

Benötigt Haut ab 40 ein spezielles Make-up?
Die Foundation sollte auf jeden Fall reichhaltiger sein und glättende Eigenschaften mit sich bringen, damit sich das Make-up nicht so schnell in den Fältchen absetzt. Zusätzliche Partikel, die das Licht reflektieren, wirken wie ein Weichzeichner.

Ihr persönlicher Tipp?
Nach dem Schminken das „Fix Make-Up“-Spray von Clarins (32 Euro) verwenden und anschließend die angewärmten Handflächen auf das Gesicht legen. Durch den sanften Druck verschmelzen die Texturen mit der Haut.