Gesundheit

Länger leben

Manchmal bringen schon kleine Veränderungen viel für die Gesundheit. Hier kommen fünf einfach Tricks, die die Liebenserwartung steigern und wie eine Verjüngungskur wirken.

Veröffentlicht am 08.04.2018

Täglich Zahnseide benutzen

Zahnseide verhindert Karies und Parodontose – das weiß jeder. Aber sie schützt auch vor Entzündungen, die das Herz schwächen und den Alterungsprozess beschleunigen können. Eine Studie der University of Buffalo belegte, dass Zahnfleischerkrankungen die Sterblichkeitsrate um zwölf Prozent erhöhen. Grund: Stress oder auch die Wechseljahre schwächen das Immunsystem, schädliche Bakterien in der Mundhöhle können nicht so gut abgewehrt werden. 

Das Ergebnis: Bis zu 6,4 Jahre 


Öl statt Vitaminpille

Jeder dritte Deutsche schluckt Vitamin- und Nährstoffergänzungspillen. Aber wer über einen längeren Zeitraum zu viel Eisen, Magnesium, Zink, Kupfer, Folsäure oder Vitamin B6 zu sich nimmt, hat sogar eine (statistisch) niedrigere Lebenserwartung. Lieber das Geld in hochwertige, naturbelassene Lebensmittel wie kalt gepresstes Olivenöl investieren. 

Das Ergebnis: Eine mindestens 10 % höhere Lebenserwartung


Jeden Tag 20 Minuten bewegen

Laut WHO sollen Erwachsene 2,5 Stunden pro Woche mäßig anstrengende Ausdaueraktivitäten wie Radfahren oder Walking ausüben – also gut 20 Minuten pro Tag. Neben zahlreichen anderen Benefits (straffer Körper!, gute Laune!) macht moderater Sport nachweislich jünger, bestätigt Philipp Zimmer von der Sporthochschule Köln. Weil sich die Aktivität positiv auf Mikroentzündungen im Körper auswirkt und dadurch die Zellalterung gebremst wird. 

Das Ergebnis: Macht biologisch bis zu 20 Jahre jünger


Intimbereich nicht rasieren

Rund 80 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer entfernen sich regelmäßig die Schamhaare. Allerdings steigt dadurch das Risiko, an Herpes oder Syphilis zu erkranken, um 80 Prozent. Beide können bleibende Schäden an den Genitalorganen hinterlassen und den körperlichen Alterungsprozess beschleunigen. 

Das Ergebnis: Eine geschätzt 10 % höhere Lebenserwartung


Öfter im Stehen arbeiten 

Gut die Hälfte der Berufstätigen sitzt täglich rund 11,5 Stunden – Gift für den Rücken und für die Zellen, das belegten Forscher der University of California. Wer täglich mehr als zehn Stunden sitzt und sich weniger als 30 Minuten bewegt, sei biologisch deutlich älter als die aktivere Kontrollgruppe. Durch die mangelnde Aktivität verkürzten sich die Telomere (kleine Teilchen am Ende der DNA), die mit dem Älterwerden in Verbindung gebracht werden und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs schützen. 

Das Ergebnis: Im Schnitt acht Jahre


*Mehr in: „Tag für Tag jünger“ von Marion Kiechle und Julie Gorkow, Heyne, 18,99 Euro.