Anti-Haarbruch

Gib' Spliss keine Chance!

Da sind sie wieder: Diese fiesen, gespaltenen Spitzen auf dem Kopf! Spliss lässt unsere Haare kaputt und stumpf aussehen. Wir zeigen, wie es dazu kommt und verraten euch die besten Anti-Spliss-Tipps.

Veröffentlicht am 10.04.2018
Frau entdeckt Spliss

Fast jede Frau kennt das "haarige" Problem: Spliss!


Spliss oder Haarbruch?

Die beiden Begriffe werden oft verwechselt. Bei brüchigen Haaren ist die Struktur bereits so stark strapaziert, dass sie an porösen Stellen einfach abbrechen (egal ob am Ende oder im Haarverlauf). Bei Spliss hingegen spalten sich zunächst die Spitzen wie eine Art Gabel oder Ast. Die Spaltung kann sich allerdings immer weiter nach oben ziehen, bis in die Wurzel. In beiden Fällen wächst die Mähne nicht gesund nach. Unser Styling wirkt fransig, spröde und ungepflegt.  

Spliss-Ursachen

Jede Frau, die nicht regelmäßig zum Friseur geht, kennt das Problem. Spliss entsteht aber auch dann, wenn unsere Haare nicht genug Feuchtigkeit und Pflege bekommen, zu heiß geföhnt oder ständig geglättet/gelockt werden. Äußere Einflüsse, wie Sonnenlicht oder trockene Luft, begünstigen die gespaltenen Spitzen zusätzlich. Chemische Ursachen sind außerdem: häufiges Färben, Blondieren, Dauerwellen oder sehr aggressive Styling-Produkte.

Spliss schneiden

Der effektivste und schnellste Weg: Abschneiden. Traurig aber wahr, denn Spliss lässt sich nicht einfach "wegzaubern". Die beschädigten Spitzen werden so weit zurück geschnitten, bis nur noch gesundes Haar übrig bleibt. Je nachdem, wie stark die Spaltung schon nach oben gewandert ist, sind das manchmal nur 0,5 cm, aber auch mal 5 cm oder mehr.

Wenn ihr nicht ständig zum Friseur rennen wollt, ruhig auch mal selber versuchen (oder eine Freundin um Hilfe bitten): Dafür zwirbelt ihr jeweils eine dünne Haarsträhne an der Spitze ein. Die kleinen gespaltenen Enden stehen von ganz allein ab. Jetzt den Spliss vorsichtig, am besten mit einer Haar-Schere, waagerecht abschneiden. So überbrückt ihr geschickt die Zeit bis zum nächsten Friseurtermin.

Candle Cutting

So nennt sich ein Haarschneide-Trend aus Brasilien, der speziell bei Spliss angewendet wird. Ähnlich wie beim Schneiden werden die Haare zunächst eingedreht, so dass die gespaltenen Spitzen abstehen. Die Enden werden dann mit einer Kerze vorsichtig abgebrannt und anschließend abgeschnitten. Die Methode ist allerdings umstritten, da Hitze ja bekanntlich unseren Haaren schadet. Außerdem können die Enden dabei so verkrusten, dass sie beim Durchkämmen reißen – und zack, schon ist der Spliss wieder da! Deswegen "Candle Cutting" auf keinen Fall zu Hause ausprobieren und nur vom Experten machen lassen.

Anti-Spliss-Tipps

Wir wissen bereits: bei Spliss gibt es keine wirklich gute Alternative zum Abschneiden. Also Finger weg von Pflege-Produkten, die versprechen, gespaltene Spitzen zu reparieren – bringt nichts! Allerdings gibt es ein paar Tipps & Tricks, wie ihr Spliss vorbeugen könnt:

  • Kopfkissen: Ein Synthetik-Stoff raut die Haare zu sehr auf. Reibung begünstigt Spliss. Daher lieber einen weichen Bezug aus Seide wählen!

  • Trocknen: Nach dem Haare waschen auf keinen Fall rubbeln. Lieber vorsichtig in einen Handtuch-Turban wickeln und/oder (anschließend) an der Luft trocknen lassen!

  • Hitze: trocknet das Haar aus, dadurch wird Spliss verstärkt. Deswegen die Haare nicht zu heiß Waschen, Föhnen oder mit Glätteeisen/Lockenstab bearbeiten (gilt auch bei Schuppen!). Alternativ-Tipp: Öfter mal einen Hitzeschutz davor aufsprühen!

  • Nachschneiden: Spliss entsteht über kurz oder lang, wenn die Haare nicht geschnitten werden. Bei langem Haar möglichst alle 3-4 Monate zumindest die Spitzen entfernen (lassen).

  • Haarkur: Eine Haarmaske spendet Feuchtigkeit. Einfach 3 Esslöffel Olivenöl mit 2 Esslöffeln Honig mischen, nach dem Waschen ins feuchte Haar geben, kurz einwirken lassen und sorgfältig ausspülen.

  • Haaröl: Es versiegelt die Struktur und verhindert ebenfalls, dass die Haare zu schnell austrocknen. Eignet sich auch prima für unterwegs. Draufsprühen – fertig.

  • Bürste: Am besten ein Produkt aus Naturborsten verwenden, das schont die Kopfhaut und verhindert Reibung. Auch ein "Tangle Teezer" ist super, wenn die Haare zu Spliss neigen. Er entwirrt schonend und vorsichtig.

  • Pferdeschwanz: Gezwirbelte "Invisibobble"-Haargummis sorgen dafür, dass die Haare nicht zu schnell verknoten und verteilen den Druck gleichmäßig. Durch das sanfte Zusammenhalten sind sie schonender, als normale Haargummis
Autor: Rebecca Kapfinger